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Branchenmeldungen 03.05.2017

Erstes Spezialpodium Oralchirurgie war ein großer Erfolg

Dr. Georg Bach
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Erstes Spezialpodium Oralchirurgie war ein großer Erfolg

Nachdem im Jahr 2016 erstmals ein „Spezialpodium Kieferorthopädie“ in die Fortbildungsveranstaltung der Bezirkszahnärztekammer (BZK) Freiburg in Rust integriert wurde, gab es am 28. April 2017 eine weitere Premiere.

Überrascht von dem großen Erfolg des KFO-Spezialpodiums entschloss sich der Vorstand der BZK Freiburg, auch der zweiten großen Fachzahnarztgruppe, den Oralchirurgen, ein eigenes Podium anzubieten. Analog zu den Erfahrungen mit den Kieferorthopäden im vergangenen Jahr wurde erfreut festgestellt, dass auch dieses neue Fortbildungsformat sehr gut angenommen wurde.

Ursprünglich mit einer Größe von circa 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern konzipiert, füllten knapp 130 Kolleginnen und Kollegen den Vortragssaal.

Mit Professor Dr. Gerhard Wahl (Bonn) ergriff einer der renommiertesten deutschen Oralchirurgen das Mikrofon – und einer der letzten Inhaber eines rein oralchirurgischen Lehrstuhls. Wahl stellte relevante Neuerungen und Trends für die Oralchirurgie vor – angefangen von den Sedierungsoptionen mit Lachgas, über Lokalanästhetika bis hin zur neuen Generation blutverdünnender Medikamente.

Der Münchener Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg Professor Dr. Dr. Andreas Schlegel stellte die provokante Frage „Wird der autologe Knochen entbehrlich?“ und kam nach einem gründlichen Sichten und Darstellen der Literatur und der möglichen Augmentationsszenarios zum Schluss, dass das autologe Knochentransplantat nach wie vor unverzichtbar ist, alleine schon bei Defekten größeren Ausmaßes, wo bis dato alle verfügbaren Knochenersatzmaßnahmen versagen.

Mit einem Exkurs in die Philosophie stellte Professor Dr. Dr. Johannes Kleinheinz (Münster) „Weichgewebe, die gehasste Geliebte“ vor und trug neben wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn auch zu Kenntnissen in der griechischen Mythologie bei. Sein Fazit: Entscheidend für ein gutes Verhältnis zum Weichgewebe ist ein Verständnis der Anatomie – hier vor allem auch die Kenntnis der blutversorgenden Systeme, ein gewisses Maß an Können und letztendlich auch eine Portion Glück.

Wohl keinem in niedergelassener Praxis tätigen Kollegen ist es so gelungen, eine Idee zu etablieren und dann auch noch mit hervorragender wissenschaftlicher Datenlage zu flankieren, wie dies Dr. Michael Gahlert (München) mit den Zirkonoxidimplantaten gelang. Gahlert berichtete souverän über die Anwendungen und Langzeitdaten seines „Babys“ – wie er das einteilige Zirkonimplanatat nannte. Seine Prognose: Die Zukunft der Implantologie, wenn nicht der gesamten Zahnheilkunde, ist metallfrei!

Mitgliederversammlung des BDO-Landesverbandes Baden-Württemberg mit Wahlen

Der BDO-Landesverband Baden-Württemberg fungiert nicht nur als Mitveranstalter des ersten Spezialpodiums Oralchirurgie, nein, er hielt auch seine Mitgliederversammlung in Rust ab.

Mit knapp 350 Mitgliedern ist der baden-württembergische Verband einer der größten BDO-Landesverbände, und so war es für den Bundesvorsitzenden Dr. Dr. Wolfgang Jakobs (Speicher) Ehre und Verpflichtung zugleich, ein verbandspolitisches Update zu geben. Erwähnung in seinem Bericht fand neben der neuen GOÄ auch die anstehende Änderung der Approbationsordnung. Dr. Dr. Fridleif Bachner, der bisherige BDO-Landesverbandsvorsitzende Baden-Württemberg, stellte sein Amt zur Verfügung, und so standen Neuwahlen an, die ein überaus überzeugendes Ergebnis für den neuen Vorsitzenden Dr. Manuel Troßbach (Heibronn) und seine beiden Stellvertreter Dr. Ulrich Jeggle (Backnang) sowie Dr. Robert Schwagierek (Pforzheim) brachten – alle drei wurden einstimmig gewählt.

Foto: Dr. Georg Bach
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