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Statements 10.06.2020

Das zweite Halbjahr wird wegweisend sein!

Dr. Georg Bach
Dr. Georg Bach
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Das zweite Halbjahr wird wegweisend sein!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Verwerfungen, die das erste Halbjahr 2020 bereits jetzt ausgelöst hat, werden auch uns in der Zahnmedizin für lange Zeit begleiten. Wie in vielen Krisen gibt es neben den erheblichen wirtschaftlichen Schäden und strukturellen Verwerfungen auch immer Chancen oder zumindest positive Seiten. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir Zahnärzte gemeinsam mit unseren Teams alles daransetzen, wieder einen geregelten Praxisbetrieb aufzubauen und unsere Patienten in die zahnmedizinische Betreuung zurückzuholen – das alles natürlich unter den gebotenen Maßnahmen eines effektiven Infektionsschutzes in den Praxen.

Es ist in den vergangenen Wochen nämlich sehr klar hervorgetreten, dass die Zahnmedizin einen eindeutigen Gesundheitsauftrag gegenüber der Bevölkerung hat. Kein anderer medizinischer Sektor betreut die Bevölkerung in ihrer vielfältigen Zusammensetzung so regelmäßig wie die Zahnärzte in den Kliniken und niedergelassenen Praxen dieses Landes. Risikogruppen, Alte und Junge, chronisch Kranke und Notfälle werden im deutschen Gesundheitssystem verlässlich und auf allerhöchstem Niveau zahnmedizinisch versorgt. Denn die Mundgesundheit ist von entscheidender Bedeutung, wenn es um den allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten geht. Nicht (rechtzeitig) behandelte Entzündungen in der Mundhöhle, Prothesendruckstellen, Karies, Parodontalerkrankungen u. dgl. können nicht nur lokale Einschränkungen im Kauapparat hervorrufen, sondern Schädigungen im ganzen Körper verursachen.

Der Implantologie kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu: keine andere zahnmedizinische Therapie kann so differenziert und individuell auf die Patienten abgestimmte Rehabilitationsmaßnahmen ansetzen, wie die Implantologie mit ihren vielfältigen prothetischen Möglichkeiten und chirurgischen Protokollen – und das über nahezu alle Altersgruppen hinweg. Die medizinische Notwendigkeit und Wirksamkeit der kaufunktionellen Rehabilitation auch bei Risikopatienten mittels Implantattherapie steht mittlerweile außer Frage. Dieses Selbstverständnis sollte uns Implantologen Mut machen, auch in diesen herausfordernden Zeiten unseren Patienten über die bestmöglichen Therapieoptionen aufzuklären.

Damit wir immer auf dem neuesten Stand bleiben, sind Fortbildungsmöglichkeiten unerlässlich. Wir, die Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V. (DGZI), setzen auf einen sinnvollen Dreiklang aus Online-Fort- und -Weiterbildung (siehe unsere E-Learning-Module der DGZI-Curricula oder die CME-Inhalte aus unserem Implantologie Journal), dem Studium von Fachliteratur wie dem Implantologie Journal selbst sowie Präsenzveranstaltungen. Bei Letzterem sei mir gestattet, zu erwähnen, dass neben den DGZI-Curricula unsere Hoffnung vor allem auf dem diesjährigen Internationalen Jahreskongress der DGZI in Bremen am 6. und 7. November ruht. Es ist der Jubiläumskongress zum 50-jährigen Bestehen der DGZI.

Das zweite Halbjahr wird im Hinblick auf die Krisenbewältigung wegweisend – auch für die implantologische Fortbildungslandschaft

Ihr Dr. Georg Bach

Das Editorial ist im Implantologie Journal erschienen.

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