Anzeige
Branchenmeldungen 18.12.2013

Mitten im Geschehen – Deutscher Studententag 2013

Mitten im Geschehen – Deutscher Studententag 2013

Der Deutsche Studententag hat sich mittlerweile als feste Größe im Programm des Deutschen Zahnärztetages etabliert und konnte sich in diesem Jahr über eine Rekordteilnahme freuen. Durch die Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) war es dem Bundesverband der Zahnmedizinstudenten in Deutschland e.V. (BdZM) möglich, ein Programm zu organisieren, das auf die Bedürfnisse und Interessen der nachfolgenden Generation abgestimmt war.

So fanden sich am Samstag, dem 9. November, mehr als 300 Studenten auf dem Deutschen Zahnärztetag, der bereits am 7. November in Frankfurt am Main gestartet war, ein. Ihnen wurde ein Programm geboten, das sowohl auf die Zeit direkt nach dem Studium als auch auf allgemein bedeutsame Aspekte des Versorgungsalltags ausgerichtet war und die inzwischen vielfältig bestehenden Möglichkeiten des zahnärztlichen Berufes in den Mittelpunkt stellte.

Impressionen des Deutschen Studententages 2013

Der erste Teil des Studententages, der dem Studium und der beruflichen Startphase gewidmet war, wurde von Arthur Heinitz, dem Vorsitzenden des BdZM, eröffnet. Im Anschluss sprachen Christoph Beckmann und Mila Greiwe zum Thema „zaehneweltweit – Abenteuer in Südamerika“. In seiner Funktion als Vorsitzender des Zahnmedizinischen Austauschdienstes (ZAD) stellte Christoph Beckmann zunächst die Rahmenbedingungen für Auslandsaufenthalte für Zahnmedizinstudenten vor und gab hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Planung und Umsetzung. Mila Greiwe, Zahnmedizinstudentin im 10. Fachsemester an der Universität in Göttingen, berichtete dann über ihren Aufenthalt in Bolivien.

Carsten Lorenz, Mitglied des Vorstandes des BdZM, präsentierte den anwesenden Studenten das erst kürzlich online gegangene Projekt www.uni-zahnbehandlung.de. Auf dieser Plattform können sich alle zahnmedizinischen Fakultäten vorstellen, um Patienten zu gewinnen. Um dem Problem Patientenmangel noch erfolgreicher entgegenwirken zu können, rief er alle Studenten dazu auf, zur Aktualität der Seite mit Informationen und Fotos beizutragen.

Unter dem Titel „Studium fertig und ausgelernt“ zeigte Paul Leonhard Schuh, ebenfalls Mitglied im Vorstand des BdZM, an seinem eigenen Weg nach dem Studium auf, welche Herausforderungen einen erwarten. Dazu gehörte auch ein Einblick in die nahezu unüberschaubare Fortbildungslandschaft verbunden mit dem Rat, sich rechtzeitig zu informieren. Unter dem Motto „Finde Deinen Weg“ stellt der Bundesverband der zahnmedizinischen Alumni in Deutschland e.V. (BdZA) seine Arbeit vor. Der Vorsitzende Jan-Philipp Schmidt sprach dabei aus der Perspektive eines jungen Zahnarztes, der inzwischen auf einige Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann. Er erörterte anschaulich die Fragestellungen „Spezialist vs. Generalist“ und „Anstellung vs. Selbstständigkeit“. An seiner Seite war Dr. Christine Bellmann, die über ihre umfassenden Erfahrungen als im Ausland tätige Zahnärztin berichtete. Zum Abschluss stellten sie das neue Großprojekt „ZAHNI ON CAMPUS“ vor – eine Roadshow 2014 und 2015 an allen

Universitätszahnkliniken Deutschlands, mit welcher der BdZA und BdZM den direkten Kontakt zu den Studierenden vor Ort ausbauen wird. Dabei stehen v.a. Themen wie Sicherung der Freiberuflichkeit, Praxismanagement oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Mittelpunkt.

Vor der Mittagspause folgten als Referenten Dr. Norbert Grosse, der die Arbeit der young dentits2 vorstellte, sowie Maja Nickoll und Dr. Christian Krawitz, die ihre Auslandseinsätze in Bolivien und Namibia als Zahnärzte darstellten. Auch hier zeigte sich wieder, wie groß das Interesse der Zahnmedizinstudenten an internationalen Erfahrungen ist. Nach der Mittagspause durfte der Deutsche Studententag Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK, bereits zum dritten Mal willkommen heißen. Prof. Oesterreich betonte gleich zu Beginn seine große Freude, zu den kommenden Zahnärzten zu sprechen, bevor er sich zu den „Kompetenzanforderungen an den Zahnarzt aus Sicht des Versorgungsalltags“ äußerte. Dabei zeigte er die zahlreichen Einflüsse auf die Berufsausübung auf und machte deutlich, dass besonders die zukünftigen Zahnärzte aufgrund der demografischen Entwicklungen in Deutschland verstärkt mit der Alterszahnmedizin konfrontiert sein werden.

Unter dem Generalthema „Der Schmerzpatient im Praxisalltag – Diagnostik und Erstbehandlung“ folgten dann die fachlichen und wissenschaftlichen Beiträge. Diese hatten das Ziel, den Studenten einen anschaulichen Überblick über die wichtigsten Notfälle in der Zahnmedizin zu liefern. Den Anfang machte Priv.-Doz. Tina Rödig mit „Der endodontische Notfall – mehr als nur ‚Pulpitis‘“.

Nach einer kurzen Pause folgte Dr. Matthias Lange. Er sprach zum „Notfallpatient mit Myoarthopathie – richtig erkennen und behandeln“. Priv.-Doz. Dr. Dr. Christian Walter betrachtete dann den „Notfallpatient in der zahnärztlichen Chirurgie: von der Nachblutung bis zum Abszess“ und Prof. Dr. Roland Frankenberger bildete mit seinem Vortrag „Reparatur: Pfusch oder adäquate Therapie auch im Notfall?“ den krönenden Abschluss.

Der BdZM kann, nicht zuletzt aufgrund der Unterstützung der DGZMK, der BZÄK und der KZBV, auf einen sehr gelungenen Studententag 2013 zurückschauen und freut sich schon auf den nächsten, der am 8. November 2014 wieder in Frankfurt am Main stattfindet.

Quelle: dentalfresh

Foto: © OEMUS MEDIA AG
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige