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Psychologie 18.01.2018

(Selbst-)Motivation macht erfolgREICH

Marc M. Galal
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(Selbst-)Motivation macht erfolgREICH

Marc M. Galal gibt mithilfe von Walt Disney Tipps zur Selbstmotivation.

Das Lustige Taschenbuch von Walt Disney feiert dieser Tage 50. Geburtstag. Mit fast 500 Bänden eine echte Erfolgsgeschichte. Jeder kennt es, und viele lieben es. Ob Jung oder Alt, ob Kind oder Erwachsener, ob zum Lesen oder Vorlesen – Die Geschichten rund um Dagobert, Donald, die Panzerknacker, Tick, Trick und Track haben sich erfolgreich in unsere Herzen gebrannt. Kaum vorzustellen, dass Walt Disney einst von einem Zeitungsredakteur gefeuert wurde, weil er in dessen Augen zu wenig Vorstellungskraft und Ideen mitbrachte. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte er aufgegeben, oder? Walt Disney selbst ließ sich nicht entmutigen und zog mit viel Motivation sein Ding durch. Mit durchschlagendem Erfolg: Das Lustige Taschenbuch ist schließlich nur ein geringer Teil des heutigen Disney-Imperiums.

Tu, was du liebst, …

Disney machte seine Passion zum Beruf. Ein Traum! Und irgendwie auch keiner! Oder? Denn eigentlich sollte doch jeder den Anspruch an sich selbst haben, genau den Job auszuüben, genau das Leben zu leben, das er oder sie eben gerne möchte. Der Alltag im Dentallabor zeigt oft ein anderes Bild als das von Donald Duck aus dem Lustigen Taschenbuch. Er ist der Meinung: „Ein Job ist, wenn man etwas tut, was man hasst, damit man die Dinge bezahlen kann, die man nicht hasst!“ Erfahrungsgemäß arbeiten in Dentallaboren tatsächlich viele, die ihr Handwerk rund um die Zahntechnik lieben. Allerdings gibt es bestimmt auch den ein oder anderen Mitarbeiter bzw. Chef, der bei diesem Zitat gerade geschmunzelt oder sogar zustimmend genickt hat.

… damit du liebst, was du tust!

Eine Frage, die sich jeder von uns regelmäßig stellen darf und sollte, lautet: „Ist das, was ich täglich tue, das Richtige für mich? Macht es mir Spaß, erfüllt es mich, ist es Leidenschaft und mehr als ein Beruf, ist es meine Berufung?“ Ist es das nicht, sondern eher eine Last und Quälerei, müssen wir uns auf die Suche zurück zur Motivation machen. Warum haben wir den Job ursprünglich einmal gewählt? Was hat uns damals begeistert, dass wir unbedingt Zahntechniker werden wollten? Indem wir uns auf unsere Ziele und Träume besinnen, finden wir das „Warum“ wieder. Das „Warum“, das uns morgens beschwingt aus dem Bett kommen lässt und mit voller Power antreibt. Denn wer liebt, was er tut, wird nie wieder in seinem Leben arbeiten!

Glück und Zufriedenheit sind Grundsteine für Erfolg

Wenn das „Warum“ hingegen absolut und unwiederbringlich verloren gegangen ist, ist es an der Zeit, sich eine neue Berufung zu suchen. Jeder sollte sich ganz individuell fragen: Was gefällt mir? Was sind meine Hobbys? Kann man damit Geld verdienen? Was ist mein Ziel und, wie kann ich es erreichen? Schon Oscar Wilde wusste: „Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg.“ Das Berufsverständnis unseres geliebten Donald Duck sollten wir uns dabei natürlich eher nicht zum Vorbild nehmen. Aber mal ehrlich, wenn in Entenhausen immer alles glatt laufen würde und alle zufrieden wären, wäre es ja ziemlich langweilig. Im echten Leben jedoch sollten wir ganz für uns selbst entscheiden, was uns glücklich und zufrieden macht. Die folgenden sieben Tipps helfen dabei, den Weg hin zu mehr Erfolg, Glück und Zufriedenheit, eben einem rundum erfolgREICHEN Leben, zielstrebig zu gehen:

1. Eine Vision haben

Wer nicht nur kurzfristig am Erfolg nippen will, sondern sein ganzes Leben erfolgREICH führen und sein möchte, muss eine ganz klare Vision vor Augen haben – ein „Big Picture“. Wir müssen unsere Vision sehen und fühlen können, mit jeder Faser des Körpers uns in unser eigenes Big Picture verlieben. Alles, was wir mit wahrer Leidenschaft verfolgen, ist keine Arbeit mehr, sondern Berufung. Unsere Gedanken und Emotionen müssen also für unser ganz persönliches, individuelles Big Picture, unsere Vision, brennen.

2. Schmerz und Freude

Schmerz und Freude, oft auch aus dem Englischen übertragen „Pain and Pleasure“, sind zwei der größten Motivationsknöpfe. Warum? Weil wir Dinge aus zweierlei Motivation unternehmen: einerseits, um Schmerzen und Ängste zu vermeiden (Pain). Oder andererseits, um Freude zu erhalten (Pleasure). Werden wir uns bewusst, welchen Preis wir zahlen, wenn wir nicht Vollgas geben und welchen Preis wir im Umkehrschluss erhalten, wenn wir wirklich Gas geben. Das motiviert und treibt an, fördert Aktivismus. Weg vom Schmerz, hin zur Freude!

3. Probleme sind Chancen

Wir wachsen mit den Herausforderungen, die wir meistern. Je mehr Herausforderungen Menschen gemeistert haben, desto stärker wird deren Persönlichkeit, desto „stabiler“ werden sie. Probleme als Chancen anzusehen, als Möglichkeit, seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln, ist eine Lebensphilosophie – ein Gefühl, das uns heute und zukünftig besser macht.

4. Autosuggestionen

Es mag verrückt klingen, aber ein oft unterschätztes Mittel zur erfolgreichen Selbstmotivation sind Autosuggestionen. Dabei generieren wir in unserem Kopf eine Art „hängende Schallplatte“, die wiederum unterbewusst unser Denken und damit unsere Motivation, unser Selbstbild verändert. Mit rund 60.000 Gedanken am Tag ist unser Gehirn ein echter Hochleistungssportler. Autosuggestionen sind letztlich eine unbewusste Programmierung dieses Hochleistungssportlers und damit unseres eigenen Zustands sowie unserer Fokussierung.

5. An sich selbst glauben

Glauben wir an uns selbst, an das, was wir können, und lassen diesen Glauben von niemandem erschüttern, macht uns das wahrlich stark. Wer an sich glaubt, erntet Ergebnisse. Und Ergebnisse erhöhen wiederum den eigenen Selbstwert. Egal, was andere sagen, egal, ob manches noch nicht perfekt klappt: Jeder kann etwas erreichen! Egal, wo er heute steht. Die Devise: Glauben UND Machen!

6. Den Blick immer nach vorne richten

Wer voll eingespannt ist, hat gar keine Zeit über Vergangenes zu jammern oder zu sinnieren. Ein straffer Terminplan hilft, schlechtere Erfahrungen durch Neues wettzumachen und keine Gedanken mehr daran zu verschwenden: The show must go on!

7. Kein Kopfkino – einfach machen!

Um dauerhaft motiviert und damit erfolgREICH sein zu können, müssen wir unser Kopfkino manchmal einfach abschalten. Wie das geht? Nach dem Motto „Tu es einfach!“ Wir legen uns dazu einen eigenen Plan an und ziehen diesen strikt und möglichst ohne Umwege durch. Umsetzen, umsetzen, umsetzen, umsetzen … Wer seinen Weg geht, kann dabei auch hinfallen, solange er anschließend sofort wieder aufsteht und weiterläuft. Kein Kopfkino also, sondern einfach machen!

Niemand ist erfolgREICH geboren – auch wenn wir und unser Gewissen uns das als Entschuldigung für nicht erreichte Ziele manchmal gerne einreden möchten. Trainieren wir also beharrlich unsere Motivation und damit unsere Soft Skills, wie Disziplin, Ehrgeiz und Willensstärke, schlagen wir fast automatisch einen erfolgREICHen Weg im Dentallabor und/oder als Zahntechniker ein. Und schreiben unsere ganz eigene Geschichte à la Walt Disney, der seine Passion zum Beruf machte, bis heute in seinem Werk weiterlebt und dadurch Freude pur verbreitet.

Der Beitrag ist in der ZT Zahntechnik Zeitung 1/2018 erschienen.

Foto: Marek – stock.adobe.com
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