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Wissenschaft und Forschung 05.02.2020

Bestätigt: Musik kann Angst bei oralen Eingriffen lindern

Bestätigt: Musik kann Angst bei oralen Eingriffen lindern

Die Musikforschung konnte bereits vielfach die positive Wirkung von Klängen auf den Menschen bestätigen. Eine aktuelle englische Pilotstudie reiht sich in die Liste ein und zeigt, dass Musik im Behandlungszimmer von Zahnarztpraxen ebenso Sinn macht.

Viele Experten sind sich darüber einig: Das einzige, was Musik nicht kann, ist, gar keine Wirkung haben. Dass sie berührt, zum Lachen oder Weinen bringen kann, ist das eine. Aber sie nimmt eben auch nachweislich Einfluss auf physische Parameter wie Blutdruck, Atemfrequenz, Muskelspannung sowie Herzfrequenz und führt so beispielsweise zu Entspannung.

Die im British Dental Journal veröffentlichte Untersuchung berücksichtigte sowohl physische Kenngrößen als auch subjektive Empfindungen der Patienten durch Herzfrequenzmessung und Fragebögen. Den Studienteilnehmern wurde während eines kleinen oralen Eingriffs Instrumentalmusik über Kopfhörer vorgespielt, mit dem Ziel, ihnen die Angst zu nehmen – und genau das wurde auch erreicht.

Die Herzfrequenz der Patienten ging signifikant zurück, sie waren also merklich entspannter. Zudem gaben 92 Prozent der Teilnehmer in den Fragebögen an, dass ihre Angstzustände sowie ihr Schmerzempfinden mit der Musik gesunken seien. Auch die Kommunikation mit dem Praxisteam sei jedem zweiten Patienten dank Musik leichter gefallen. Für die nächste Behandlung wünschen sich neun von zehn wieder musikalische „Untermalung“.

Foto: STUDIO GRAND WEB – stock.adobe.com

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