Branchenmeldungen 22.06.2017

Verdacht auf „Blinddarm“ entpuppt sich als verschluckter Zahn

Katja Kupfer
Katja Kupfer
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Verdacht auf „Blinddarm“ entpuppt sich als verschluckter Zahn

Foto: psdesign1 – stock.adobe.com

Wie ein Autorenteam im Rahmen seines kürzlich im Anz Journal of Surgery vorgestellten Fallberichts beschreibt, wurde im australischen Cairns ein 67-Jähriger mit starken Bauchschmerzen in der Notaufnahme vorstellig.

Nach dem ersten Verdacht auf eine akute Blinddarmentzündung, stellte sich zwei Wochen und eine OP später heraus, dass es sich, statt einer Vereiterung, um einen extrahierten Zahn handelte, den der Patient während des zahnärztlichen Eingriffs verschluckt hatte.

Da der Patient die klassischen Symptome wie Appetitlosigkeit, Druckschmerz und Abwehrspannung aufwies, entschied man sich nach Tagen der Beobachtung zu einem chirurgischen Eingriff, der den „Zahn auf Wanderschaft“ freigab.

Was anfangs laut CT nach einem verkalkten Kotstein im Bereich des Wurmfortsatzes aussah, entpuppte sich nach genauerer pathologischer Untersuchung als der verloren geglaubte, kariöse Zahn. Dieser zeichnete die Entzündung verantwortlich, indem er die Öffnung des Wurmfortsatzes blockierte.

Dass es sich bei dem Übeltäter um den eigenen Zahn handelte, ließ auch den Senioren staunen, der gedanklich bereits nach dem Zahnarztbesuch mit dem verschwundenen Zahn abgeschlossen hatte.

DOI: 10.1111/ans.14065

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