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Wissenschaft und Forschung 08.07.2020

Mundpflegeprogramm für Senioren belegt Schutz vor Pneumonie

Mundpflegeprogramm für Senioren belegt Schutz vor Pneumonie

Körperpflege von Altenheimbewohnern darf Mundpflege nicht ausschließen. Die Effekte eines in den USA eingeführten Mundpflegeprogramms mit dem Titel „Mouth Care Without a Battle“ (Mundpflege ohne Kampf) zeigt einmal mehr, warum.

Angesichts komplexer Zusammenhänge zwischen Mundgesundheit und Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz usw. steht die Bedeutung einer guten Mundhygiene bei älteren Menschen insbesondere mit kognitiven und/oder körperlichen Beeinträchtigungen außer Frage. Auch im Kontext mit Pneumonie konnten Studien bereits auf die Rolle der Mundhygiene aufmerksam machen. Das UNC Sheps Center der Universität von North Carolina, USA, liefert nun Belege, dass eine korrekte Mundpflege als Präventivmaßnahme vor Lungenentzündung angesehen werden kann. So fiel die Zahl erfasster Lungenentzündungen in den Einrichtungen mit dem Mundhygieneprogramm im Vergleich zu anderen Pflegeheimen signifikant geringer aus – sie war um ein Drittel reduziert, wie der Beobachtungszeitraum von einem Jahr offenlegte.

Im Zuge des „Mouth Care Without a Battle“-Programms wurde das Pflegepersonal besonders geschult: Es lernte neue Techniken, Produkte und individuelle Pflegepraktiken, die das Vertrauen in ihre Arbeit verbessern sollte. Die erlernte Pflegeroutine beinhaltete Zähneputzen der Heimbewohner, das Verwenden von Zahnseide sowie die Zahnfleischpflege.

Die im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte Studie zeigt, dass das Pflegepersonal bei der Mundhygiene der Heimbewohner eine Schlüsselrolle übernehmen könnte, dies jedoch die Notwendigkeit neuer Standards in der Pflege voraussetzt.

 

Foto Teaserbild: aletia2011 – stock.adobe.com

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