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Recht 25.02.2021

Das gilt für Schwangere in der COVID-19-Pandemie

Das gilt für Schwangere in der COVID-19-Pandemie

Foto: Panupat – stock.adobe.com

Längerer Lockdown und weitere Verschärfungen. In Büros mit Parteienverkehr, öffentlichen Verkehrsmitteln und im Handel sind zur Zeit FFP2-Masken verpflichtend. Sie gelten als wirksameres Mittel zum Schutz gegen das Coronavirus als Stoff- oder OP-Masken. Gerade Arbeitnehmer haben dabei viele Regeln zu beachten – besondere Vorsicht gilt bei werdenden Müttern. Sie sind von der FFP2-Maskenpflicht befreit. Aber auch sonst sind für sie andere Regeln anzuwenden. „Für schwangere Arbeitnehmerinnen müssen im Betrieb erhöhte Schutzmaßnahmen getroffen werden. Es gilt sie vor Ansteckung zu schützen. Die Schutzmaßnahmen dazu werden laufend konkretisiert, sind aber für die einzelnen Branchen unterschiedlich“, erläutert AK-Sozialrechtsexpertin Mag. Brigitte Ohr.

Zwei statt einem Meter Abstand müssen ab sofort auch Schwangere einhalten. Doch sonst gelten für sie andere Regeln. Werdende Mütter sind aus der Verpflichtung, FFP2-Masken zu tragen, generell ausgenommen. „Laut Arbeitsinspektorat ist das Tragen von Schutzmasken FFP2 oder FFP 3, aber auch FFP1 nicht zulässig. Diese Masken erschweren die Atmung und sind daher für Schwangere verboten“, informiert AK-Sozialrechtsexpertin Mag. Brigitte Ohr. Damit müssen Schwangere mit Kundenkontakt einen Ersatzarbeitsplatz erhalten oder freigestellt werden.

Konkret: Schwangere in körpernahen Dienstleistungen wie Friseur,- Massage- und Kosmetikbetrieben oder in Kinderbetreuungseinrichtungen dürfen ab Beginn der 14. Schwangerschaftswoche nicht zu Tätigkeiten herangezogen werden, in denen ein physischer Körperkontakt zu anderen Menschen besteht. Ohr: „Sollten die Arbeitsbedingungen nicht so verändert werden können, dass kein Körperkontakt mehr besteht oder die Tätigkeit im Homeoffice erbracht werden kann, müssen Schwangere bis zum Beginn des Mutterschutzes bei vollen Bezügen freigestellt werden. Der Arbeitgeber bekommt die Kosten dieser Freistellung vom Bund ersetzt.“

In Branchen, in denen eine COVID-19-Testung innerhalb von sieben Tagen oder alternativ das Tragen einer FFP2-Maske vorgesehen ist, bleibt für die schwangeren Arbeitnehmerinnen ohne Kundenkontakt nur die Testung. Wird die werdende Mutter in Branchen mit Kundenkontakt auf einen Ersatzarbeitsplatz eingesetzt, ist dafür zum Betreten des Betriebs eine Testung verpflichtend. Wird die Schwangere mangels Ersatzarbeitsplatz freigestellt, bedarf es folglich keiner Testung.

Quelle: AK Burgenland

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