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Branchenmeldungen 10.01.2018

Zahnarzt muss Mutter für Erziehung entschädigen

Zahnarzt muss Mutter für Erziehung entschädigen

Wie viel ist die mütterliche Erziehung wert? Mit dieser ungewöhnlichen Frage muss sich aktuell ein Gericht in Taiwan beschäftigen. Ein Zahnarzt hatte geklagt, da seine Mutter für ihre jahrelange Erziehung finanzielle Entschädigung verlangt.

Weltweit kümmern sich Mütter und Väter liebevoll um ihren Nachwuchs. Dabei fließt nicht nur viel Liebe, sondern auch jede Menge Geld in die Erziehung der Kinder. Können Eltern alters- oder krankheitsbedingt nicht mehr für ihr Einkommen sorgen, greift in der Regel das staatliche Krankenversicherungs- und Rentensystem. Doch nicht überall auf der Welt sind Menschen in solchen Fällen durch den Staat ausreichend gesichert. In Taiwan ist die staatliche Rente beispielsweise eher gering, weshalb Erwachsene sich selbst um die Altersvorsorge kümmern sollten bzw. vielerorts noch auf die Unterstützung durch ihre Kinder hoffen.

Wie der DONAUKURIER jetzt berichtet, ließ sich eine Mutter aus Taiwan von ihren Söhnen, als diese 20 Jahre alt waren, vertraglich versichern, dass sie ihr später 60 Prozent ihres Nettoeinkommens zukommen lassen. Während der eine Sohn zahlte, weigerte sich der andere, woraufhin seine Mutter vor Gericht zog. Das Oberste Gericht gab ihr nun Recht, da der Vertrag im Erwachsenenalter geschlossen wurde und der Sohn als Zahnarzt ausreichend verdiene, um seine Mutter finanziell zu unterstützen.

Foto: weyo – stock.adobe.com
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