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Wissenschaft und Forschung 30.05.2018

Opioide schlechter als NSAID und Paracetamol bei Zahnschmerzen

Opioide schlechter als NSAID und Paracetamol bei Zahnschmerzen

Eine aktuelle US-amerikanische Untersuchung bestätigt: Das beste Mittel gegen Zahnschmerzen sind NSAID in Kombination mit Paracetamol. Der großzügige Umgang mit Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen in den USA steht damit erneut in der Kritik.

Opioide werden seit den 1980er-Jahren bei Tumorpatienten eingesetzt, um ihnen ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Der nächste Schritt war der Einsatz bei chronischen Schmerzpatienten, in den USA begann Opioid zu florieren, wie SWR berichtet. Schließlich hielt der Wirkstoff auch in der Zahnmedizin Einzug. Im Vergleich zu den USA spielen Opioide in Deutschland und weiten Teilen Europas bei der Schmerztherapie – zumindest gegen Zahnschmerzen – kaum eine Rolle, zu Recht, wie eine im Journal of the American Dental Association veröffentlichte Studie nun belegt.

Es handelt sich hierbei um eine Metaanalyse der School of Dental Medicine an der Case Western Reserve University, in der 460 Studien unter die Lupe genommen wurden. Die Untersuchung zeigt, dass NSAID (nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen) sowie Paracetamol als Mittel gegen Zahnschmerzen am effektivsten sind. Eine optimale Wirksamkeit erreichte bei Erwachsenen die Kombination aus 400 Milligramm Ibuprofen und 1.000 Milligramm Paracetamol.

Die Ergebnisse sind eigentlich kein Novum. Allerdings stellt es erneut das übermäßige Verschreiben von Opioiden, wie es in den USA praktiziert wird, infrage.

Foto: irissca – stock.adobe.com
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