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Branchenmeldungen 22.04.2013

Faszination Implantatprothetik

Georg Isbaner
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Faszination Implantatprothetik

Nach dem 1. CAMLOG Zahntechnik-Kongress 2009 in München und der zweiten Auflage 2011 in Stuttgart wurde die Erfolgsgeschichte „Faszination Implantatprothetik“ in Darmstadt weitergeschrieben. Der 3. CAMLOG Zahntechnik-Kongress fand am Samstag, 20. April 2013, im Kongresszentrum darmstadtium statt.

Zum 3. CAMLOG Zahntechnik-Kongress in Darmstadt wurden am Samstag, den 20. April, kompetente Referenten aus der Hochschule, der zahnärztlichen Praxis und der Zahntechnik verpflichtet. Sie handelten fachübergreifende Aufgabenstellungen ab und zeigten nachvollziehbare Lösungswege auf. CAMLOG sei davon überzeugt, dass die Kompetenz des Zahntechnikers auch in Zukunft dringend gefragt sein werde, heißt es seitens des Unternehmens.

Denn, so Michael Ludwig, Geschäftsführer CAMLOG Vertriebs GmbH bei seiner Eröffnungsrede, die „Veränderungen der ganzen Branche zeigen sich in zunehmenden Maße nicht nur in der Digitalisierung und in der Vielfalt der Materialien, sondern auch in erhöhten ästhetischen Ansprüchen der Patienten“. Das handwerkliche Können und die künstlerischen Ambitionen bleiben auch in Zukunft die unabdingbaren Grundvoraussetzungen jeglichen nachhaltig, hochwertig und im Team hergestellten Zahnersatzes. „Umso wichtiger sind deshalb gemeinsame Fortbildungen“, begründet Ludwig CAMLOGs umfassendes Weiterbildungsengagement sowohl für Zahnärzte als auch für Zahntechniker. Der 3. CAMLOG Zahntechnik-Kongress ist Sinnbild für dieses Fortbildungsverständnis.

Impressionen der Veranstaltung

So wurden die meisten Vorträge von Zahntechniker-Zahnarzt-Duos gehalten. Im Team zeigten sie ihre persönlichen Herangehensweisen bei prothetisch und/oder ästhetisch anspruchsvollen Therapiekonzepten. Dabei wurden einige Dogmen der Materialwahl angesprochen und infrage gestellt. So besprachen das Team ZTM Stefan Picha/Dr. Martin Gollner auf der einen Seite und ZTM Benjamin Votteler/Dr. Michael Fischer auf der anderen Seite die Frage „Heavy metal or metal free?“. ZTM Vincent Fehmer und Dr. Daniel Thoma referierten zu „Guidelines in der Praxis“. Der Grundtenor der drei Vorträge war: Zirkon müsse nicht für jede Indikation das Mittel der Wahl sein und Titan biete nach wie vor zuverlässige Resultate in der Prothetik. So seien individualisierte Zirkonabutments für die Ästhetik im Front- und vorderen Seitenzahnbereich – gerade bei dünnem Gingavatyp – zu empfehlen, wohingegen Titanabutmens im molaren Bereich ihr vornehmliches Einsatzgebiet hätten.

Was die Implantation im Frontzahnbereich angeht, wurde in mehreren Vorträgen, angefangen beim Vortrag von Dr. Christian Hammächer, betont, wie entscheidend die Implantatposition für den funktionalen und ästhetischen Erfolg der Therapie ist. Gerade nach Extraktion eines natürlichen Zahnes und folgender Sofortimplantation sollte beim Eindrehen des Implantatkörpers darauf geachtet werden, dass sich das Implantat – dem natürlichen Weg der Alveole folgend – nicht zu sehr nach bukal verlagert und in dieser Folge einen Verlust des koronalen Knochens und des Weichgewebes einleitet.

Prof. Katja Nelson konnte zeigen, dass eine gute Implantatstabilität sowohl von der Rotationsfestigkeit der Implantat-Abutment-Verbindung als auch vom Implantatdesign abhängen. Die Nut-Nocken-Geometrie erziele hierbei zuverlässigere Ergebnisse als andere Geometrien. Aber auch die Einschraubhöhen der Implantat-Abutment-Verbindung bei manuellem oder maschinellem Eindrehen können stark voneinander abweichen und somit eine Fehlerquelle darstellen.

Dass die Bisshöhe schon zu Beginn der prothetischen Planung erarbeitet werden sollte, demonstrierte ZTM Jürg Stuck. Er verdeutlichte, welchen Einfluss Bisshöhenveränderungen vor allem auf den phonetischen und muskulären Apparat des Patienten haben. Dr. Martin Schimmel, in Vertretung für Prof. Dr. Frauke Müller, thematisierte die Herausforderungen einer „Implantatprothetik 70+“ und differenzierte hierbei zwischen „jungen Alten“, „älteren Alten“ und „Langlebigen“. Er plädierte vor allem für eine Rückbaubarkeit der prothetischen Versorgungen mit Zunahme des Alters, um den hygienischen Bedürfnissen und funktionalen Wünschen der Patienten entgegenkommen zu können. Es wurde deutlich, dass die Mundgesundheit im Alter viel mehr in den Fokus der Pflegkräfte, Zahnmediziner und Zahntechniker rücken muss, als es bisher der Fall zu sein scheint. ZTM Ralph Riquier befasste sich übergreifend mit dem „digitalen Patienten“ und gab einen Ausblick in die nähere Zukunft der zahnmedizinischen und zahntechnischen Arbeitsprozesse und wie diese besser digital aufeinander abgestimmt werden können. Hierbei sei die Schnittstellenintegration von entscheidender Bedeutung. Bisher würden die vielfältigen Systeme und Dateiformate eine durchgängige digitale und von Herstellern unabhängige Prozesskette eher erschweren als vereinfachen.

Der „besondere Vortrag“ wurde diesmal von Extrembergsteiger Alexander Huber gehalten. Er gab Einblicke in eine Extremsportart, in welcher der Mensch an seine physischen und psychischen Grenzen geht. Mit atemberaubenden Bild- und Filmdokumenten unterstrich Huber die Faszination des Bergsteigens in seiner wohl elementarsten Form, die so nur von ganz wenigen Menschen betrieben wird.

Die Moderation der Veranstaltung übernahm ZTM Gerhard Neuendorff, der dabei auf die Unterstützung des krankheitsbedingt abwesenden Dr. S. Marcus Beschnidt verzichten musste.

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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