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Recht 16.11.2017

SSO veröffentlicht Leitfaden für Berufs- und Titelbezeichnungen

SSO veröffentlicht Leitfaden für Berufs- und Titelbezeichnungen

„Unlauter handelt insbesondere, wer unzutreffende Titel oder Berufsbezeichnungen verwendet, die geeignet sind, den Anschein besonderer Auszeichnungen oder Fähigkeiten zu erwecken“ (Art. 3c, UWG). Bei der Vielzahl an möglichen Titeln, Qualifikationen, Spezialisierungen – die ggf. im Ausland verliehen bzw. erworben wurden – ist die Einhaltung der Richtlinien gegen unlauteren Wettbewerb nicht unbedingt trivial. Deshalb hat das Büro für Zahnmedizinische Weiterbildungen (BZW) der Schweizerischen Zahnärztegesellschaft (SSO) nun einen Leitfaden veröffentlicht, der Orientierung bieten soll.

Der Leitfaden geht ausführlich und in Beispielen auf die erlaubte Verwendung der akademischen Titel „B Dent Med“, „M Dent Med“, „dipl. Zahnarzt“ und „Dr. med. dent.“ ein – besonders für im Ausland erworbene Doktortitel. Grundsätzlich lässt sich hier sagen, dass ausländische Doktortitel, insbesondere „Berufsdoktoren“, die nicht mit den Schweizer Titeln vergleichbar sind, dem Namen nachgestellt und mit dem Herkunftsland bzw. der verleihenden Universität ausgezeichnet werden müssen.

In welcher Weise andere im Ausland erworbene akademische Titel wie z.B. „PD“ und „Prof.“ verwendet werden dürfen, haben die Universitäten in ihren Reglementen festgehalten. Gleichwertige Titel werden aber in der Regel dem Namen nachgestellt und mit einem Zusatz zur verleihenden Universität versehen.

Weitere Informationen zu Fachzahnarztiteln, zahnmedizinischen Tätigkeitsbezeichnungen und zur Angabe von Mitgliedschaften in Fachorganisationen finden sich im Dokument der BZW.

Quelle: SSO

Foto: fotogestoeber – stock.adobe.com
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