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Branchenmeldungen 28.07.2020

Berufung: Erneute Schlappe für falschen Züricher Zahnarzt

Berufung: Erneute Schlappe für falschen Züricher Zahnarzt

Ein Zahnarzt, der jahrelang ohne Berufsausübungsbewilligung praktizierte und abrechnete, hatte Berufung gegen seine Verurteilung eingelegt. Doch der Richter am Obergericht blieb davon unbeeindruckt und liess ihn abblitzen.

Der Fall des 36-Jährigen Zahnarztes wurde vor gut einem Jahr am Bezirksgericht verhandelt (ZWP online berichtete). Ihm wurde vorgeworfen, zwischen 2014 und 2017 in unzähligen Fällen – 4’000 Positionen hatte er abgerechnet – ohne Bewilligung praktiziert zu haben. Er besitzt zwar die nötige Ausbildung, hatte in Riga Zahnmedizin studiert, doch was ihm fehlte, war mit der Berufsausübungsbewilligung die offizielle Erlaubnis der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich. Der damals zuständige Richter urteilte mit besonderer Härte und legte eine Busse von 70’000 Franken fest.

Bis heute bestreitet der Zahnarzt den Tatbestand. Er habe angeblich nur unter Aufsicht seiner Schwester, die selbst ebenfalls Zahnärztin ist, behandelt. Dem widersprechen jedoch verschiedene Zeugenaussagen, unter anderem die der Empfangsdame. Zudem sei er auch einziger Gesellschafter gewesen, Praxismiete, Löhne usw. liefen alles über ihn, so nzz.ch.

Der Versuch des Schweizers, einen Freispruch zu erwirken, scheiterte nun auch vor dem Obergericht, die Berufung wurde abgelehnt. Einzig beim Strafmass kam der Richter dem Angeklagten entgegen. Er reduzierte die Busse auf 40’000 Franken, da ein Teil der Fälle bereits verjährt sei.

Foto Teaserbild: UncleFredDesign – stock.adobe.com

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