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Branchenmeldungen 16.09.2011

Jahreskongress von BDIZ EDI und DGOI ausgebucht

Jahreskongress von BDIZ EDI und DGOI ausgebucht

Foto: © DGOI / BDIZ EDI

Volles Haus beim Jahreskongress von BDIZ EDI und DGOI/ICOI

Der erste gemeinsame Jahreskongress von BDIZ EDI und DGOI/ICOI fand am vergangenen Wochenende im Hotel Sofitel Munich Bayerpost statt. Mit rund 600 Teilnehmern war die Veranstaltung, die unter dem Motto "Implantologie im Team" stand, restlos ausgebucht.

 Der zweitägige Kongress, der nicht nur an implantologische Praxen adressiert war, fand im Hotel Sofitel Munich Bayerpost statt. 14 Industrie-Workshops liefen parallel in zwei Sessions, das Programm der DGOI für junge Implantologen hat am Freitag Morgen stattgefunden und mit der Begrüßung durch die beiden Präsidenten fiel der Startschuss für das Main Podium. Bayerns Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer, Prof. Dr. Christoph Benz, zollte seine Anerkennung für diese erfolgreiche Veranstaltung der beiden implantologischen Gesellschaften in München.

Der erste Kongresstag wartete gleich mit dem hochinteressanten Thema auf: Risiko in der Mundhöhle. Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas von der Universität Mainz ging dabei auf die Risikopatienten in Zusammenhang mit Implantaten ein. Eine wichtige Erkrankungsgruppe stelle die Osteoporose der älteren Frauen dar, die durch die zunehmende Bisphosphonat-Einnahme mit der damit verbundenen Gefahr der Kiefernekrose zu einem wichtigen Problem in der implantologischen Praxis werde. Im Anschluss führte PD Dr. Jörg Neugebauer aus Landsberg/Lech die Besucher in die dreidimensionale Röntgendiagnostik ein – ein sehr praxisorientiertes Thema: „DVT – wann, welches, warum, was kostet das?“, lautete der Titel seines Vortrags, der sich mit der Auswahl der Geräte, das diagnostisch auswertbare Volumen und die Analysesoftware beschäftigte. Heute würden sich Systeme etablieren, die eine durchgehende Vernetzung des Datenmanagements mit der Anbindung an die Praxis-Organisationssoftware, der Befundung und weitere Nutzung ermöglichten.

Der Marketing-Profi Prof. Dr. Gerhard Riegl aus Augsburg lieferte Tipps für die erfolgreiche Praxis als Team. Die größte und wichtigste unternehmerische Praxisinvestition für Zahnärzte stellten die Ausgaben für das Praxisteam dar: „Aber gute Mitarbeiter sind nicht käuflich“, so sein Tipp. Teammitglieder wirkten wie Lügendetektoren, wenn es an Aufrichtigkeit oder an patientenorientierter Praxiskultur mangele.

Der präimplantologischen Parodontologie widmet sich Prof. Dr. Nicola Zitzmann von der Universität Basel. Sie wird auf die irrige Annahme eingehen, durch Extraktion der Restdentition eine Keimfreiheit zu erlangen. Parodontalpathogene Keime in oralen Nischen persistierten weiterhin und natürlich spiele die Empfänglichkeit des Individuums eine bedeutende Rolle. Sowohl aus chirurgischer Sicht als auch im Rahmen der Rekonstruktion  sei auf die Sicherstellung der Mundhygienefähigkeit besonderer Wert zu legen, um iatrogene Risikofaktoren der Periimplantitis auszuschließen.

Dr. Thomas Ratajczak, Justiziar des BDIZ EDI und Medizinrechtsexperte aus Sindelfingen, gab Aufklärung über Behandlungsalternativen und einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechung. Die Teilnehmer erhielten Hinweise, wie der behandelnde Zahnarzt mit der damit verbundenen Unsicherheit in der Behandlungssituation umgehen sollte. Außerdem lieferte er Aktuelles zum Thema GOZ-Novellierung.

Die Endodontie kam im Vortrag von Holger Dennhardt aus Landshut zum Zug. Dennhardt zeigte in diversen Fallbeispielen die Entscheidungsmöglichkeiten auf und diskutierte sie eingehend. Die Endodontie habe sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten von einer eher unliebsamen Maßnahme der aktuen Schmerzbekämpfung mit eher ungewissem Ausgang zu einer Teildisziplin mit teilweise erheblichem materiell-technischen Aufwand entwickelt.

Durch das Programm führten die wissenschaftlichen Leiter des Kongresses, Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller aus Köln und Prof. Dr. Georg H. Nentwig. An beiden Tagen wurde die Veranstaltung durch eine umfangreiche Dentalausstellung im Untergeschoss des Hotels begleitet.

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