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Branchenmeldungen 13.01.2020

Stundenlohn: Schweizer Zahnärzte verdienen top

Stundenlohn: Schweizer Zahnärzte verdienen top

Der Beruf des Zahnarztes ist aus finanzieller Sicht nach wie vor äusserst lukrativ. So zeigt eine aktuelle Studie zum Stundenlohn verschiedener Schweizer Akademikergruppen: Zahnärzte verdienen mit 79 CHF pro Stunde am besten.

Die Gegenüberstellung der Jahreseinkommen verschiedener Berufsgruppen ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Um Gehälter real abzubilden, hat die Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) aus diesem Grund den Stundenlohn ermittelt. Die von der Swiss Medical Association (FMH) in Auftrag gegebene Personenbefragung nutzte als Grundlage die jährlich vom Bundesamt für Statistik erfasste Schweizer Arbeitskräfteerhebung SAKE von 2014 bis 2017.

Unter Berücksichtigung tatsächlicher Wochenarbeitszeit, Ferientage und kantonaler Feiertage bekommen Schweizer Zahnärzte den besten Stundenlohn. Die Gruppierung nach Alter verdeutlicht, dass Zahnärzte ab 35 Jahre im Schnitt sogar 88 CHF pro Stunde verdienen.

Auch wenn das Jahresgehalt von Ärzten (148'000 CHF) und Zahnärzten (155'000 CHF) keinen besonders grossen Abstand aufweist, auf den Stundenlohn heruntergebrochen, verdienen Ärzte allerdings lediglich 68 CHF, in der Altersgruppe ab 35 Jahre sind es immerhin 78 CHF. Grund hierfür ist deren vergleichsweise hohes Arbeitsvolumen von 49,5 Stunden pro Woche. Bei Zahnärzten liegt dieses im Schnitt bei 42 Wochenstunden. Recht gut aufgestellt in Sachen Stundenlohn sind zudem Juristen mit 76 CHF im Median sowie Volkswirte mit 72 CHF.

Anhand der Untersuchung wurden zudem hohe regionale Unterschiede bei den Gehältern deutlich. Akademiker in der Zentralschweiz und Genferseeregion sollen bis zu 18 Prozent mehr verdienen als beispielsweise in Zürich oder in der Ostschweiz.

Die Autoren der Studie geben zu bedenken, dass aufgrund der geringen Teilnehmerzahl von Zahnärzten die Ergebnisse dieser Berufsgruppe mit Vorsicht zu geniessen sind.

Der Bericht kann hier eingesehen werden.

Foto: Brazhyk – stock.adobe.com

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