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Wissenschaft und Forschung 16.03.2017

Führt der Zahnarztbesuch im Kleinkindalter zu mehr Behandlungen?

Die allgemeine Faustregel, Eltern sollten mit ihrem Baby bereits ab dem ersten Zahn zum Zahnarzt gehen, könnte schon bald als nichtig gelten. Ein Studie fand jetzt nämlich heraus, dass Kleinkinder, die schon vor ihrem zweiten Lebensjahr beim Zahnarzt waren, im Verlaufe ihres Lebens weit mehr dentale Behandlungen erhalten.

Für die Studie haben Forscher der University of Alabama at Birmingham die medizinischen Daten von 19.658 Kindern ausgewertet. Davon erhielten knapp 26 Prozent eine zahnmedizinische Behandlung noch vor ihrem zweiten Geburtstag. Diese Kinder hatten im Vergleich deutlich mehr Probleme mit Karies, mussten häufiger den Zahnarzt aufsuchen und die jährlichen Ausgaben für dentale Behandlungen waren ebenfalls deutlich höher. Trotz dieser Ergebnisse lässt sich keine wissenschaftlich belegte Aussage darüber treffen, inwieweit frühkindliche Kontrollbesuche beim Zahnarzt einen Vorteil oder Nachteil bieten, da die Studie, welche im Magazin JAMA Pediatrics veröffentlich wurde, einige wichtige Faktoren nicht mit einbezieht. So wurden die Zahnpflegegewohnheiten der Teilnehmer ebenso außer Acht gelassen wie Informationen darüber, ob die Kinder in einer Gegend mit fluoridiertem Wasser aufwuchsen. Ob der Besuch beim Zahnarzt im Kleinkindalter tatsächlich zu mehr dentalen Behandlungen im Verlauf des Lebens führt, muss in weiteren Studien allerdings noch genauer untersucht werden. 

Quelle: sciencedaily.com

Foto: © Sergey Nivens – Fotolia.com
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