Anzeige
Branchenmeldungen 24.06.2020

Mundgesundheit in Europa: Schweiz nur im Mittelfeld

Mundgesundheit in Europa: Schweiz nur im Mittelfeld

Wo ist die zahnmedizinische Versorgung besonders gut aufgestellt oder der Grossteil der Kinder kariesfrei? Nicht in der Schweiz – wie ein aktueller Vergleich zur Mundgesundheit europäischer Staaten zeigt.

In der von Qunomedical durchgeführten Studie landet die Schweiz nur auf Platz 15 von 26 untersuchten Ländern. Ausschlaggebend für das relativ schwache Ergebnis ist zum einen die recht ungesunde Lebensweise der Schweizer. So konsumiert die Bevölkerung im Schnitt 11,5 Liter Alkohol und 49,5 Kilogramm Zucker pro Jahr. Die Raucherquote liegt zudem bei gut einem Viertel.

Laut der Erhebung soll auch die zahnmedizinische Versorgung mit 52 Zahnärzten pro 100ʼ000 Einwohner eher im Mittelfeld liegen. Die Daten wurden dem Oral Health Country/Area Profile Project der Universität Malmö sowie Eurostat und dem BAG entnommen. Dennoch scheinen sie die Realität nicht adäquat abzubilden, da seit Längerem in vielen Kantonen von einem Zahnärzte-Überangebot die Rede ist.

Vorbildlich schneidet die Schweiz hingegen bei der Erhebung des DMFT-Indexes unter 12-Jährigen ab. Dieser liegt mit einem Wert von 0,9 in den Top 10. Die besten Ergebnisse der Untersuchung erzielte Italien, gefolgt von Deutschland und Spanien. Zwar ist der DMFT-Index italienischer Kinder mit 1,2 schlechter als beispielsweise in der Schweiz, allerdings zählt das Land 77 Zahnärzte pro 100ʼ000 Einwohner.

Auch in Sachen gesunder Lebensweise gehen die Italiener mit Beispiel voran: Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch bei Alkohol liegt bei 7,5 Litern, bei Zucker 27,2 Kilogramm.

Schlusslicht des Ländervergleichs bildet Kroatien, deren DMFT-Index mit 4,2 deutlich Nachholbedarf aufweist.

Die gesamte Studie kann hier eingesehen werden.

Foto Teaserbild:  Christian Horz – stock.adobe.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige