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Wissenschaft und Forschung 14.11.2018

Zahnverlust begünstigt Unterernährung bei Erwachsenen

Zahnverlust begünstigt Unterernährung bei Erwachsenen

Eine Querschnittstudie US-amerikanischer Forscher hat einen Zusammenhang zwischen Zahnverlust im Alter und Unterernährung aufgedeckt. So steigt mit abnehmender Zahl der vorhandenen Zähne das Risiko für eine quantitative Mangelernährung.

Verglichen wurden für die Untersuchung Daten von 107 Patienten ab 65 Jahren, die sich zwischen 2015 und 2016 in der Rutgers School of Dental Medicine zahnärztlich behandeln ließen. Parameter für die Studie waren Odontogramm und Röntgenaufnahmen, um den Zahnstatus in Bezug auf fehlende Zähne zu erfassen. Außerdem wurde der sogenannte Self-Mini Nutritional Assessment (Self-MNA) zur Erhebung des Ernährungszustands benutzt. Im Durchschnitt waren die Patienten 72,6 Jahre alt und zu 50,5 Prozent weiblich.

Nach Analyse der Daten kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass 25 Prozent der Patienten unterernährt waren bzw. ein erhöhtes Unterernährungsrisiko hatten. Dieses erhöhte sich signifikant ab einem Verlust von zehn bis 19 Zähnen. Zudem wiesen die unterernährten Patienten öfter Krankheiten wie Demenz oder Depressionen auf.

Den genauen Zusammenhang zwischen Zahnverlust und Unterernährung konnten die Forscher anhand der Daten nicht identifizieren, dies müssten weitere Studien zum Thema herausfinden.

Foto: JoyImage – stock.adobe.com
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