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Branchenmeldungen 02.09.2020

Mundspülung mit PVP-I ergänzt Corona-Risikomanagement

Mundspülung mit PVP-I ergänzt Corona-Risikomanagement

Aktuelle Stellungnahmen zum Corona-Risikomanagement in der Zahnarztpraxis empfehlen Mundspülungen, die vor der Behandlung angewendet werden, um das Infektionsrisiko für das Praxis-Team zu senken. Die Wirksamkeit von Povidon-Iod (PVP-I) gegen SARS-CoV-2 hat nun eine in vitro-Studie bestätigt, die unlängst im British Dental Journal veröffentlicht wurde.1

Die Autoren folgern daraus, dass Mundantiseptika auf Basis von PVP-I in der aktuellen Situation den persönlichen Schutz erhöhen können, um das Risiko einer COVID-19-Übertragung in der medizinischen Praxis zu verringern. Aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr für zahnärztliche Teams hatte der Deutsche Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ) im April bereits eine Stellungnahme zum Risikomanagement in Zahnarztpraxen herausgegeben.2 Sie enthält Empfehlungen für die Behandlung von Patienten mit und ohne COVID-19-Verdacht. Neben den routinemäßigen Hygienemaßnahmen mit der Standard-Schutzausrüstung rät der DAHZ zum Selbstschutz durch die Munddesinfektion beim Patienten. Bei begründetem Verdacht oder Nachweis auf COVID-19 empfiehlt der Arbeitskreis die Verwendung einer antiviralen Mundspülung, beispielsweise mit dem Wirkstoff Povidon-Iod (PVP-I).  

Wirksamkeit von Povidon-Iod gegen SARS-CoV-2

In der aktuellen Studie vom Forschungs- und Bildungszentrum für tropische Infektionskrankheiten der Universität Malaya, Malaysia, wurde die viruzide Aktivität von Povidon-Iod (PVP-I 1% w/v / PVP-I 0,5% w/v ) gegen SARS-CoV-2 verdünnt und unverdünnt unter verschiedenen Bedingungen nach 15, 30 und 60 Sekunden in vitro-Exposition getestet.1 Die Autoren konnten die direkte Evidenz für die Wirksamkeit von Povidon-Iod gegen SARS-CoV-2 in nur 15 Sekunden liefern. Sie folgern daraus, dass Mundantiseptika auf Basis von PVP-I in der aktuellen Situation den persönlichen Schutz erhöhen können, um das Risiko einer COVID-19-Übertragung in der medizinischen Praxis zu verringern – insbesondere bei oralen Eingriffen wie in der Zahnarztpraxis.

Antivirale Mundspülung verursacht keine Zahnverfärbung

Der Povidon-Iod-Komplex hat eine keimabtötende Wirkung, beispielsweise gegen grampositive und gramnegative Bakterien, Mykobakterien, Pilze (vor allem auch Candida), zahlreiche Viren und einige Protozoen.3 Das freie Iod wird direkt an der Zellwand des Erregers freigesetzt und kann dadurch die keimtötenden Eigenschaften besser entfalten.3

Im Gegensatz zu antibakteriellen Mundspülungen mit Chlorhexidindigluconat verursacht die Anwendung von Mundspülungen auf PVP-I-Basis keine signifikante Änderung der Zahnfarbe.4 Um die Viruslast effektiv zu reduzieren, sollte der Patient vor der Behandlung mindestens 30 Sekunden lang mit dem unverdünnten Produkt spülen.

1 Hassandarvish, P., Tiong, V., Sazaly, A. et al. Povidone iodine gargle and mouthwash. Br Dent J 228, 900 (2020).

2 Deutscher Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnmedizin. SARS-COV-2 / Covid-19 – Risikomanagement in Zahnarztpraxen. DAHZ–Stellungnahme Corona 20.04.2020.

3 Schreier H, et al. Molecular Effects of Povidone-Iodine in Relevant Microorganisms: An Electron-Microscopic and Biochemical Study. Dermatology 1997; 195(suppl 2);111-116.

4 Wang Y et al. A Comparison of acute and sub-chronic tooth discoloration after treatment with chlorhexidine gluconate (CHG) and povidone Iodine (PVP-I) gargle.

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82049 Pullach
Telefon: 0049 / 089 7 91 02 – 0
E-Mail: betaisodona@hermes-arzneimittel.com

Betaisodona® Mund-Antiseptikum
Pflichttext für Fachkreise

Betaisodona® Mund-Antiseptikum. Lösung. Wirkstoff: Povidon-Iod. Zusammensetzung: 100 ml Betaisodona Mund-Antiseptikum enthalten 7,5 g Povidon-lod mit einem Gehalt von 10 % verfügbarem lod. Das mittlere Molekulargewicht von Povidon beträgt etwa 40.000. Sonstige Bestandteile: Ethanol 96%, Levomenthol, Methylsalicylat (Ph.Eur.), Glycerol, Saccharin-Natrium 2 H2O, Dinatriumhydrogenphosphat, wasserfreie Citronensäure, Natriumhydroxid, gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Zur einmaligen antiseptischen Behandlung der Mundschleimhaut (z. B. vor operativen Eingriffen), insbesondere bei Patienten mit Störungen der körpereigenen Abwehr (zur Prophylaxe lokaler Wundinfektionen) sowie bei Endokarditis-gefährdeten Patienten (Prophylaxe der Bakteriämie). Zur wiederholten, zeitlich begrenzten Prophylaxe der strahlenbedingten Mukositis bei Patienten unter Radio- bzw. Radiochemotherapie. Gegenanzeigen: darf nicht angewendet werden bei Hyperthyreose oder anderen manifesten Schilddrüsenerkrankungen, bei Dermatitis herpetiformis Duhring, vor und nach einer Radio-Iod-Anwendung (bis zum Abschluss der Behandlung), bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Iod oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, z. B. kontaktallergische Reaktionen vom Spättyp, die sich in Form von Jucken, Rötung, Bläschen, Brennen o. ä. äußern können. Anaphylaktische Reaktionen oder Angioödeme. Eine nennenswerte Iod-Aufnahme kann bei längerfristiger Anwendung erfolgen. Bei prädisponierten Patienten Iod-induzierte Hyperthyreose mit Symptomen wie Tachykardie oder Unruhe. Hinweis: Enthält 36 Vol.-% Alkohol.

Mundipharma GmbH, 60549 Frankfurt am Main. Stand 9/2018

Quelle: HERMES ARZNEIMITTEL GMBH

Foto Teaserbild: © New Africa, Shutterstock

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