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Branchenmeldungen 17.09.2013

Minimalinvasiver Einsatz bei älteren Patienten

Christin Bunn
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Minimalinvasiver Einsatz bei älteren Patienten

Allgegenwärtig und omnipräsent ist der demografische Wandel, schließlich haben wir heute eine Lebenserwartung von circa 80 Jahren. Diese Entwicklung stellt das deutsche Gesundheitssystem vor neue Aufgaben und Herausforderungen – auch im Bereich der Zahnheilkunde.

Laut der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zielt die Bundeszahnärztekammer für das Jahr 2020 auf eine Quote von weniger als 15 Prozent vollständig zahnloser Patienten in der Altersgruppe der 65- bis 75-Jährigen ab. Aufgrund dessen stellt die demografische Entwicklung große Herausforderungen für die Gesellschaft im Allgemeinen und das soziale Sicherungs- und Versorgungsmanagement im Besonderen dar. Eine qualitativ hochwertige Medizin ist mehr und mehr gefragt, sodass der Bereich der Alterszahnheilkunde folgerichtig an Bedeutung gewinnen wird.

Dies zeigt auch die zum 1. April dieses Jahres in Kraft getretene Neuregelung für die bessere zahnärztliche Versorgung von immobilen Patienten, der das Reformkonzept „Mundgesundheit trotz Handicap und hohem Alter“ der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung in Zusammenarbeit mit den zahnmedizinischen Fachgesellschaften aus dem Jahr 2010 vorausgegangen ist.

Es lässt sich daher festhalten, dass die Alterszahnheilkunde ein hochaktuelles Thema ist und dies, aufgrund der Alterungstendenz, bleiben wird. Und feststellen lässt sich auch, dass die sehr gute zahnmedizinische Versorgung in Deutschland ausschlaggebend dafür ist, dass ältere Menschen heute immer mehr natürliche Zähne besitzen und eine merkliche Zunahme der Zahnerhaltung zu verzeichnen ist. Schließlich sind Mundgesundheit und orale Lebensqualität wichtige Faktoren für die Allgemeingesundheit. Nun ist es an den Zahnärzten, der Notwendigkeit einer guten zahnmedizinischen Versorgung auch im Alter nachzukommen, denn die erfreuliche Tendenz von immer mehr eigenen Zähnen geht einher mit der Notwendigkeit der Versorgung dieser.

Der ältere Mensch als Patient

Doch das Alter bringt seine eigenen Herausforderungen und Probleme mit sich – auch in der Zahnmedizin. Hier gilt es, sich auf die besonderen Bedürfnisse dieser wachsenden Patientengruppe einzustellen, sei es durch Optimierungen in der Praxisgestaltung, in den Behandlungsmethoden oder durch den Einsatz spezieller Geräte und Techniken. Neben parodontalen und prothetischen Behandlungen bildet vor allem auch die konservierende Therapie einen wichtigen Behandlungsschwerpunkt in der Alterszahnmedizin. Dabei ist wichtig, nicht nur altersspezifische Besonderheiten von Zahnund Gewebestrukturen zu beachten, sondern auch die altersbedingten mechanischen Funktionseinschränkungen mit zu bedenken. Denn die Schwierigkeiten des Eingriffs beginnen bereits beim Volumen der Mundöffnung, welches naturgemäß aufgrund natürlicher Funktionseinschränkungen durch den Abbau von Muskulatur kleiner ausfallen wird als bei jüngeren Patienten. Auch das Offenhalten des Mundes gestaltet sich bei älteren Patienten deutlich schwieriger, sodass es Aufgabe des Zahnarztes ist, zügig zu arbeiten, ohne dabei die Qualität der Behandlung einzuschränken. Zudem sollten minimalinvasive Vorgehensweisen Arbeitsgrundlage bilden, um Behandlung und Genesung nicht unnötig zu verkomplizieren. Folglich ist es Aufgabe der Zahnärzteschaft, die Patientengruppe der Generation 60+ in ihren Bedürfnissen und Besonderheiten kennenzulernen und sich auf diese einzustellen – strukturell, emotional und auch apparativ. Denn eingeschränkte motorische Fähigkeiten bedürfen speziellen Instrumenten, die dem Zahnarzt ein gutes und effektives Arbeiten und für den Patienten gleichzeitig einen schonenden Eingriff ermöglichen.

Minimalinvasiv dank Mikroturbine

Das Unternehmen W&H hat auf die Nachfrage nach kleinen und besonders komfortablen Instrumenten reagiert und präsentiert die Lösung in Form der Mikroturbine TK-94. Dabei handelt es sich um ein Instrument der Ausstattungslinie Synea Vision, das sich besonders gut für minimalinvasive Anwendungen und somit ideal für Einsatzgebiete wie die Alterszahnheilkunde eignet. Die Mikroturbine zeichnet sich durch einen sehr kleinen Kopf mit einem Durchmesser von nur neun Millimetern bei einer gesamten Kopfhöhe von nur 17,2 Millimetern mit eingespanntem 16-mm-Bohrer (Typ Kurzschaftinstrument 313) aus.Mit dieser kompakten Turbine kann der Zahnarzt hartsubstanzschonend vorgehen und gelangt durch exaktes Arbeiten auch in schwer zugängliche Bereiche. Die geringe Kopfgröße ermöglicht eine verbesserte Sicht auf die Behandlungsstelle und dadurch gleichzeitig auch eine optimale Kontrolle des Instruments.

Die Mikroturbine überzeugt durch alle ausstattungsrelevanten Merkmale der Synea-Vision-Linie, wie die innovative LED-Technologie. Weitere Highlights sind das 5-fach Penta-Spray, die Keramikkugellager sowie die besonders kratzfeste Oberfläche. Diese sorgt auch im härtesten alltäglichen Einsatz für eine hohe Widerstandsfähigkeit der Außenteile und lässt somit die Turbine wesentlich länger als bisher üblich ein neuwertiges Aussehen beibehalten. Die Frage nach dem „Wie“ im Bereich der Alterszahnmedizin lässt sich somit durch die Wahl geeigneter Instrumente ein Stück konkreter definieren. Der demografische Wandel wird unaufhörlich fortschreiten, und es ist Aufgabe des Zahnarztes, sich diesem anzupassen und eigene Antworten zu finden, um den neuen Herausforderungen auf Augenhöhe zu begegnen.

Foto: © W&H
zum ZWP-Thema „Zähne 50+“
Vereinigung von Hand- und Winkelstück
W&H Deutschland GmbH auf ZWP online
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