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Branchenmeldungen 23.04.2020

Österreich: Die Krux an der Rückkehr zum Normalbetrieb

Österreich: Die Krux an der Rückkehr zum Normalbetrieb

Viele Wochen liefen Zahnarztpraxen in Niederösterreich im Zuge des Lockdowns nur auf Notbetrieb. Nach Ostern wollten die Ordinationen schrittweise zurück zur normalen Versorgung – kein leichtes Unterfangen angesichts fehlender Schutzmaterialien.

Seit Ausbruch der Corona-Krise hatten die rund 600 niederösterreichischen Ordinationen nur noch akute Schmerzpatienten behandelt. Dieser Ausnahmezustand sollte nach Ostern endlich überwunden sein, wie der Präsident der Landeszahnärztekammer Niederösterreichs Hannes Gruber ankündigte. Gut 80 Prozent der Praxen sollten wieder regulär für Behandlungen sowie Kontrolluntersuchungen öffnen. Dieses Vorhaben klappt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass auch entsprechende Schutzausrüstung vorhanden ist. Genau da liegt der Haken, wie Hannes Gruber der noe.orf.at erklärt.

Erst kürzlich hatte die Österreichische Gesundheitskasse Schutzmasken zur Verfügung gestellt – mit 1.700 Stück für alle niederösterreichischen Ordinationen allerdings eindeutig zu wenig. Damit kommen die Praxen noch nicht einmal eine Woche über die Runden. Aus diesem Grund werden professionelle Zahnreinigungen auch weiterhin ausgespart.

Dem Notstand in Sachen Mundschutz und Co. entgegenzuwirken, sei nun Aufgabe der Politik, so Gruber. Die Praxen täten zwar alles, um ein hohes Hygieneniveau zu halten – wie telefonische Terminabsprache, Patienten werden einzeln hereingebeten –, doch ohne Schutzmaterialien stoßen auch sie an ihre Grenzen.

Foto Teaserbild:  torsakarin – stock.adobe.com

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