Branchenmeldungen 13.04.2026

Nett gemeint, schlecht angekommen: Emojis kosten im Job Kompetenz



Wer im Praxisalltag schnell eine Nachricht verschickt, greift gern mal zum Emoji. Ein Smiley hier, ein Daumen hoch dort. Was locker gemeint ist, kommt nicht immer so an. Eine aktuelle Untersuchung der University of Ottawa zeigt, dass Emojis im beruflichen Kontext die Wahrnehmung von Professionalität und Kompetenz beeinflussen können. Kurz gesagt: Am besten weglassen, denn das wirkt souveräner.

Nett gemeint, schlecht angekommen: Emojis kosten im Job Kompetenz

Foto: microstock77 – stock.adobe.com

In der Studie, veröffentlicht in Collabra: Psychology, schnitten schlichte Nachrichten ohne digitale Mimik am besten ab. Sie wurden als klarer, professioneller und eben auch kompetenter wahrgenommen. Heißt aber nicht, dass Emojis komplett raus sind. Ein freundlicher Smiley kann eine positive oder neutrale Nachricht durchaus begleiten, ohne gleich Schaden anzurichten. Viel mehr passiert allerdings auch nicht. Der große Sympathie-Booster bleibt aus. Anders sieht es bei negativen Emojis aus, die fallen durch. Sie wirken schnell unangebracht und drücken die Kompetenzbewertung spürbar nach unten. Noch heikler wird es, wenn Ton und Emoji nicht zusammenpassen. Kritik mit Smiley? Kommt eher schräg rüber als charmant. Was auch zu Tage kam: Emojis können trotzdem keine schlechten Nachrichten retten. Wer unangenehme Inhalte mit einem freundlichen Symbol verpackt, riskiert leider genau das Gegenteil. Die Botschaft wirkt dann nicht weicher, sondern im Zweifel unehrlich. Unterm Strich zeigt sich wie so oft im Leben, dass weniger manchmal mehr ist. 

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