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Branchenmeldungen 07.04.2021

Mundgesundheit trotz erschwerter Bedingungen

Mundgesundheit trotz erschwerter Bedingungen

Foto: Privat

Wer eine kieferorthopädische Behandlung beginnt, wird automatisch zum Hochrisiko-Patienten: Die Anfälligkeit für White Spots, Karies und Gingivitis erhöht sich beispielsweise durch das Tragen einer festen Zahnspange.1,2 Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass auf eine regelmäßige und gute Mundhygiene geachtet wird. Zu den sinnvollen häuslichen Maßnahmen gehört dabei die tägliche 3-fach-Prophylaxe bestehend aus Zähneputzen, Interdentalraumpflege und Anwendung einer Mundspülung mit antibakterieller Wirkung.

Erhöhtes Risiko während der kieferorthopädischen Behandlung

Die meisten Menschen, bei denen eine Korrektur von Zahnfehlstellungen mit kieferorthopädischen Apparaturen erfolgt, sind Jugendliche. Diese Patientengruppe wird häufig mit einem grundsätzlich erhöhten Kariesrisiko in Verbindung gebracht1. Der noch nicht vollständig ausgereifte Schmelz ist anfälliger gegenüber Säure und Bakterien, während die Ernährungsgewohnheiten oftmals wenig zahnfreundlich sind. Durch das Tragen kieferorthopädischer Apparaturen werden die Bedingungen zusätzlich erschwert. Bei festsitzenden Multibracket-Apparaturen liegt dies daran, dass speziell an der Bracketbasis zusätzliche Retentionsflächen für Plaque und pathogene Bakterien geschaffen werden.1,2

Hinzu kommt, dass sich durch die Brackets und Bögen schwer zugängliche Nischen bilden, die mit der mechanischen Mundreinigung nur schlecht erreicht werden können. Häufig verbleiben deshalb mehr potenziell schädliche Plaque und Bakterien im Patientenmund, wodurch das Risiko einer Demineralisierung der Zahnhartsubstanz, die zur Bildung von White Spots und Karies führen kann.

Präventive Maßnahmen zu Hause

Zu den gängigen Empfehlungen für Patienten mit festsitzenden kieferorthopädischen Apparaturen gehört das sorgfältige Putzen der Zähne mit einer Zahnpasta, deren Fluoridgehalt an die altersspezifischen Bedürfnisse des Patienten angepasst ist. Zudem sollte der Bereich zwischen Brackets und Bögen mit speziellen Bürsten und die Interdentalräume mit Zahnseide gereinigt werden. Julia Haas, Dentalhygienikerin und Dozentin für Dentalhygiene & Präventionsmanagement an der EU|FH Campus Köln, empfiehlt außerdem die zusätzliche Anwendung einer Mundspüllösung mit antibakterieller Wirkung (z.B. Listerine mit ätherischen Ölen) zur Reduktion des Biofilms und Prävention von Gingivitis. Besonders wichtig erscheint ihre Anwendung laut der S3-Leitlinie „Häusliches chemisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis“ im Rahmen der Reinigung mechanisch schwer zugänglicher Bereiche, die bei Patienten mit festsitzenden kieferorthopädischen Apparaturen zahlreich vorhanden sind.2

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Quellen:
[1] American Academy of Pediatric Dentistry. Adolescent Oral Health Care. Recommendations: Best Practices, 2015; 221-228.
[2] DG PARO, DGZMK. S3-Leitlinie: Häusliches chemisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis. Parodontologie 2018. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/II/083-022.html 

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