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Wissenschaft und Forschung 11.06.2020

Mit Anti-Aging-Präparaten Parodontitis stoppen?

Mit Anti-Aging-Präparaten Parodontitis stoppen?

Lässt sich das Fortschreiten von Parodontitis hemmen, wenn der orale Alterungsprozess verzögert wird? Diesem neuartigen Ansatz sind Forscher der University of Washington, USA, nachgegangen – mit interessanten Ergebnissen.

Ihrer Untersuchung lag die Hypothese zugrunde, dass Parodontitis eine Erkrankung ist, die direkt mit biologischem Altern korreliert. Anknüpfen wollten sie an ältere Studien, in denen bereits der Alterungsprozess von Mäusen mit Rapamycin deutlich hinausgezögert werden konnte. Rapamycin ist ein Immunsuppressiva, welches unter anderem bei rheumatischen oder Autoimmunerkrankungen sowie nach Transplantationen eingesetzt wird, um eine Organabstoßung zu verhindern.

In ihrer in eLife veröffentlichten Studie verabreichten die Forscher dieses Medikament Mäusen über einen Zeitraum von acht Wochen, die Kontrollgruppe erhielt keine Medikation. Nach diesem Zeitraum wiesen die mit Rapamycin behandelten Mäuse deutlich mehr Knochen auf – augenscheinlich war in der Zeit neuer gewachsen. Darüber hinaus zeigten die Mäuse weniger Zahnfleischentzündungen und das Mikrobiom ähnelte eher dem von gesunden Mäusen, sie hatten also weniger Bakterien, die in der Regel an Entzündungen beteiligt sind.

Weitere Untersuchungen mit Menschen seien nach Angaben der Autoren jedoch nötig, um festzustellen, ob die Positiveffekte im Vergleich zu den Risiken des Arzneimittels überwiegen.

Foto Teaserbild: transurfer – stock.adobe.com

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