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Branchenmeldungen 20.05.2020

Der «neue alte Alltag» in Schweizer Zahnarztpraxen

Der «neue alte Alltag» in Schweizer Zahnarztpraxen

Dank Berücksichtigung im ersten Schritt des Lockdown-Exits durften Schweizer Zahnarztpraxen am 27. April wieder zum regulären Praxisbetrieb zurückkehren. So die Theorie. Allerdings sieht die «Normalität» seit Corona in der Praxis doch ein wenig anders aus.

Auch wenn Zahnarztpraxen per se höchsten Hygienestandards entsprechen, ist die Minimierung der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus dieser Tage das Mass aller Dinge. Die Pandemievorgaben des Bundes auch in Zahnarztpraxen einzuhalten, ist oberstes Gebot. Die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) hat in diesem Zuge ein Schutzkonzept entwickelt, welches Praxen hierbei als Hilfestellung dienen soll.

Aber was bedeutet das konkret im Praxisalltag? Patienten, die dicht an dicht in vollen Wartezimmern auf ihren Termin warten, sind heute tabu. Praxen sind demnach angehalten, ihre Terminkoordination anders zu gestalten als früher. Für viele Praxen bleibt nur die Reduzierung der Terminvergabe. Also weniger Behandlungen pro Tag – heißt aber auch weniger Einnahmen.

Einige Zahnärzte haben bereits ihre ganz eigenen Hygienekonzepte entwickelt. Ein Zahnarzt aus Willisau, Kanton Bern, hat beispielsweise alle Zeitschriften aus dem Wartezimmer verbannt, wie 20min.ch berichtet. Diese seien eine hohe Gefahrenquelle, wenn man an das Umblättern mit Speichel befeuchteten Fingern denkt. Neben der regulären Sterilisation von Arbeitsinstrumenten steht nun auch das Thema Aerosole im Fokus. So wird in der Praxis nach jedem Patienten für 15 Minuten gelüftet, die Klimaanlage steht seither still. Der Zahnarzt hat darüber hinaus eine COVID-19-Anamnese eingeführt.

Das Schutzkonzept der SSO ist hier verfügbar.

Foto Teaserbild: Yakobchuk Olena – stock.adobe.com

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