Branchenmeldungen 11.09.2026

Nekrotisierende Fasziitis nach Weisheitszahn-OP bringt jungen Mann in Lebensgefahr



Ein Weisheitszahn wird entfernt, wenige Tage später gerät ein junger Mann in Lebensgefahr. Eine nekrotisierende Fasziitis zerstört Gewebe an Hals, Brust und Oberbauch. Der kürzlich in BMJ Case Reports veröffentlichte Fall zeigt, wie rasch sich eine zunächst wenig auffällige Infektion verschärfen kann.

Nekrotisierende Fasziitis nach Weisheitszahn-OP bringt jungen Mann in Lebensgefahr

Foto: kirk – stock.adobe.com

Fünf Tage nach der Entfernung eines unteren Weisheitszahns stellt sich ein Mann in seinen Zwanzigern mit zunehmenden Schmerzen und einer Halsschwellung in der Notaufnahme vor. Er ist fieberfrei und kreislaufstabil, wird stationär aufgenommen und erhält intravenös Antibiotika. Innerhalb der folgenden 24 Stunden verschlechtert sich sein Zustand jedoch erheblich. Bei dem Patienten entwickelt sich eine nekrotisierende Fasziitis, eine schwere Infektion mit Absterben von Weichteilgewebe. Die Entzündung breitet sich vom Mundboden über den Hals bis in den Brustraum aus. Der junge Mann muss intensivmedizinisch behandelt und beatmet werden. Mehrere Operationen zur Entfernung des abgestorbenen Gewebes, eine angepasste antimikrobielle Therapie und spätere Hauttransplantationen ermöglichen schließlich seine Genesung.

Der Fall beschreibt eine seltene, aber schwere Komplikation einer odontogenen Infektion. Die Autoren weisen darauf hin, dass typische Warnzeichen einer nekrotisierenden Fasziitis anfangs fehlen können. Eine fortschreitende Halsschwellung nach einem zahnmedizinischen Eingriff verdient deshalb auch bei zunächst stabilem Allgemeinzustand besondere Aufmerksamkeit.

Den vollständigen Bericht mit Details zu Diagnostik, Therapie und Verlauf lesen Sie hier.

Esmaeili HSAbdullah MJ; Necrotising fasciitis of the neck, chest and abdomen arising from odontogenic Ludwig’s angina in a healthy young adult; 
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