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Businessnews 18.02.2014

Nobel Biocare steigert Umsatz für das Jahr 2013 um 2,2 %

Nobel Biocare steigert Umsatz für das Jahr 2013 um 2,2 %

Nobel Biocare verbesserte 2013 seinen Jahresumsatz um 2,2%. Damit ist der Umsatz bei konstanten Wechselkursen (kWk) erstmals seit 2007 wieder gewachsen (CHF 696,4 Mio. oder EUR 566,8 Mio., -2,4% in EUR gegenüber dem Vorjahr). Der Umsatz bei den Implantatsystemen, die 85% des Konzernumsatzes ausmachen, nimmt um 3,3% (kWk) zu und liegt damit über der geschätzten Entwicklung bei den Mitbewerbern und im Gesamtmarkt.

Der Betriebsgewinn (EBIT) beträgt CHF 78,7 Mio. (EUR 64,0 Mio.), was einer Betriebsgewinn-Marge von 11,3% entspricht. Bereinigt um die Einmalkosten für die Neuausrichtung und Währungseinflüsse erhöhte sich die EBIT-Marge auf 13,4% (2012: 11,9%), dies dank erfolgreichen kostensenkenden Massnahmen. Der Reingewinn beläuft sich auf CHF 52,3 Mio. (EUR 42,6 Mio., 2012: EUR 46,1 Mio.) und die vorgeschlagene Dividende bleibt unverändert bei CHF 0,20.


Richard Laube, CEO: „Die Ergebnisse 2013 zeigen, dass unsere Strategie Früchte trägt und wir unsere Wettbewerbsfähigkeit deutlich stärken konnten. Die allgemeinen Marktbedingungen waren alles andere als ideal. Dennoch haben wir unseren Umsatz bei konstanten Wechselkursen erstmals seit 2007 steigern können und unsere Mitbewerber hinter uns gelassen. 2013 haben wir unsere Investitionen in die ­Forschung und Entwicklung nochmals um über 10% erhöht, während die bereinigte EBIT-Marge gleichzeitig ver­bessert wurde. Unsere Pipeline liefert laufend neue Produkte und wir haben unsere kommerziellen Partnerschaftsaktivitäten ebenso wie unsere Tätigkeiten in der Aus- und Weiterbildung gefestigt. Dies hat zu einem beschleunigten Wachstum bei unserem hoch-margigen Kerngeschäft, den Implantatsystemen geführt. Dieser Bereich ist der Schlüsselindikator für den Erfolg unserer Strategie. Die Massnahmen zur Effizienzverbesserung schreiten gut voran. Somit sind wir gut positioniert, um weiter Marktanteile zu gewinnen und unsere Profitabilität nachhaltig zu steigern.“

Geschäftsentwicklung


2013 waren die Marktbedingungen wiederum sehr unterschiedlich. In den USA beschleunigte sich das Wachstum stetig und erreichte im Laufe des Jahres einen Wert im hohen einstelligen Prozentbereich. Die europäischen Märkte litten hingegen weiterhin unter den anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und waren bestenfalls stabil. Japan stand immer noch unter dem Einfluss der negativen Medienberichterstattung über Dentalimplantatbehandlungen: Die Umsatzentwicklung für das gesamte Jahr war erneut negativ und erst gegen Ende Jahr zeichnete sich eine langsame Erholung ab.

Nobel Biocare erwirtschaftete 2013 einen Jahresumsatz in der Höhe von CHF 696,4 Mio. (EUR 566,8 Mio.), was im Vergleich zum Vorjahr bei konstanten Wechselkursen (kWk) einer Verbesserung um 2,2% entspricht. Damit ist der Umsatz (kWk) erstmals seit 2007 wieder gewachsen und entwickelte sich voraussichtlich besser als derjenige der Mitbewerber. Negative Währungseinflüsse aufgrund des schwachen USD und japanischen Yen gegenüber dem Euro führten zu einem Umsatzrückgang um 2,4% in Euro. Die schwierigen Marktbedingungen in Japan hatten weiterhin einen negativen Einfluss auf die Gesamtperformance. Die Auswirkungen waren für Nobel Biocare schwerwiegender als für seine Mitbewerber, weil der Konzern in Japan marktführend ist und damit der Beitrag aus diesem Markt anteilsmässig bedeutender ist. Ohne Japan verbesserte sich der Umsatz für das gesamte Jahr um 3,4% bei kWk.

Im 4. Quartal betrug der Umsatz CHF 183,9 Mio. (EUR 149,6 Mio.), was einer Zunahme um 3,9% bei kWk entspricht (-2,2% in Euro aufgrund negativer Währungseinflüsse). Alle Regionen erzielten sowohl im 4. Quartal als auch im 2. Halbjahr ein Wachstum bei konstanten Wechselkursen.

In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) erhöhte sich der Umsatz (kWk) für das gesamte Jahr um 1,7% und betrug CHF 285,7 Mio. (EUR 232,6 Mio., Q4 2013: +1.6% kWk). Obwohl die allgemeinen Marktbedingungen in vielen Ländern schwach blieben, konnte Nobel Biocare in dieser Region das erste Umsatzwachstum bei kWk seit 2007 erreichen. In Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien entwickelte sich die Nachfrage nur zögerlich. Hingegen verzeichnete der Konzern in Märkten wie Russland und Belgien, in denen die Umsetzung der Strategie bereits weiter fortgeschritten ist, ein gutes Wachstum. Erwähnenswert ist, dass es Nobel Biocare nach vielen Jahren des Rückgangs auch in Spanien gelungen ist, eine Umsatzsteigerung zu erzielen. Das Unternehmen stärkte zudem sein Vertriebsnetz in Osteuropa, wobei Alpha-Bio Tec ebenfalls zur positiven Entwicklung in der Gesamtregion beitrug.

In der Region Americas erhöhte sich der Umsatz (kWk) 2013 um 4,5% auf CHF 282,8 Mio. (EUR 230,1 Mio., Q4 2013: +5,1%). Der US-amerikanische Markt, der mit einem Anteil von 80 Prozent der grösste dieser Region ist, entwickelte sich das ganze Jahr über sehr solide. In diesem Markt ist die Umsetzung der Strategie von Nobel Biocare, die auf eine Optimierung der Behandlungsabläufe fokussiert, am weitesten fortgeschritten. Der Konzern erzielte ein Umsatzwachstum bei kWk im mittleren einstelligen Prozentbereich, wobei sich die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte dank einem soliden Wachstum bei den Implantatsystemen und einer Zunahme im zweistelligen Prozentbereich bei den individualisierten Produkten beschleunigte. Während Brasilien und Kanada unter dem Niveau des Vorjahres blieben, erreichte Mexiko gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung im hohen Zehnprozentbereich (kWk).

In der Region Asien/Pazifik schrumpfte der Umsatz (kWk) für das gesamte Jahr um 1,3% auf CHF 127,9 Mio. (EUR 104,1 Mio., Q4 2013: +6,0%). Der japanische Markt war aufgrund der negativen Berichterstattung 2012 weiterhin leicht rückläufig. Folglich blieb der Umsatz von Nobel Biocare in diesem Markt hinter den Vorjahreszahlen zurück (-6,9%). Im 4. Quartal verlief die Entwicklung in Japan aber positiv (+2,9%). Unter Ausklammerung von Japan stieg der Umsatz in dieser Region gegenüber 2012 um 6,6% (kWk). Die Umsatzzahlen in Australien blieben unverändert, während China und Indien weiterhin im zweistelligen Prozentbereich zulegten.

Alpha-Bio Tec (ABT) konzentriert sich auf Kundengruppen mit Nachfrage nach weniger umfangreichen und günstigeren Komponenten, die insbesondere für die Behandlung von Seitenzähnen und den Einzelzahnersatz verwendet werden. ABT konnte sein solides Wachstum auch 2013 fortsetzen und ist seit der 2. Jahreshälfte neu auch in China tätig.

Bei den Implantatsystemen (85% des Konzernumsatzes) erhöhte sich der Umsatz insgesamt um 3,3% (kWk). Die Verkaufszahlen bei den Implantatschrauben nahmen um 5,6% (kWk) zu, was die strategische Ausrichtung auf die implantatbasierte Zahnrestauration bestätigt. Angetrieben wurde diese Performance insbesondere von den Implantatsystemen mit fortschrittlicheren konischen Innenverbindungen im Portfolio des Unternehmens. Dazu gehören etwa NobelActive® und die vor kurzem eingeführten NobelReplace® CC und PMC, welche die grösste Implantat-Linie des Unternehmens NobelReplace® unterstützen. Nobel­Active® verbesserte sich im hohen Zehnprozentbereich und verzeichnete damit bereits zum siebten Mal seit seiner Einführung ein zweistelliges Jahreswachstum.

Die individualisierten Produkte (15% des Konzern­umsatzes) gingen 2013 um 3,5% (kWk) zurück (–2,5% ohne Japan). Der Umsatz entwickelte sich entsprechend der Fokussierung auf die implantatbasierte Zahnrestauration. Der Bereich der zahnbasierten Prothetik schrumpfte weiter stark und trug noch einen Fünftel zum Umsatz in diesem Bereich bei. Implantat­basierte Lösungen entwickelten sich weiterhin positiv, angetrieben von den Implantatstegen, die um 21% zulegten, und den CAD-CAM-Abutments, die im mittleren einstelligen Prozentbereich wuchsen, wobei die Nachfrage in den USA vor allem durch das NobelProcera® Scan and Design Center angekurbelt wurde. NobelClinician™ entwickelt sich immer mehr zur beliebtesten Software für Implantat- und restaurative Behandlungsplanungen und ist auch für die Mac®-Plattform erhältlich, die von vielen Zahnärzten bevorzugt wird. Bis anhin wurden 6’000 Lizenzen für das Programm verkauft, dank der unsere Kunden Implantate präziser und an optimalen Positionen einsetzen und damit erstklassige Restaurationen durchführen können.

Fortschritte bei der Strategieumsetzung

2012 führte Nobel Biocare seine neue kunden- und patientenorientierte Strategie „Designing for Life“ ein, wobei beim Neuaufbau der Organisation ein klares Versprechen im Zentrum steht: Nobel Biocare will seinen Kunden helfen, mit hochwertigen Produkten und Lösungen mehr Patienten besser zu behandeln. Das Unternehmen stellt seinen Kunden die Instrumente, Komponenten und Lösungen für implantatbasierte Behandlungen zur Verfügung, die höchste Standards erfüllen und die Patienten vollumfänglich zufriedenstellen. Um dies zu ermöglichen, wurden vier strategische Pfeiler festgelegt:

Designing for Life – Innovation über Produkte hinaus

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung konzentrieren sich auf mehrere Ziele:

a) ein besseres Behandlungsergebnis für Patienten erreichen,
b) mehr Patienten eine Behandlung ermöglichen und
c) für Kliniken und Labore einen effizienteren und rentableren Arbeitsablauf gewährleisten.

Die Produkte, die 2013 neu eingeführt wurden, tragen zu diesen Zielsetzungen bei. Das neue NobelReplace® PMC-Implantat (partially machined collar) vereinfacht das Bohrprotokoll und ergänzt die prothetischen Möglichkeiten von NobelActive® und NobelReplace® CC, die über konische Innenverbindungen verfügen. Die Nachfrage nach Implantaten mit konischen Verbindungen nahm 2013 um 29% zu. Dank Verbesserungen bei der Software NobelClinician™ in den vergangenen 24 Monaten schnellte die Zahl der Abonnenten markant in die Höhe. Gegenwärtig werden über 6.000 Lizenzen dieses Programmes verwendet, das es ermöglicht, Behandlungen in der Praxis effizienter digital zu planen und durchzuführen. Zu den in die Software integrierten Funktionen gehört unter anderem NobelConnect™, dank dem alle beteiligten Fachpersonen aus den Bereichen Chirurgie, Restauration und Labor Dateien austauschen und gemeinsam am gleichen Behandlungsplan eines Patienten arbeiten können. Mit dem vor kurzem eingeführten und einfach zu bedienenden NobelProcera® 2G Scanner der zweiten Generation wird die Scanning-Zeit halbiert, wodurch die Produktivität im Labor deutlich gesteigert werden kann. Und nicht zuletzt ermöglicht die Eröffnung von NobelProcera-Produktionsstätten mit open access Laboren, die mit 3Shape®-Scannern ausgerüstet sind, einen freien Zugang zu hochwertigen NobelProcera-Komponenten.

Partnering for Life – Mehrwert für Kunden

Nobel Biocare hat die Aktivitäten für seine Kunden weiter ausgebaut und stellt ihnen verschiedene Instrumente zur Verfügung, die den Patientenfluss verbessern und die Behandlungsakzeptanz bei den Patienten erhöhen. Diese reichen von Studienclubs über Programme zur Sensibilisierung der Patienten bis hin zu Schulungstools. Das Unternehmen investierte zudem in die Aus- und Weiterbildung seines Verkaufsteams – dem grössten der Branche –, um die Produktivität zu steigern. Dank diesen Anstrengungen wurde die Personalfluktuation vermindert und die Kontinuität im Verkaufsteam gefestigt. Der neue Online Store wurde ausgebaut und deckt nun alle grossen Märkte ab.

Learning for Life – Aus- und Weiterbildung

Nobel Biocare hat sein Konzept für Aus- und Weiterbildung neu ausgerichtet und konzentriert sich neu auf praxisorientierte Anlässe und Peer-to-Peer-Schulungen statt auf grosse Podien, Vorträge und Referate. Die hohe Beteiligung an den Kursen, die im Global Course ­Catalog angeboten werden, ebenso wie das ausverkaufte Nobel Biocare-Symposium in New York sprechen für diese Strategie. 2013 gründete das Unternehmen zudem die Foundation for Oral Rehabilitation (FOR), die Fachpersonen mit innovativen Methoden hilft, sich über neue Behandlungskonzepte zu informieren und so fachlich jederzeit auf dem neusten Stand zu bleiben.

Stärkung der Organisation

Das ultimative Ziel des Unternehmens besteht darin, Marktanteile gewinnbringend zurückzuerobern. Dazu überprüft und verbessert Nobel Biocare alle Prozesse kontinuierlich und setzt die Ressourcen gemäss den strategischen Wachstumspfeilern ein. In den letzten zwei Jahren wurden mehrere Projekte lanciert, die in der nahen Zukunft markante und nachhaltige Vorteile bringen werden, darunter NobelQuality3, Order-to-Cash und die Neuorganisation der Gruppenfunktionen. Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Jahren über 300 Arbeitsplätze neu ausgerichtet, was zu einer schlankeren und wettbewerbsfähigeren Organisation geführt hat. Das bereinigte Kosten-Umsatz-Verhältnis wurde verbessert. Zudem wurde ein neues „Procure-to-pay“-Projekt gestartet, mit dem die indirekten Beschaffungskosten in der Höhe von über EUR 150 Mio. angegangen werden sollen.

Neuigkeiten aus dem Executive Committee

Per 1. Januar 2014 wurde Dietmar Bettio, Chief Information Officer (CIO), in das Executive Committee von Nobel Biocare berufen.

Generalversammlung

Der Verwaltungsrat schlägt der ordentlichen Generalversammlung, die am 26. März 2014 in Zürich, Schweiz, stattfinden wird, neben der Genehmigung der Jahresrechnung die folgenden Punkte zur Abstimmung vor:

Dividende

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von CHF 0,20 je Namensaktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 47%. Diese Dividende soll aus den Reserven finanziert und in einer für die Aktionäre steuerfreundlichen Form ausbezahlt werden, so dass keine Verrechnungssteuer anfällt. Falls die Generalversammlung diesem Vorschlag zustimmt, wird die Dividende am 2. April 2014 ausbezahlt (Ex-Dividende-Tag: 28. März 2014; Stichtag: 1. April 2014).

Änderungen der Statuten aufgrund der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV) – Zur Umsetzung der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften beantragt der Verwaltungsrat der nächsten Generalversammlung verschiedene Statutenänderungen. Dazu gehören unter anderem die prospektive Genehmigung der Vergütungen für Verwaltungsrat und das Executive Committee, wobei der Vergütungsbericht nach wie vor einer konsultativen Abstimmung unterzogen wird. An der Generalversammlung 2015 wird dann erstmals über die Gesamtvergütung für die Mitglieder des Verwaltungsrats (von der GV 2015 bis zur GV 2016) sowie des Executive Committee (für das Geschäftsjahr 2016) abgestimmt.

Der Vorsitzende und die Mitglieder des Compensation Committee werden an der nächsten Generalversammlung für eine Amtszeit von einem Jahr zur Wahl vorgeschlagen. Wie in vorangehenden Jahren wird Nobel Biocare seinen Aktionären ermöglichen auf elektronischem Weg abzustimmen, dies gilt auch für Vollmachten und Weisungen an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter.

Ausblick

Nobel Biocare erwartet weiterhin eine langsame Erholung der weltweiten Wirtschaft und des globalen Dentalimplantatmarktes mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Unter diesen Marktbedingungen will Nobel Biocare weiterhin stärker wachsen als seine Mitbewerber und seinen Marktanteil bei den Dentalimplantaten ausbauen. Nobel Biocare wird die Massnahmen zur Anpassung der Ausgaben weiterführen, Ressourcen hin zu Wachstumstreibern und -märkten verschieben.

Ausgehend von diesen Markteinschätzungen und den laufenden Massnahmen zur Kosteneinsparung erwartet Nobel Biocare für 2014 ein Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent bei kWk und eine Verbesserung seiner EBIT-Marge um rund 100 Basispunkte (kWk) im Vergleich zu 2013, unter Ausschluss der Kosten für die Neuausrichtung (12,1%).

Quelle: Nobel Biocare

Foto: © violetkaipa - Fotolia.com
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