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Wissenschaft und Forschung 07.09.2017

Gähnen ist ansteckend – Warum eigentlich?

Gähnen ist ansteckend – Warum eigentlich?

Sie kennen das vielleicht. Kaum reißt der Gegenüber den Mund auf und setzt zu einem herzhaften Gähnen an, wird man förmlich mitgerissen und gähnt schlichtweg mit. Ob man will oder nicht. Doch, warum eigentlich?

Forscher wollen nun herausgefunden haben, weshalb Gähnen unsere Mitmenschen so ansteckt. Laut den Forschungsergebnissen zeichnet sich dafür unter anderem eine bestimmte Gehirnregion verantwortlich. Für ihre Ergebnisse, die kürzlich im Fachmagazin Current Biology veröffentlicht wurden, untersuchte man das Gähnen von 36 Probanden, die sich gezwungenermaßen per Video das Gähnen anderer anschauen mussten. Während die Hälfte der Probanden ihrem Gähnen freien Lauf lassen konnten, wurde der andere Hälfte das Gähnen untersagt.

Hierbei stellten die Wissenschaftler fest, dass, je mehr der Drang nach dem Gähnen bewusst von den Probanden unterdrückt wurde, umso stärker der Wunsch hervorgerufen wurde, dem Gähnen nachzukommen. Diesen Drang zu unterdrücken sei fast unmöglich, berichten die Forscher der Nottingham Universität.

Mit Empathiefähigkeit, wie in ältere Untersuchungen berichtet wurde, hat das „gemeinsame Gähnen“ wenig zu tun. Im Rahmen der Studie wurde auch die Hirnaktivität der Studienteilnehmer näher untersucht. Der Großhirnrinde bzw. dem Motorkortex wird hier eine tragende Rolle zugesprochen. Das Mit-Gähnen sei demnach von der Erregbarkeit eines Teils der Großhirnrinde abhängig. Der Motorkortex steuert absichtliche Bewegungen.

Foto: drubig-photo – stock.adobe.com
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