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Businessnews 13.08.2020

Straumann Group mit positiven Umsatzimpulsen

Straumann Group mit positiven Umsatzimpulsen

Die Straumann Gruppe erzielte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 einen Umsatz von CHF 605 Mio., was etwa 80% des Vorjahresergebnisses betrug. Da Zahnarztpraxen in vielen Teilen der Welt schliessen mussten, verzeichnete die Gruppe von Mitte März bis April einen drastischen Geschäftsrückgang. Im Zuge der Lockerung der Lockdown-Massnahmen konnten die Praxen wieder öffnen, sodass die Gruppe ab Mai einen Umsatzanstieg verbuchte, der sich im Juni fortsetzte. Regional betrachtet wurde APAC am wenigsten von der Pandemie beeinträchtigt und führte die Trendwende an, schrittweise gefolgt von den meisten europäischen Ländern und Teilen Nordamerikas. Das Geschäft in Lateinamerika war am stärksten von der Pandemie betroffen und hat weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Negative Währungseffekte schmälerten den Umsatz um mehr als 5 Prozentpunkte, da sich der Schweizer Franken gegenüber allen wichtigen Währungen der Gruppe verteuerte.

Die Gruppe reagierte schnell auf die Pandemie, um Sicherheit und Geschäftskontinuität zu gewährleisten. Zudem unternahm sie umgehend Schritte, um die finanziellen Auswirkungen kurz- bis mittelfristig zu mindern. Dazu zählten sofortige Betriebskostensenkungen, Kurzarbeit, weltweite Umstrukturierungen und die Verschiebung von Investitionen. Diese Massnahmen halfen, den starken Druck auf die Rentabilität zu mildern: Während sich der Kern-Bruttogewinn um CHF 173 Mio. auf CHF 430 Mio. verringerte, sank der Kern-Reingewinn um CHF 96 Mio. auf CHF 74 Mio. Die entsprechenden Margen gingen auf 71% bzw. 12% zurück. Einschliesslich Abschreibung aus Kaufpreisallokation von CHF 5 Mio., Wertberichtigungen von CHF 150 Mio. und Restrukturierungskosten von CHF 13 Mio. belief sich das ausgewiesene Periodenergebnis auf CHF -94 Mio. und der Gewinn pro Aktie auf CHF -5.89 (Kern: CHF 4.49).

CEO Guillaume Daniellot kommentierte: „Während des Lockdowns verzeichneten wir Umsatzeinbussen von fast 70%, bevor im Mai mit der Wiederöffnung der Zahnarztpraxen eine Erholung einsetzte. Unsere Bemühungen zur Unterstützung der Kunden durch Online-Fortbildung und bei der raschen Wiederaufnahme ihrer Geschäftstätigkeit waren erfolgreich. Unsere sofortigen Kostensenkungsmassnahmen trugen dazu bei, die Folgen der Umsatzausfälle abzumildern. Zudem haben wir eine Restrukturierung durchgeführt, um uns auf eine Wirtschaftsrezession vorzubereiten. Während die Wertberichtigungen von gewissen Akquisitionen zu einem ausgewiesenen Reinverlust führten, generieren wir weiterhin Cashflow aus unserer Geschäftstätigkeit und unser Kerngeschäft ist noch immer rentabel. Zudem konnten wir wichtige strategische Wachstumschancen nutzen, wie etwa die Akquisition von DrSmile. Nichts davon wäre ohne das Verständnis, die Flexibilität, das Engagement und die Unterstützung unserer Mitarbeitenden während der äusserst schwierigen Lockdown- und Restrukturierungsphase möglich gewesen. Ich bin ihnen zutiefst dankbar dafür. Die allgemeine Unsicherheit aufgrund der COVID-19-Krise sowie die Möglichkeit weiterer Ausbrüche und einer Wirtschaftsrezession verunmöglichen es uns, eine Prognose für den Umsatz und die Rentabilität im Gesamtjahr abzugeben.“

STRATEGISCHE FORTSCHRITTE – WICHTIGE NEUIGKEITEN IM 2. QUARTAL

Innovationsführerschaft aufrechterhalten

Trotz der turbulenten Zeiten hat Straumann sein Innovationstempo beibehalten. In den vergangenen Monaten hat die Gruppe zahlreiche Online-Fortbildungsevents über Sofortversorgung in der Implantologie organisiert, darunter ein Unternehmensforum und zwei grosse Symposien. Diese sollten das innovative BLX-System mit vollkonischen Implantaten bewerben, welches in diesem Jahr trotz des weltweiten Lockdowns und der Verschiebung von Markteinführungen in APAC und LATAM weiterhin grosse Fortschritte erzielte. Sofortversorgungsprotokolle sehen weniger chirurgische Eingriffe und Praxisbesuche vor, was einen zusätzlichen Vorteil darstellt, wenn Vorsichtmassnahmen gegen Infektionen Priorität haben.

Auch Telemonitoringsysteme und Intraoralscanner bieten in dieser Hinsicht deutliche Vorteile – Erstere durch die Senkung der Anzahl von Praxisbesuchen, Letztere durch die Verringerung des physischen Kontakts bei der Abdrucknahme. Diese Vorteile zusammen mit der höheren Effizienz und Anwenderfreundlichkeit sowie dem grösseren Patientenkomfort trieben das Umsatzwachstum bei digitalen Geräten im ersten Halbjahr voran.

Im kieferorthopädischen Geschäft beschleunigte ClearCorrect die Entwicklung von transparenten Alignern aus einem neuen Hochleistungsmaterial, das von der Tochtergesellschaft Bay Materials der Gruppe geliefert wird. Das neue Dreischichtmaterial übt selbst nach sieben Tagen noch konstante Kräfte aus. Es verkürzt die Behandlungsdauer, steigert den Komfort, ist verfärbungsresistenter und wird noch diesen Monat vorzeitig eingeführt. Zudem wird die erste europäische Produktionseinheit für transparente Aligner der Gruppe in diesem Quartal ihren Betrieb aufnehmen. Die am Standort Markkleeberg in Deutschland ansässige Einheit ist hoch automatisiert und weist derzeit eine Kapazität für
10 000 Aligner täglich auf. 

Frühzeitige Investitionen in Know-how im Direktmarketing

Der globale Markt für transparente Aligner bietet weiterhin grosse Wachstumschancen. Er wird zunehmend von Direktmarketing (Direct-to-Consumer-Marketing, DTC) und Online-Dienstleistern, die Behandlungspakete anbieten, angetrieben. Im Juli unterzeichnete die Gruppe eine Vereinbarung zum Erwerb eines Mehrheitsanteils an DrSmile, einem der wachstumsstärksten Anbieter von kieferorthopädischen Lösungen in Europa. DrSmile vereint Know-how im Direktmarketing mit ärztlich durchgeführten Behandlungen und ergänzt das bestehende Geschäft mit transparenten Alignern von Straumann. Die vereinten Unternehmen werden Zahnarztpraxen Wachstumschancen sowie Patienten bequeme Lösungen für Aligner-Behandlungen unter zahnärztlicher Aufsicht bieten.

Weitere Investitionen in Softwareentwicklung

Die Gruppe hat jüngst auch in das Startup-Softwareunternehmen Promaton investiert, das an Anwendungen künstlicher Intelligenz zur Unterstützung der Diagnose und der Behandlungsplanung arbeitet. 

ERGEBNISSE IN DEN REGIONEN

EMEA profitiert von der stabilen Situation in Deutschland

Ausmass und Dauer der Auswirkungen von COVID-19 variierten von Land zu Land. Gegen Ende des zweiten Quartals fanden alle Tochtergesellschaften in der Region auf den Wachstumspfad zurück, ausgenommen jene in Ungarn, auf der iberischen Halbinsel, in Russland, Schweden und Grossbritannien. Die neue Tochtergesellschaft in Rumänien verzeichnete einen guten Start, während jene auf dem Balkan, in Südafrika und in der Türkei massive Umsatzeinbussen hinnehmen mussten. Deutschland als grösstes Land der Region profitierte ebenfalls von einem starken Aufschwung im Juni. Die Verbesserungen waren im Allgemeinen dem Nachholbedarf wiedereröffneter Praxen zuzuschreiben. Viele Praxen blieben während der Ferienzeit geöffnet, um Rückstände abzuarbeiten. Auch Distributoren sorgten für positive Signale, indem sie damit begannen, nach dem Lagerabbau während des zweimonatigen teilweisen bis vollständigen Lockdowns wieder Bestellungen zu tätigen. 

Die Region war weiterhin der grösste Umsatzträger der Gruppe, mit einem Umsatz im ersten Halbjahr von CHF 268 Mio. oder 80% des Vorjahresergebnisses. Nach einem guten Jahresbeginn sank der Umsatz gegen Ende des ersten Quartals deutlich. Erst gegen Ende des zweiten Quartals, in welchem der organische Umsatz um 38% zurückging, gelang der erneute Aufschwung. 

Lockdown in Teilen Nordamerikas beendet; digitaler Trend verstärkt sich

Der Umsatz in Nordamerika belief sich im ersten Halbjahr auf CHF 183 Mio. oder 81% des Vorjahresergebnisses. Nach einem guten Start ins Jahr sank der organische Umsatz im März rapide als sich COVID-19 in der Region ausbreitete. Zusätzlich zur vollständigen Unterbrechung der Geschäftstätigkeit, reduzierten Kunden ihre Lagerbestände, um liquide zu bleiben. Die Schwere der Pandemie und das Ausmass der Restriktionen variierten innerhalb der Region stark. Einige Gebiete erlebten bereits die zweite Welle als andere erst den ersten Peak verzeichneten. In einigen Gebieten begann die Erholung im Juni mit der Lockerung der Lockdowns, wodurch der organische Rückgang im zweiten Quartal mit -42% eingedämmt wurde.

Im Zuge der Öffnungen in Kanada und Teilen der USA stiegen die Umsätze an, angetrieben durch das restaurative Geschäft und Nicht-Premium-Implantate. Die Umsätze im digitalen Geschäft waren rundum ermutigend, da Zahnärzte zunehmend neue Technologien annehmen – insbesondere Intraoralscanner. Zwei weitere regionale Höhepunkte waren die behördliche Zulassung des zygomatischen Implantatsystems von Straumann und einer neuen Indikation für Emdogain. 

APAC mit beginnendem Aufschwung, angeführt von China

Der organische Umsatz in Asia/Pacific verbesserte sich nach dem Minus von 22% im ersten Quartal auf 12% Einbusse im zweiten Quartal. Dadurch resultierte für die erste Jahreshälfte ein Umsatz von CHF 117 Mio. oder 79% des Vorjahresergebnisses. Im zweiten Quartal war das Geschäft in der gesamten Region gegenüber dem ersten Quartal rückläufig, mit Ausnahme von Südkorea, Taiwan und China, wo sich der Umsatz gegenüber dem Vorquartal beinahe verdoppelte. In den meisten anderen Ländern der Region begann die Erholung im Juni, unterstützt durch den Nachholbedarf wiedereröffneter Praxen. Der Umsatz mit Premium- und Nicht-Premium-Implantaten beschleunigte sich, da Neodent in Japan und Australien weiterhin gute Ergebnisse erzielte und zu Marktanteilsgewinnen beitrug.

Die Gruppe lancierte in China Warantec-Implantate, um ihre Präsenz im Segment preisgünstiger Implantate neben T Plus zu stärken. Gleichzeitig nahm sie Equinox vom Markt, um sich auf preisgünstige Marken zu konzentrieren, die eine einfache Anwendung, breitere prothetische Optionen und digitale Workflows bieten. In der Folge wird die Produktionseinheit für Equinox in Indien geschlossen.

Die Gruppe intensivierte ihre Online-Aktivitäten, um Kunden anzuziehen, zu informieren, zu schulen und fortzubilden. Dazu zählten virtuelle Symposien, wovon eines der Einführung des hochfesten Materials Roxolid in China gewidmet war. Der Erfolg der Online-Aktivitäten zeigte sich auch im wachsenden Absatz digitaler Geräte, insbesondere in China, wo die Nachfrage nach Intraoralscannern und CADCAM-Lösungen stark zunahm. 

Durchsetzungsvermögen in Lateinamerika

Nach einem organischen Wachstum im ersten Quartal sorgte COVID-19 gemeinsam mit dem weiteren Wertzerfall des brasilianischen Real im zweiten Quartal für einen Umsatzrückgang von 70% in Schweizer Franken. Somit belief sich der Umsatz im ersten Halbjahr auf CHF 37 Mio. oder 55% des Vorjahresergebnisses. Der brasilianische Markt für ästhetische Zahnmedizin schrumpfte aufgrund des Lockdowns in den grössten Städten des Landes. Dank der 17 Ladengeschäften und Distributionszentren der Gruppe konnten die Kunden dort jedoch Produkte kaufen und gleichentags in Empfang nehmen – ein Vorteil, der neue Kunden brachte. Im Gegensatz zum vorherrschenden Trend erreichte Argentinien im ersten Halbjahr ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahresergebnis. Gleiches gilt für Yller Biomateriais dank der Nachfrage nach Kunstharzen für den 3D-Druck. In der Zwischenzeit beenden die brasilianischen Regionen eine nach der anderen ihren Lockdown. Andere Länder waren Ende Juli noch immer im Lockdown, während die Region weiterhin mit der Pandemie zu kämpfen hat und vor bedeutenden wirtschaftlichen Folgen steht.

OPERATIVE UND FINANZIELLE SITUATION

Die Ergebnisse der Gruppe wurden nicht nur durch die massiven Auswirkungen der globalen Pandemie und die dadurch ausgelöste wirtschaftliche Rezession beeinflusst, sondern auch durch eine Reihe weiterer Faktoren. Um den Vergleich zu erleichtern, legt die Gruppe zusätzlich zu den gemäss IFRS ausgewiesenen Ergebnissen auch die ‘Kern’-Ergebnisse vor.

In den ersten sechs Monaten 2020 wurden die folgenden Effekte (nach Steuern) als nicht zu den Kernaktivitäten gehörende Posten definiert:

  • Abschreibung auf akquisitionsbezogene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von CHF 5 Mio.
  • Wertminderungen von insgesamt CHF 150 Mio. von finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerten einschliesslich Createch, Dental Wings und Equinox – hauptsächlich als Folge von COVID-19
  • Einmalige Restrukturierungskosten durch die Redimensionierung der globalen Belegschaft in Höhe von insgesamt CHF 13 Mio. 

Bruttogewinn durch deutlichen Rückgang der Verkaufsvolumen reduziert

Als Reaktion auf die globale Pandemie und zur Vorbereitung auf die neue wirtschaftliche Realität, ergriff die Gruppe rasch Massnahmen, um Kapazitäten anzupassen, den Betriebsaufwand zu reduzieren und Investitionen zu verschieben. Dadurch konnten die Auswirkungen des deutlichen Umsatzrückgangs auf die Profitabilität abgemildert werden. Dennoch lag der Kern-Bruttogewinn für das erste Halbjahr CHF 173 Mio. unter dem des Vorjahres, und die entsprechende Marge sank um 620 Bp. auf 71%. Ohne Währungseffekte ging die Marge um 530 Bp. zurück.

Kern-EBITDA-Marge sinkt auf knapp über 23%

Kostensenkungen in anderen Bereichen trugen ebenfalls dazu bei, die Auswirkungen auf den Gewinn abzufedern. Kern-Vertriebsaufwendungen, zu denen die Saläre der Verkaufsteams, Provisionen und Logistikkosten gehören, sanken um CHF 19 Mio. auf CHF 141 Mio. Die Kern-Verwaltungskosten, welche F&E, Marketingkosten und Gemeinkosten beinhalten, wurden um CHF 28 Mio. auf CHF 203 Mio. gesenkt. Diese kombinierten Massnahmen trugen dazu bei, das Kern-Betriebsergebnis auf CHF 100 Mio. zu bringen (CHF 141 Mio. vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen). Durch die Kosteneinsparungen wurden die Innovationskraft, Produktion und Distribution sowie der Verkauf erstklassiger Lösungen nicht beeinträchtigt. Die staatlichen Zuschüsse zur Milderung von Arbeitsplatzverlusten beliefen sich auf CHF 12 Mio. Kern-EBITDA- und Kern-EBIT-Marge gingen um 830 Bp. auf 23.3% bzw. um 1090 Bp. auf 16.6% zurück. Etwa 150 Bp. dieses Rückgangs sind auf negative Währungseffekte zurückzuführen.

Kern-Reingewinn sinkt um 57%

Der Kern-Nettofinanzaufwand belief sich auf CHF 12 Mio., was in erster Linie durch Verluste bei Währungsabsicherungen und Zinszahlungen bedingt ist. Bei einem nahezu dem Vorjahr entsprechenden anteiligen Ergebnis an assoziierten Unternehmen und nach Einkommenssteuern von CHF 13 Mio. sank der Kern-Reingewinn um 57% auf CHF 74 Mio., was eine Marge von 12% ergibt. Der unverwässerte Kerngewinn pro Aktie sank um mehr als die Hälfte auf CHF 4.49. Einschliesslich Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen, Wertminderungen, Restrukturierungskosten und deren gesamter Auswirkungen auf die Steuern betrug das ausgewiesene Nettoergebnis CHF –94 Mio.

Free Cashflow erreicht CHF 12 Mio.

Der operative Cashflow belief sich auf CHF 61 Mio. Geringere Forderungen und Verbindlichkeiten sowie höhere Lagerbestände hatten eine Bereinigung des Nettoumlaufvermögens von CHF –43 Mio. zur Folge. In den ersten sechs Monaten 2020 stiegen die Forderungsausstände in Tagen um 35 auf 92, während die Lagerdauer um 27 auf 202 Tage stieg. Zinszahlungen einschliesslich für Leasingverbindlichkeiten beliefen sich auf CHF 7 Mio. 

Im zweiten Quartal wurden mehrere Projekte unterbrochen bzw. aufgeschoben, sodass sich der Investitionsaufwand im ersten Halbjahr um CHF 24 Mio. verringerte. Die Gruppe setzte ihre Initiativen zum Ausbau der Produktion fort. Dabei beliefen sich die Gesamtinvestitionen auf CHF 61 Mio., was nahezu der Hälfte des vergleichbaren Betrags im ersten Halbjahr 2019 entspricht, als die Gruppe einige strategische Akquisitionen tätigte.

Zur Refinanzierung einer fällig werdenden Anleihe und zur Sicherung der Liquidität für allgemeine unternehmerische Zwecke während der anstehenden Phase der Unsicherheit schloss die Gruppe zugesagte Kreditlinien ab und gab zusätzlich zwei Anleihen heraus – die erste im April in Höhe von CHF 280 Mio. und die zweite im Juni (ausgezahlt im Juli) in Höhe von CHF 200 Mio.

Die Liquidität zum 30. Juni 2020 betrug CHF 381 Mio. und damit CHF 93 Mio. weniger als die finanziellen Verbindlichkeiten, wogegen die Nettoliquidität zu Jahresbeginn CHF 20 Mio. betrug. Die Bilanzsumme der Gruppe ging von CHF 2.4 Mrd. zum Jahresende 2019 auf CHF 2.2 Mrd. zurück. 

AUSBLICK 2020 (vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse)

In einigen Ländern und Regionen stehen die Zeichen auf Lockerung, und die Dentalmärkte weisen Erholungstendenzen auf. Die Praxen haben sich gut an die neuen Sicherheitsstandards angepasst, wenn auch mit geringerer Effizienz. Es lässt sich nur schwer sagen, inwieweit die derzeitige Besserung auf einen Nachfragestau zurückzuführen ist und ob sie auch im Hinblick auf mögliche weitere COVID-19-Infektionswellen anhält. Aufgrund der derzeitigen pandemiebedingten Unsicherheiten gibt die Gruppe keine Prognose für Umsatz und Gewinn für das Gesamtjahr. Die Geschäftsgrundlagen der Gruppe sind intakt. Diese ist zuversichtlich, dass sie – sobald Wirtschaft und Konsumentenvertrauen wieder zur Normalität zurückkehren – als eine noch stärkere Marke und bevorzugter Partner der Kunden aus der Krise hervorgehen wird.

Quelle: Straumann

Foto Teaserbild: FuntP – STOCK.ADOBE.COM

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