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Qualitätsmanagement 17.12.2013

Alles vernetzt – von Anfang an

Alles vernetzt – von Anfang an

Die Digitalisierung und Vernetzung in der Zahnarztpraxis eröffnet auch für das Hygiene- und Qualitätsmanagement neue Möglichkeiten. Oftmals wird jedoch bei der Planung des Praxisnetzwerkes und des zukünftigen Workflows das Hygiene- und Qualitätsmanagement vernachlässigt. Eine optimale Planung der Installationen und Abläufe bringt nicht nur rechtliche und betriebswirtschaftliche Vorteile, vielmehr profitiert davon auch das gesamte Praxisteam.

Um typische Problemstellen und Unklarheiten im Praxisalltag zu vermeiden und den gesamten administrativen Aufwand für das Hygiene- und Qualitätsmanagement deutlich zu verringern, ist das Bedenken und Abwägen wesentlicher Planungsaspekte wichtig. Die nachfolgende Checkliste für Praxisneugründer und -modernisierer soll diese Aspekte kurz vorführen.

Hygiene-Räume in das Praxisnetzwerk einbinden

Die Vernetzung des Steriraums wird bei der Praxisplanung noch viel zu oft vergessen, insbesondere wenn die vorhandenen Geräte zunächst nicht in das Praxisnetzwerk eingebunden werden. Eine Vernetzung der Räume von Anfang an kostet weitaus weniger als eine nachträgliche Verkabelung und ermöglicht die problemlose Einbindung neuer Hygienegeräte an das Praxisnetzwerk. Wenn die Geräte zudem bei Bedarf an das Internet angebunden werden können, ist bei Softwareproblemen eine schnelle und kostengünstige Fernwartung möglich.

Hygiene-Management realistisch kalkulieren

Die Investitionskosten für Software und Barcode-Scanner müssen immer in Relation zu der eingesparten Zeit gesehen werden. Eine Hygienesoftware vereinfacht merklich die Dokumentation sämtlicher Hygieneverfahren, wie Vorreinigung, Desinfektion, Verpackung und Sterilisation in Ihrer Praxis. Die Fehlerquote wird extrem reduziert, zugleich ist die rechtssichere Dokumentation aller Prozesse gewährleistet – von der nur wenige Sekunden dauernden digitalen Chargen- und Prozessdokumentation bis Rückverfolgbarkeit mit patientenbezogenem Nachweis.

Aufwand für Gerätemanagement nicht unterschätzen

Die Kontrolle und Dokumentation von technischen Prüfungen, Wartungen, Validierung, Geräte-Checks, Aufgaben, Ereignissen, Einweisungen, Formularen und Instandhaltung ist ein unterschätzter Zeitfresser im Praxisalltag. Eine passende Software kann alle relevanten Aspekte des Gerätemanagements abbilden und verhilft auch hier zu mehr Effizienz und Rechtssicherheit.

Beim Dokumentenmanagement langfristig denken

Auch beim Dokumentenmanagement gilt: Nur effiziente Prozesse sind langfristig wirtschaftlich. Aus rechtlicher Sicht sind eine manipulationssichere Verschlüsselung und die revisionssichere Archivierung aller Unterlagen geboten. Eine QM-Software sollte auf GBA-Richtlinien basieren und auch den Weg zu einer späteren externen Zertifizierung der Praxis nach DIN ISO 9001 offenhalten.

Virtuellen Virenschutz nicht vergessen

Der Einsatz von Netzwerken und die Anbindung an das Internet birgt auch das Risiko einer „Infektion“ mit Computerviren. Durch professionelle Beratung können die Risiken aber auf ein vertretbares Maß reduziert werden. Es ist daher ratsam, die Einrichtung des Netzwerkes und die Installation der Software in die Hände eines Fachmanns zu legen.

Fazit

Bei der Praxisplanung müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, damit die Vorteile der Digitalisierung auch im Hygiene- und Qualitätsmanagement voll zur Geltung kommen. Zugleich muss die Planung sowohl den gesetzlichen und behördlichen Vorgaben genügen als auch den Anforderungen für effiziente und individuell passende Prozesse. Es ist daher empfehlenswert, schon frühzeitig und somit bei der Planung von neuen Praxisräumen, Praxishygiene und QM mit zu bedenken. Um sicherzustellen, dass alle Hygiene- und QM-Aspekte optimal umgesetzt sind, sollte die effektive und professionelle Zusammenarbeit mit einem Fachmann gesucht werden.

Autor: Otto Wiechert

Foto: © contrastwerkstatt - Fotolia.com
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