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Statements 02.10.2013

Digitale Zahnästhetik – Vision und Wirklichkeit

Digitale Zahnästhetik – Vision und Wirklichkeit

Es gibt keinen Zweifel: Unsere Arbeitswelt unterliegt einem grundlegenden Wandel, von dem auch die Zahnmedizin nicht unberührt bleibt. Therapiemöglichkeiten und deren Wege scheinen sich in immer kürzeren Abständen zu verändern, und vielversprechende Herstellerinformationen machen es dem Praktiker zunehmend schwieriger, den Überblick in der „digitalen Zahnmedizin“ zu halten.

Wir erleben modifizierte Präparationsregeln für digital hergestellte Restaurationen aus Vollkeramik; Anleitungen zur digitalen Farbnahme; Techniken zur computergestützten Kieferrelationsbestimmung sowie CAD/CAM-Abutments und chirurgische Navigationsverfahren in der Implantologie. Viele CAD/CAM-Systeme werden kommen und auch wieder gehen. Nur einige wenige werden sich dauerhaft etablieren. Derzeit besteht am meisten Bedarf, die bestehende „Lücke“ im digitalen Workflow durch eine volldigitale Abformung zu schließen. Intraorales Scannen wird sich jedoch nur dann etablieren, wenn es universell und für alle prothetischen Indikationen am Behandlungsstuhl einsetzbar ist. Das grundlegende Ziel der Digitalisierung sollte eine erhöhte Planungssicherheit für den Behandler sowie eine verbesserte Behandlungsqualität für den Patienten sein.

Dazu gehört auch die Anmutung und Ästhetik des Gesamtergebnisses. Und doch wird in Zukunft trotz aller verfügbarer computerbasierter Technik und Technologie die soziale Kompetenz des gesamten Behandlerteams erfolgsentscheidend sein. Soziale Kompetenz heißt kommunikative Kompetenz mit dem Patienten und untereinander im Team. Neben dem technischen Know-how in Praxis und Labor bedarf es der individuellen Abwägung und Interpretation zur Realisierung von funktionstüchtigen und schönen Zähnen. Diese Eigenschaften sind zutiefst humane Sinne, die der Einfühlungskraft und der virtuosen Umsetzung „wirklich“ existierender Menschen bedürfen. Der Mensch steht im Mittelpunkt – und zwar diesseits und jenseits des zahnärztlichen Behandlungsstuhls!

„Der Mensch ist eine Sonne. Seine Sinne sind seine Planeten.“ Novalis (1772–1801)

Herzlichst,

Ihr Dr. Peter Gehrke

Foto: © krishnacreations – Fotolia.com
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