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Statements 19.08.2013

Zahnarzt und Zahntechniker müssen intensiver zusammenarbeiten

Zahnarzt und Zahntechniker müssen intensiver zusammenarbeiten

3-D-Diagnostik, computerbasierte Planung, CAD/CAM-Technologie für die Suprakonstruktionen und neue Materialien sorgen dafür, dass in der Implantologie die klinische und zahntechnische Seite immer weiter zu einem durchgehenden Arbeitsablauf zusammenwachsen.

Um in diesem Workflow patientenorientierte Lösungen für den implantatgetragenen Zahnersatz zu planen und umzusetzen, besteht aus meiner Sicht die dringende Notwendigkeit, das zahntechnische Handwerk zukünftig intensiver mit in die Behandlungsplanung und -umsetzung einzubeziehen. Wer heute als Implantologe für seine Patienten sichere und dauerhafte Behandlungserfolge erzielen will, der sollte bereit sein für die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit „seinem“ Zahntechniker. Denn ohne den jeweils anderen können wir unser Ziel nicht erreichen: Den Patient mit der implantolo­gischen Versorgung funktional wie ästhetisch wieder­herzustellen. Mit einer Vielzahl von Therapiekonzepten – mit verschiedenen Belastungsprotokollen – können wir vielen Patientenwünschen gerecht werden. Machbar sind verschiedene Lösungen von günstig bis hochpreisig.

In der DGOI empfehlen wir schon seit einigen Jahren, den Zahntechniker mit seiner Erfahrung und seinem Fachwissen stärker in den Therapieverlauf einzubinden. In der Planungsphase kann seine Sichtweise hilfreich sein, um das implantologische Konzept patientenorientiert zu planen und umzusetzen. Dabei sollten wir uns auch darüber im Klaren sein: Ein kompetenter und hoch qualifizierter Zahntechniker ist weder unser Erfüllungsgehilfe noch ist seine Leistung im Planungsprozess ein selbstverständlicher Service.

Um den Teamgeist von Zahnarzt und Zahntechniker geht es auch bei unserem diesjährigen Internationalen Jahreskongress vom 19. bis 21. September in München, den wir gemeinsam mit dem Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) veranstalten. Das Leitthema lautet „Implantologie – Technik & Medizin“. Am Samstag rücken wir die Bedeutung der modernen Zahntechnik für das chirurgische und prothetische Vorgehen in der Implantologie in den Fokus des Mainpodiums. Spannend wird es, weil wir die Themen nacheinander aus zahnärztlicher und zahntechnischer Sicht beleuchten, sodass wir die Heran- und Vorgehensweise aus der jeweils anderen Perspektive kennenlernen.

Wichtig für eine erfolgreiche Teamarbeit ist ge­genseitiger Respekt. So pflegen wir in unserer Fachgesellschaft das freundschaftliche Mitein­ander, geprägt vom fachlichen Austausch auf Augenhöhe. Damit sich die Techniker in unserer Gemeinschaft als gleichwertige Partner im implantologischen Team fühlen können, sind sie in der DGOI als Mitglieder gleichgestellt. Denn wir sollten gemeinsam lernen, gerade im Hinblick auf die Zukunft und den durchgehenden digitalen Workflow von der Diagnostik und Planung bis zur Fertigung der Prothetik.

Foto: © Georg Bayer
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