Branchenmeldungen 07.04.2020

Dreimal durchgefallen: Schadstoffe in Beißringen gefunden

Dreimal durchgefallen: Schadstoffe in Beißringen gefunden

Beißringe sind prinzipiell eine gutes Mittel, um Babys das meist schmerzhafte Zahnen zu erleichtern oder zumindest das Bedürfnis nach Kauen und Kühlen zu stillen. Wie der aktuelle ÖKO-TEST jedoch zeigt, ist von einigen Produkten definitiv abzuraten.

Insgesamt hatte ÖKO-TEST 20 Beißringe verschiedenster Materialien – darunter Naturkautschuk, Kunststoff, Holz, Textil und Silikon – unter die Lupe genommen. Das Preisniveau lag zwischen 1,35 Euro und knapp 18 Euro. Die gute Nachricht: Elf der getesteten Zahnungshilfen erhielten ein „sehr gut“. Darunter waren unter anderem der aus Buchenholz gefertigte Greifling/Beißring von Elfie (16,95 Euro), der Mini Steps Baliba Lieblingsball von Ravensburger aus Silikon (4,94 Euro) oder auch der Bio-Beißring „Elefant“ von Grünspecht aus Naturkautschuk für 6,99 Euro.

Den Praxistest, bei dem Belastungsproben bezüglich Verletzungsrisiko, Stabilität, Kleinteile usw. durchgeführt wurden, haben alle Zahnungshilfen bestanden. Allerdings wurden in knapp der Hälfte der Beißringe, nämlich in neun Produkten, Schadstoffe ausfindig gemacht, die im Verdacht stehen, karzinogen zu sein. Drei Produkte fielen gänzlich durch, da sie auffällige Konzentrationen dieser Schadstoffe enthielten. So konnte das beauftragte Labor polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachweisen.

Ein Produkt erhielt sogar die Bewertung „ungenügend“, da es Anilin aufwies. Es handelt sich hierbei um ein aromatisches Armin, das aus Erdöl gewonnen wird. Es gilt als blutveränderndes Gift, das genetische Defekte sowie Krebs auslösen kann.

Die gesamten Testergebnisse können hier erworben werden.

Foto Teaserbild: Lichtfisch – stock.adobe.com

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