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Branchenmeldungen 08.02.2016

Fortbildung und Wintersport vereint

Fortbildung und Wintersport vereint

Foto: © OEMUS MEDIA AG

35. Internationales Symposium in St. Anton am Arlberg erfreute sich großer Beliebtheit: Zahlreiche MKG- und Oralchirurgen, Zahnärzte und Kieferorthopäden erlebten Wissenschaft und Praxis vor einer winterlichen Bergkulisse.

Vom 30. Januar bis 5. Februar bot St. Anton am Arlberg bei bestem Winterwetter ein Diskussionsforum in kollegialer Atmosphäre. Rund 200 Kongressteilnehmer erlebten eine facettenreiche Fortbildungswoche aus Wissenschaft und Praxis. Das Symposium wurde bereits zum 35. Mal veranstaltet und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Neuer Träger der Veranstaltung ist die Akademie für MKG-Chirurgen, Oralchirurgen und Zahnärzte mit Sitz in Basel, Schweiz.

Breites Themenspektrum 

Wie auch 2015 war das wissenschaftliche Programm interdisziplinär aufgestellt und schloss das Fachgebiet Kieferorthopädie ein. Ausgewiesene Experten referierten u.a. zu den Themen Implantologie/Implantatprothetik, Augmentation und Non-augmentative Verfahren, Bildgebung/Bildgestützte Verfahren/Navigation, Endoskopische Verfahren, Dentoalveoläre Chirurgie, Traumatologie, Kieferorthopädische Chirurgie, Onkologie und Rekonstruktive Chirurgie, Komplikationen und Gefahren/Der besondere Fall, Pharmakologie/Schlafmedizin sowie Praxismanagement.

Impressionen des 35. Internationalen Symposiums in St. Anton

So stellte sich u.a. Univ.-Prof. DDr. Bilal Al-Nawas, Mainz, der Frage „Große Augmentationen – brauchen wir Knochenersatzmaterial?“. Dr. Ernst Fuchs-Schaller aus Zürich-Bäch, Schweiz, gab einen Überblick über die Germektomie und präsentierte seinen Zuhörern entsprechende Langzeitresultate. Einen Einblick der besonderen Art gab Zahnarzt Martin Ulbrich aus Husum mit seinem Vortrag zum oralchirurgischen Spektrum innerhalb der Bundeswehr. Dabei ging er auf die speziellen Verletzungsarten in Krisengebieten ein. Um Sicherheit und Qualität der Behandlung vor Ort zu gewährleisten, werden die zum Einsatz kommenden Zahnärzte zuvor einem intensiven Screening unterzogen, in welchem u.a. ein einwandfreier Zahnstatus nachgewiesen werden muss.

Des Weiteren wurden den Kongressteilnehmern zahlreiche Innovationen vorgestellt. Dazu gehörte beispielsweise die Hand- und Robotergeführte Laserosteotomie. Deren umfassende Vorteile bot PD Dr. Stefan Stübinger aus Basel eindrücklich dar: Durch die Miniaturisierung des Laserkopfes kann ein ergonomischer Gesamtaufbau sowie eine hohe Genauigkeit und absolute Freiheit der Schnittgeometrien erreicht werden. Zudem wird eine Beschleunigung der Knochenheilung ermöglicht.

Innerhalb des implantologischen Themengebiets zeigten ZTM Carsten Fischer aus Frankfurt a.M. und Dr. Peter Gehrke aus Ludwigshafen Chancen und Grenzen neuer Techniken und Werkstoffe auf. Sie kamen zu dem Schluss, dass CAD/CAM-Abutments systemspezifische Herstellungs- und Qualitätsunterschiede aufweisen. Eine präzise Definition, die den jeweiligen Herstellungsprozess beschreibt und differenziert, sei hier notwendig. Abutments sollten vor dem klinischen Einsatz mittels Ultraschallprotokoll gereinigt werden. Darüber hinaus wird eine Oberflächenrauigkeit von 0,2 µm bis 0,3 µm empfohlen. 

Inhaltsreiche Workshops 

 Damit die Praxis nicht zu kurz kommt, gab es die Möglichkeit, an verschiedenen anwenderorientierten Workshops, u.a. von BEGO, Bicon, CAMLOG, Geistlich Biomaterials, Heraeus Kulzer, Nobel Biocare und SUNSTAR, teilzunehmen.

Rahmenprogramm 

St. Anton am Arlberg ist seit jeher internationaler Treffpunkt für Wintersportfreunde aus allen Ländern. Neben Snowboard- und Ski-Vergnügen bietet der beliebte Urlaubsort auch die Möglichkeit zum Eislaufen und Eisstockschießen. So konnten die Gäste am Dienstag, dem 2. Februar, den Winterabend auf der Kunsteisbahn mitten in St. Anton am Arlberg samt Grillwurst und Glühwein ausklingen lassen und die tiefverschneite Bergkulisse bewundern.

Mit einer Preisverleihung der Firma MCC Medical CareCapital für den besten Erstlingsvortrag und einer abschließenden Diskussionsrunde endete der siebentägige Kongress am 5. Februar. Den Preis erhielt  in diesem Jahr Dr. Silvio Valdec aus Zürich, Schweiz.

Das Symposium erfreut sich längst großer Beliebtheit, sowohl unter den Teilnehmern als auch Industriepartnern. Der Großteil der Gäste ist seit Anbeginn jedes Jahr aufs Neue dabei und genießt das familiäre Miteinander.

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