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Branchenmeldungen 03.06.2020

Ein Viertel des Gesundheitspersonals hat Angstsymptome

Ein Viertel des Gesundheitspersonals hat Angstsymptome

Die Corona-Pandemie hat vor allem das Gesundheitspersonal vor grosse physische und psychische Herausforderungen gestellt. Wie eine aktuelle Studie belegt, sind in der Schweiz viele an ihre Grenzen gestossen.

An der Ende März/Anfang April durchgeführten Online-Befragung hatten rund 850 Ärzte sowie 550 Pflegepersonen der Schweiz teilgenommen, wie medinside.ch berichtete. In diesem Zeitraum wurden vom Pflegepersonal 14 Prozent positiv auf das Coronavirus getestet oder hatten typische Symptome der Erkrankung.

Während in vielen Zahnarztpraxen wochenlang nur der Notbetrieb lief, einige sogar komplett zum Stillstand kamen, hatten über 40 Prozent des Personals in Spitälern mit einem Plus des Arbeitspensums zu kämpfen. Die vom Unispital Zürich und Spital Zollikerberg durchgeführte Umfrage zeigte, dass dies auch eine starke psychische Belastung war. Mehr als ein Viertel der Befragten wies klinisch relevante Symptome von Angststörungen auf, jeder Fünfte zeigte Depressionssymptome. Beides war bei Frauen stärker ausgeprägt. Die hohe Arbeitsbelastung hatte zudem ähnlich häufig Anzeichen von Burn-out zur Folge.

Die Studie brachte darüber hinaus einen interessanten Zusammenhang zutage. So sei der gesundheitliche Zustand des Personals eng mit der Unterstützung seitens des Arbeitgebers verknüpft. Hier zeichnete sich ein recht positives Bild ab. Auf einer siebenstufigen Skala erhielten die Arbeitgeber im Schnitt fünf bis sechs Punkte. Die Forscher gehen davon aus, dass der gesundheitliche Zustand des Personals sonst noch deutlich schlechter ausgefallen wäre.

Foto Teaserbild: velimir – stockadobe.com

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