Anzeige
Branchenmeldungen 15.01.2018

ITI-Kongress Deutschland – Implantologie der Zukunft

ITI-Kongress Deutschland – Implantologie der Zukunft

„Implantologie der Zukunft – Evidenz trifft Innovation“ – mit diesem Leitthema präsentiert sich der deutsche ITI Kongress (International Team for Implantology) vom 16. bis 17. März 2018 im World Conference Center Bonn. Die Vorträge der namhaften Experten richten sich an alle Zahnärzte, Oral- und Kieferchirurgen, Zahntechniker sowie Wissenschaftler mit Interesse an der dentalen Implantologie.

Im Gespräch stellen sich Holger Haderer, Geschäftsführer von Straumann, und Thomas Kreuzwieser, Leitung Kliniken & Wissenschaftliche Kooperationen sowie Verkaufsleitung Biomaterialien von Straumann, den Fragen von Jürgen und Georg Isbaner, OEMUS MEDIA AG, und beantworten Fragen über Evidenz und Innovation in der Implantologie.

Sehr geehrter Herr Haderer, sehr geehrter Herr Kreuzwieser, Mitte März findet der zweitägige ITI-Kongress in Deutschland, genauer gesagt in Bonn, statt. Das Kongressmotto klingt ambitioniert: Implantologie der Zukunft – Evidenz trifft Innovation. Kann ein Kongress so ein Thema einlösen?

Hr. Haderer: Aus unserer Perspektive können wir diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Natürlich wird schon seit geraumer Zeit über das Thema Zukunft in der Implantologie gesprochen. Wir haben auch genaue Vorstellungen davon, wie die Zukunft in der Zahnmedizin und insbesondere der Implantologie aussehen könnte. Dementsprechend haben wir unser digitales Portfolio danach ausgerichtet. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte haben jedoch richtig erkannt, dass nicht jede Innovation aus der Industrie auch zwingend eine lohnende Investition für die Zukunft der eigenen Praxis darstellt.

Woran könnte es hapern?

Hr. Kreuzwieser: Die Zahnärztinnen und Zahnärzte schauen sehr genau, was an technologischen und digitalen Innovationen für ihre Praxis angeboten wird. Sie suchen in vielen Fällen nach individuellen und wissenschaftlich dokumentierten Lösungen, weil die Therapieoptionen für die Patienten eben auch individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt werden müssen. Hinzukommt das Praxisprofil beziehungsweise das Konzept, wofür die Praxis steht. Die Praxisinhaber möchten ihre Patienten von ihrem Behandlungskonzept langfristig überzeugen. Demgegenüber steht nicht selten aber eine Zukunftsvision seitens der Industrie, die die digitalen und technologischen Lösungen im Gießkannenprinzip anbietet. Wir sind überzeugt, dass der Weg über praxistaugliche, evidenzbasierte und patientenorientierte Lösungen in die Zukunft der Implantologie führen muss.

Welche Rolle spielt dabei der ITI-Kongress Deutschland?

Haderer: Der ITI-Kongress Deutschland möchte genau auf diese Herausforderung eingehen. Es sollen unter anderem verschiedene zukunftsorientierte Therapieoptionen, die selbstverständlich wissenschaftlich untermauert sind, detailliert betrachtet werden. Das hochkarätig zusammengesetzte Referententeam aus Wissenschaft und Praxis spricht sowohl über chirurgisch-ästhetische Herausforderungen, die zweifelsohne in jeder modernen Praxis vorkommen, als auch über zahlreiche chirurgische und implantatprothetische Möglichkeiten im kompromittierten Kiefer. Kurzum – es sind sehr konkrete Beispiele und Situationen, womit sich die Experten befasst haben und aus denen Sie nun im Zusammenspiel aus Forschung, Universität und Praxis Handlungsempfehlungen und -leitfäden erarbeitet haben, die das State-of-the-Art der implantologischen Zukunft berühren.

Was heißt das konkret?

Kreuzwieser: Die moderne Implantologie kann derzeit aus dem Vollen schöpfen. Das heißt, es gibt für fast jede therapeutische Herausforderung tatsächlich eine Therapiempfehlung renommierter Experten. Es wird auf dem ITI Kongress in Bonn dargestellt, inwiefern und wann sich beispielsweise beim atrophen Kieferkamm durchmesserreduzierte zweiteilige Implantate als Alternative zum invasiveren Knochenaufbauverfahren anbieten und dann auch vorhersagbar funktionieren.

Nichtsdestotrotz sind in vielen Fällen Knochenaugmentationen unumgänglich – auch hier werden die Vortragenden modernste evidenzbasierte Materialien und Verfahren vorstellen. Ein wichtiger Aspekt, der vorhin schon angeklungen war, ist das Thema Ästhetik in der Chirurgie. Hier spielt das Gebiet des Weichgewebsmanagements eine herausragende Rolle. Einige Vorträge loten hierbei die Möglichkeiten von autologen Weichgewebstransplantaten und Weichgewebsersatzmaterialien sowohl in der Implantatchirurgie als auch in der Parodontalchirurgie aus.

Welchen Stellenwert hat die Digitalisierung dabei?

Haderer: Man konnte in der Vergangenheit den Eindruck bekommen, dass die digitale Praxis per se schon ein Qualitätsmerkmal darstellen soll. Das ist natürlich Quatsch. Die digitalgestützte Zahnmedizin ist vielseitig. Das wird gleich zu Veranstaltungsbeginn am Freitag in den jeweiligen Innovationsforen der Industrie aufgegriffen. Dort wird es unter anderem um die Bedeutung digitaler Bilddaten als Grundlage für den digitalen Workflow gehen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Labor auf der Basis digitaler Daten wird beleuchtet. Darüber hinaus wird sich im Hauptvortragsprogramm mit dem Thema Intraoralscan versus analoge Abformung befasst. Letztlich bietet die Digitalisierung Möglichkeiten, sowohl den Patientenkomfort und Therapieerfolg als auch die praxisinterne Kommunikation bzw. die Patienten- und Laborkommunikation zu verbessern. Den Grad der Digitalisierung bestimmt die Praxis selbst.

Was bedeutet die Digitalisierung für die Dentallabore?

Kreuzwieser: In der Laborkommunikation haben natürlich die Labore auch selbst eine Chance, sich als digitaler Serviceanbieter bei den Praxen zu positionieren. Die digitale Kompetenz, die ich als Dentallabor gegenüber meinen Kunden ausstrahle, ist in vielen Fällen auch der Türöffner für den digitalen Workflow in der Praxis. Deswegen wird es am Samstagvormittag auch ein zahntechnisches Forum geben, das gezielt auf die Herausforderungen und Chancen modernster Implantatprothetik, des digitalen Workflows und CAD/CAM-gestützter Zahnersatzfertigung eingeht.

Ein Trendthema, an welchem man derzeit nicht vorbeikommt, ist die Keramikimplantologie. Wird es auf dem Kongress aufgegriffen?

Haderer: Selbstverständlich wird es einen Vortrag über wissenschaftliche Grundlagen und klinische Evidenz in der Keramikimplantologie geben. Keramikimplantate, so alt wie die Idee auch ist, sind in ihrer neuesten Form mittlerweile ein wichtiges Zukunftsthema, welches nicht zuletzt stark durch die Patienten nachgefragt wird. Darüber hinaus scheint es auch klinische und therapeutische Situationen zu geben, wo Implantate aus Keramik einen Vorteil gegenüber Titanimplantaten haben können – sei es aus ästhetischen Gründen. Das ITI hat selbst seit einigen Jahren ein Expertenteam zu diesem Thema ins Leben gerufen. Die wissenschaftliche Basis muss ja auch hier gegeben bleiben.

Herr Haderer, Herr Kreuzwieser, vielen Dank für das Gespräch.

Melden Sie sich jetzt an und profitieren Sie bis zum 31.01.2018 vom Frühbuchertarif!

 

Kontakt:

ITI - International Team for Implantology
ITI Headquarters
Peter Merian-Strasse 88
4052 Basel/Schweiz
Tel.: +41 6127083-83
headquarters@iti.org
www.iti.org

Foto: OEMUS MEDIA AG
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige