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Branchenmeldungen 20.05.2019

Junge Wissenschaft in Halle (Saale): Young Scientists in Dentistry 2019

Junge Wissenschaft in Halle (Saale): Young Scientists in Dentistry 2019

Am 17. und 18. Mai 2019 trafen sich mehr als 120 Studierende der ersten klinischen Semester sowie junge Forscherinnen und Forscher auf dem Hallenser Medizin-Campus am Steintor zu einem Veranstaltungsformat, wie es deutschlandweit einmalig ist: Das zweitägige und nunmehr 15. Symposium „Young Scientists in Dentistry“ bietet jungen Nachwuchswissenschaftlern aus dem regionalen Dreieck Halle–Leipzig–Dresden die Möglichkeit, ihre Studienergebnisse einem ausgewählten Publikum vorzustellen und zur kritischen Diskussion anzubieten und gleichzeitig untereinander zu netzwerken. Eingeladen hatte in diesem Jahr der Standort Halle, vertreten durch apl. Prof. Dr. Christian Gernhardt, in Kooperation mit der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie Leipzig – Univ.-Prof. Dr. Rainer Haak reiste stellvertretend für den Leipziger Standort an – und der Poliklinik für Zahnerhaltung mit Bereich Kinderzahnheilkunde Dresden – Univ.-Prof. Dr. Christian Hannig vertrat den dritten Standort.

Restrospektive: Von Lahr im Schwarzwald nach Halle (Saale) im Osten

Für die traditionelle Festrede eines renommierten Referenten der universitären Zahnmedizin konnte in diesem Jahr Univ.-Prof. Dr. Hans-Günter Schaller, Direktor der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie am Universitätsklinikum Halle (Saale), gewonnen werden. Unter der Headline „Vom Schwarzwald an die Saale – ein spannender Weg“ gab der 1954 in Lahr im Schwarzwald geborene Zahnmediziner ganz private Einblicke in seinen Lebensweg – über seine Leidenschaft für den Reitsport, sein Familienleben mit zwei Kindern bis hin zum väterlichen Wunsch, der Sohn möge doch einen selbstständigen Beruf erlernen. Zwar hat er dieses Ziel verfehlt, nichtsdestotrotz aber eine beachtliche Karriere gewonnen, die ihn über Freiburg im Breisgau nach Halle (Saale) brachte; eine Berufung, die ihm anfänglich durchaus Kritik von der eigenen Familie bescherte. Doch der Blick zurück auf das bisher Gelebte ist einfach wie eindeutig: „Ich fands schön!“

And the Awards go to …

Der Keynote folgten, moderiert von Univ.-Prof. Dr. Christian Hannig, Univ.-Prof. Dr. Dirk Ziebolz, M.Sc., apl. Prof. Dr. Christian Gernhardt sowie Uni.-Prof. Dr. Rainer Haak, zwei Kurzvortrag-Sessions mit insgesamt neun Referentinnen und Referenten aus Halle, Leipzig und Dresden. Alle neun Beiträge standen für die Young Scientists Awards zum Ausscheid. Die Plätze 1 bis 3 haben in diesem Jahr gewonnen: Juliane Siegner aus Leipzig mit ihrem Thema „Keramik/Komposit/Zahn-Verbundversagen in Abhängigkeit von Präparationsdesign und Veneerdicke – Eine Bewertung mit OCT“ (1. Platz), Jasmin Kirsch aus Dresden mit ihrer Fragestellung „Welchen Einfluss haben Fluoridreinstoffe auf die initiale bakterielle Kolonisation in situ?“ (2. Platz) und Anna Peters aus Halle (Saale) mit ihren Ergebnissen zur „Mundgesundheit ghanaischer Vorschul- und Schulkinder in städtischen und ländlichen Regionen“ (3. Platz). Zu den weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern samt Themen gehörten: Natalie Pütz (Halle (Saale), Genetische Risikomarker als Bindeglied zwischen rheumatoider Arthritis und Parodontitis (Fall-Kontroll-Studie), Viktor Löffler (Leipzig, Zahnschäden durch Bracketentfernung? OCT- und lichtmikroskopische Bewertung der Zahnschmelzoberfläche), Brit Lüllau, (Halle (Saale), Haftfestigkeitsuntersuchung eines Universaladhäsivsystems und der Einfluss eines oxalathaltigen Desensitizers auf die Mikrozugfestigkeit), Thomas Meisner (Leipzig, Prävention von Wurzelkariesläsionen unter adjuvanter Verwendung eines Chlorhexidin-Fluorid-Lackes – eine placebo-kontrollierte, randomisierte klinische Studie), Dr. Thorsten Sterzenbach (Dresden, Etablierung von molekularbiologischen Methoden zur Quantifizierung der bakteriellen Besiedlung von Dentinmaterial) sowie Robin Vosahlo (Dresden, Charakterisierung okklusaler Verfärbungen auf Basis optisch-spektroskopischer Verfahren).

Wie schreibe ich eine Doktorarbeit?

Der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen der Erarbeitung einer Promotion. Den Einstieg zum Thema lieferte Univ.-Prof- Dr. Christian Hannig mit seinen grundsätzlichen Ausführungen zum Warum und Wie einer Promotionsarbeit. Im Anschluss verteilten sich die Teilnehmenden in Gruppen und näherten sich weiteren konkreten Fragestellungen und Lösungsansätzen rund um das Thema Promotion in Workshops an. Am Ende wurden die Erkenntnisse aus den Workshops zusammenfassend im Auditorium geteilt.

Fazit

Auch 2019 hat sich wieder gezeigt, dass das Symposium für junge Nachwuchswissenschaftler eine feste und wichtige Größe im universitären Veranstaltungskalender der mitteldeutschen Wissenschaftsstandorte Halle, Leipzig und Dresden ist und mit Stolz und großem Engagement von den Verantwortlichen organisiert, moderiert und durchgeführt wird. Zudem kann die freundliche und lockere Atmosphäre unter den Teilnehmenden und der rege Austausch zwischen Dozenten, Studierenden und Forschenden als erneuter Erfolg verzeichnet werden.

Foto: OEMUS MEDIA AG

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