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Praxiseinrichtung 18.09.2017

Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan

Christine Göke
Christine Göke
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Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan

Als die Überlegungen, sich mit einer eigenen kieferorthopädischen Praxis niederzulassen, bei Frau Dr. von der Gracht konkrete Formen annahmen, stand für sie eine sehr wichtige Frage im Raum: Sollte sie sich Räumlichkeiten unmittelbar in ihrem Wohnort Düsseldorf suchen, sich somit in die lange Reihe bereits niedergelassener Kollegen stellen, oder wäre sie möglicherweise besser beraten, in einem kleineren Ort außerhalb der Stadtgrenzen den großen Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen?

Die entscheidungsfreudige Kieferorthopädin war sich sehr schnell sicher, in der zweiten Variante ihren persönlichen Favoriten gefunden zu haben, und so weckte nach kurzer Suche die leerstehende Etage eines zentral in der Fußgängerzone gelegenen Hauses in der Stadt Grevenbroich ihr Interesse, welche im Rhein-Kreis Neuss im Städtedreieck Düsseldorf – Köln – Mönchengladbach liegt.

Gestern Chinarestaurant, heute kieferorthopädische Fachpraxis

Die Räumlichkeiten hatten jedoch einen Haken: Es handelte sich um ein ehemaliges chinesisches Restaurant, dessen Inhaber quasi über Nacht die Räume verlassen und die gesamte Einrichtung bis hin zum Besteck zurückgelassen hatten. Die gesamte Technik war noch vorhanden, inklusive zahlreicher Kühl- und Gefrierschränke.

Die Räume waren perfekt zugeschnitten auf den vormals herrschenden Restaurantbetrieb, der Zustand der ehemaligen Küche war jedoch katastrophal, da in diesem Bereich eine dicke Fettschicht regelrecht Decke und Wände durchtränkte.Der Vermieter stand nun vor der großen Aufgabe, diese verlassenen Räume entweder einer möglichst ähnlichen, oder, mithilfe nicht unerheblicher Investitionen, gänzlich anderen Funktion zuzuführen und so neue Mieter zu finden. Um eine tatsächliche Eignung des ehemaligen Chinarestaurants zur späteren kieferorthopädischen Praxis fundiert beurteilen zu können, beauftragte Frau Dr. von der Gracht das Innenarchitektur- und Planungsbüro GÖKE PRAXISKONZEPTE mit Sitz in Düsseldorf, als Spezialisten im Bereich der Planung und Einrichtung von Arzt- und Zahnarztpraxen, mit der Erstellung erster Planungsvorschläge, die auf der Basis intensiver Dialoge zwischen Kunde und Praxisplaner entstanden, sodass alle Wünsche an die zukünftige potenzielle Wirkungs- bzw. Arbeitsstätte Berücksichtigung fanden.

Rasch kamen die Gesprächspartner überein, dass die momentan noch sehr unattraktive Fläche die für Frau Dr. von der Grachts Anforderungen an eine kieferorthopädische Praxis, inklusive der Option der späteren Erweiterung um weitere Behandlungszimmer, perfekte Räumlichkeiten darstellte – allerdings waren hierfür äußerst umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig.

Etappenziel: Rohzustand

Der Vermieter der Räume ließ sich vom gemeinsam erarbeiteten Praxiskonzept überzeugen, und so stand einer Unterzeichnung des Mietvertrages, der Erstellung des Bauantrages und nach Genehmigung dem kurzfristigen Start der Abriss- und darauf folgenden Aufbaumaßnahmen nichts mehr im Weg. Die vorhandene Einrichtung mitsamt der Küchentechnik wich, ebenso der vorhandene Boden, die Rasterdeckenplatten inklusive der Beleuchtung, die alten Heizungen sowie die gesamten, veralteten Elektro- und Sanitärinstallationen wurden entsorgt und die Etage in den Rohbauzustand versetzt.

Praxis in Sicht

Nachdem die gesamte Fläche vom Vermieter nahezu entkernt war und sich nun sozusagen pur – und mit einem schönen Ausblick über die Grevenbroicher Fußgängerzone – präsentierte, begann auf der Grundlage der vorliegenden Grundriss- und Installationsangaben des Büros Göke Praxiskonzepte der umfangreiche Aufbau. Die Bauleitung führte Dipl.-Ing. Hartwig Göke selbst, und so entstand in recht kurzer Bauzeit im ehemaligen Chinarestaurant eine moderne und hochwertig ausgestattete Praxis für Kieferorthopädie.

Frisch, sauber, hochwertig

Bei der Einrichtung legte die Kieferorthopädin Wert auf eine zeitlose Ausstattung mit viel Transparenz und freundlicher Helligkeit, und so präsentieren sich heute weiße Möbel zu glattgeputzten Wänden, eine durchlaufende Gipskartondecke zu raumhohen Glastrennwänden, ein PVC-Boden in Holzoptik zu Behandlungseinheiten mit farblich zeitlosen Polstern – alles hell und freundlich gehalten, sodass sich Patienten willkommen und die Behandlerin und ihre Mitarbeiterinnen in den Räumen wohlfühlen.

Das Erscheinungsbild der Praxis ist frisch, sauber und hochwertig, die neu gestalteten Räume wirken einladend, hell und freundlich. Um mögliche kurze Wartezeiten zu überbrücken, steht den Patienten im Wartebereich eine ansprechende Auswahl an Zeitschriften und iPads sowie ein digitales Unterhaltungsprogramm für die Kleinsten zur Verfügung.

Die Behandlungsbereiche sind auf dem neuesten Stand der Technik, sodass die Patienten auf ein umfassendes Behandlungsspektrum moderner Kieferorthopädie zurückgreifen können.

Ganz sicher wird das geplante Konzept, mit dieser kieferorthopädischen Praxis alle Altersklassen gleichermaßen anzuziehen, aufgehen.

Fazit

So durchlebte das ehemalige Chinarestaurant, samt seiner gastronomischen Begleiterscheinungen eine echte, sehr umfangreiche Metamorphose. Den Besucher empfängt nun eine sehr moderne, schicke und vor allem erweiterbare kieferorthopädische Praxis mit klarer Linie und vorerst drei Behandlungsplätzen, die bereit ist, alle Herausforderungen der Zukunft anzunehmen. Ein Gesamtkonzept, das, gut durchdacht, geschmackvoll und sehr hochwertig umgesetzt, den erwünschten Erfolg verspricht.

Der Artikel erschien in ZWP SPEZIAL 9/17.

Foto: Achim Grothus
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