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Finanzen 08.04.2015

Controlling vs. Bauchgefühl – Zahnärzte brauchen beides

Controlling vs. Bauchgefühl – Zahnärzte brauchen beides

Bei der Behandlung der Patienten basiert die zahnärztliche Entscheidung auf einer fundierten Diagnose. Unternehmerische Entscheidungen trifft der Zahnarzt hingegen meist aus dem Bauch heraus. Als Inhaber einer zukunftsorientierten Zahnarztpraxis ist der Zahnarzt jedoch auch Unternehmer. Deshalb wird es immer wichtiger, die eigenen Praxiszahlen jederzeit im Blick zu haben und diese für die Praxissteuerung zu nutzen. Mit einem einfachen und zahnarztspezifischen Controlling zum guten Bauchgefühl! Wir zeigen Ihnen wie das geht ...

Ein guter Unternehmer hat ein Gefühl dafür, wo sein Unternehmen steht und wie sich die wirtschaftliche Situation seiner Firma entwickelt – mit steigender Erfahrung oft in einem erstaunlich hohen Maße. Dieses „Bauchgefühl“ ist aber immer ungenau und manchmal auch trügerisch. Um keine falschen Entscheidungen zu treffen und auch in steuerlicher Hinsicht bösen Überraschungen vorzubeugen, ist ein zahlenbasiertes Controlling unumgänglich. Die Grundlagen hierfür liefert die betriebliche Finanzbuchhaltung. Ein Zahnarzt, der für seine Praxis ein Controlling aufbauen möchte, sollte sich zunächst an einigen Schlüsselfragen orientieren:

Steigt der steuerliche Jahresüberschuss?

Steigen in der Praxis die Honorareinnahmen, führt dies nicht automatisch auch zu einer Steigerung des steuerlichen Jahresüberschusses. Die Kosten der „modernen“ Praxis steigen häufig schneller als die Einnahmen. Deshalb empfehlen wir, mindestens einmal jährlich ein Kostenscreening durchzuführen, damit vermeidbare Ausgaben erkannt und zukünftig gesenkt werden können. Periodenvergleiche der BWA helfen, die Entwicklung der Einnahmen, der Ausgaben und des Gewinns im Zeitablauf zu verfolgen und zu vergleichen. Beim steuerlichen Jahresüberschuss hört es jedoch nicht auf! Vergessen Sie nicht, eine regelmäßige Liquiditätsrechnung und -planung für Ihre Praxis sowie im privaten Bereich durchzuführen, um zukünftige Investitionsentscheidungen sicherer treffen zu können.

Wie hoch ist die Rentabilität?

Die absoluten Zahlen in der BWA erlauben zwar eine Interpretation des Praxiserfolges, sie eignen sich jedoch weder für einen internen noch für einen externen Praxisvergleich. Um eine Vergleichsbasis zu schaffen, ist es sinnvoll, Kennzahlen zu bilden. Die schnellste und am einfachsten zu ermittelnde Kennzahl ist die Gesamteinnahmen-rentabilität. Diese Kennzahl zeigt den prozentualen Anteil des Gewinns an den Gesamteinnahmen. Für den Vergleich mit anderen Praxen sollten die Gesamteinnahmen vor der Berechnung um die Fremdlaborkosten reduziert werden. Die Rentabilität ist ein guter Vergleichsmaßstab, kann jedoch nicht isoliert vom absoluten Gewinn betrachtet werden.

Wie hoch sind die Kostenkennzahlen?

Um einschätzen zu können, ob die eigene Kostenstruktur in einer gesunden Relation zu den Einnahmen steht, empfehlen wir die Bildung von Kostenkennzahlen. Hierfür werden die einzelnen Kostenpositionen (z.B. Materialkosten, Raumkosten, Gerätekosten) in Relation zu den Gesamteinnahmen gesetzt. Bei dieser Betrachtung sollte ebenfalls eine Bereinigung um die Fremdlaborkosten vorgenommen werden. Bei der Analyse der Praxiszahlen ist es stets wichtig, Abweichungen hinsichtlich der eigenen Zahlen sowie der Zahlen von Vergleichspraxen zu erkennen und zu hinterfragen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, die komplexen Praxisstrukturen mithilfe einer Profitcenterrechnung zu analysieren. Insbesondere in großen Praxen ist es notwendig, den Erfolg der einzelnen Standorte, Praxisbereiche und Leistungserbringer zu kennen. Sobald zu diesen Fragestellungen zahlenbasierte Informationen vorliegen, können unternehmerische Entscheidungen, basierend auf der aktuellen Entwicklung, zukunftssicher getroffen werden. Leider wird bei diesen Berechnungen häufig ein aufwendiger und komplexer Sachverhalt vermutet. Dies ist jedoch nicht notwendigerweise der Fall. Vor allem dann nicht, wenn auf geeignete Software zurückgegriffen werden kann, die alle notwendigen Informationen detailliert und selbsterklärend zur Verfügung stellt. Moderne Programme bedienen sich grafischer Darstellungen, um Abweichungen und Bezugsgrößen nachvollziehbar aufzubereiten und zu visualisieren. Ein solches Tool stellt die Firma FIBU-doc Praxismanagement GmbH auf der IDS in Köln vor. Control-doc ist ein intelligentes Onlinecontrolling für die zukunftsorientierte Zahnarztpraxis. Auf dieser Internetplattform lernen Sie, Ihre Zahlen zu verstehen und den Erfolg Ihrer Praxis mithilfe eines Ampelsystems und einem differenzierten Benchmarking einzuschätzen.

Kontakt:

FIBU-doc Praxismanagement GmbH

Tel.: 06126 50191-0

www.fibu-doc.de

Autorin: Diana C. Brendel

Foto: © zagandesign - Fotolia
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