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Branchenmeldungen 16.11.2017

3. Fachtag Implantologie von Dentaurum – ein voller Erfolg!

3. Fachtag Implantologie von Dentaurum – ein voller Erfolg!

Spannende Diskussion am Anatomischen Institut der Universität Bonn

Der Themenmix aus aktuellen und praxisbezogenen Vorträgen machte auch den dritten Fachtag Implantologie von Dentaurum zu einem Erfolg. Die Vorträge hochkarätiger und namhafter Referenten begeisterten mehr als 120 Teilnehmer.               

Erfahrungsaustausch auf hohem Niveau

PD Dr. Friedhelm Heinemann aus Morsbach begrüßte am Morgen die Teilnehmer im Hörsaal des Anatomischen Institutes der Universität Bonn. Nach über 36 Jahren Fortbildungserfahrung sei er immer noch fortbildungsaffin, so begann  Prof. Dr. Dr. Rudolf H. Reich von der Universität Bonn seinen Vortrag über die Prinzipien der Augmentation. „Wie können wir Angiogenese fördern?“, „Was können Knochenersatzmaterialien leisten?“ und „Wo steht die Evidence Based Medicine?“ waren nur einige aktuelle Fragestellungen, die in diesem Vortrag fachkundlich diskutiert wurden.

Anschließend stellte Dr. Daniel Schulz, Henstedt-Ulzburg seine Langzeiterfahrungen mit dem tioLogic® Implantatsystem – 10 Jahre tioLogic® vor. Seine Anwenderüberzeugung resultiert nicht nur aus der Implantatgestaltung. So sei mitunter „das krestale Feingewinde heutzutage unerlässlich“. „Die FEM-Analyse ist eine Gewährleistung dafür, was der Knochen mag“, so Dr. Daniel Schulz weiter. Während seiner Anwenderzeit gab es weder Implantat- noch Abutmentbruch und keine Schraubenlockerung. Im Folgevortrag berichtete Dr. Daniel Schulz von „Möglichkeiten und Stellenwert der Weichgewebschirurgie in der Implantologie“. Anhand zahlreicher Fallbeispiele und eines Videos zeigte er unter anderem Tipps und Tricks zum Thema Schleimhauttransplantation und Bindegewebsentnahme auf: „Es gibt viele Situationen, in denen das Bindegewebe ausreichend ist und diesem als Faktor für den Langzeiterfolg viel zu wenig Bedeutung beigemessen wird.“

„Ein großes Kompliment für die Ausrichtung der Fachtage von Dentaurum“, so leitete Dr. Gernot Mörig, Düsseldorf, seinen emotionalen und fesselnden Vortrag über das „tissue management concept“ ein. Der atraumatische Erhalt tief frakturierter Zähne und der Erhalt der bukkalen Knochenwand nach Extraktion – ohne Fremdmaterialien – seien als Kernthemen dieses Vortrages genannt. Er verfolge einen völlig anderen Gedankenansatz im Vergleich zu den am Morgen gehörten Vorträgen, so Mörig. „Mit Zugkräften Knochen regenerieren, die Verwendung von normalem, natürlichem, eigenem Knochen: Denken Sie biologisch!“ ist nur eine Aussage seines Vortrages, der durch viele Fallbeispiele veranschaulicht wurde.

Dr. Stephan Kressin aus Berlin stellte aktuelle Themen aus dem Bereich Paradontologie und Implantologie unter dem Motto „Was geht und was bleibt?“ vor. Was geht, sind seiner Meinung nach unter anderem die Laserbehandlung nach derzeitigem Standard, die lokale Antibiotikatherapie und die aufwändigen GTR- und Augmentationsmaßnahmen an infizierten Implantaten. Es bleiben die effektive Mundhygiene, Gen-Tests zum Auffinden besonders gefährdeter Patienten und der Einsatz von Glycerin-basierten Pulverstrahlgeräten für die Therapie und UPT. Ein besonderer Fan sei er von der Implantoplastik.

Dem Thema „Digitale Zahnmedizin in der chirurgischen und prothetischen Implantologie“ widmete sich Prof. Dr. Dr. Norbert Enkling aus Kreuztal-Eichen. Er stellte zahlreiche aktuelle Möglichkeiten der digitalen Zahnheilkunde vor. Die Themen Guided Surgery – Präzision manuell vs. pilot drill vs. fully guided und die konventionelle vs. digitale Abformung wurden unter Zuhilfenahme zahlreicher Studienergebnisse wissenschaftlich diskutiert. Die Fehlerquellen der einzelnen Methoden wurden präsentiert und verglichen. Im Zuge der digitalen Abformung erfolgte eine Vorstellung der Intraoralscanner und deren Funktionsweise – von der Triangulation, über konfokale 2D Bilder bis hin zur Stereophotogrammetrie. Den Teilnehmern wurde die Message „Die CAD/CAM Zahntechnik ist in der modernen Implantat-Prothetik unverzichtbar, wobei der Intraoralscanner hier noch keine unverzichtbare Rolle einnimmt“ mit auf den Weg gegeben.

PD Dr. Friedhelm Heinemann ließ den Tag noch einmal Revue passieren und verabschiedete die Teilnehmer unter großem Beifall. Viele nahmen die Gelegenheit wahr und reservierten gleich vor Ort einen Platz für den 4. Fachtag Implantologie Bonn, der am 17. November 2018 stattfindet.

Quelle: Dentaurum

Foto: Dentaurum
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