Praxis

„Apps auf Rezept“ – Trend zu fehlendem Nutzen verfestigt sich

Branchenmeldungen 07.04.2025
„Apps auf Rezept“ hinken auch nach mehr als vier Jahren ihren Möglichkeiten hinterher, die Versorgung maßgeblich zu verbessern. Grund dafür sind zu niedrige Zulassungsvoraussetzungen für die Aufnahme als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und ein oftmals zu Beginn nicht nachgewiesener Nutzen. Gleichzeitig steigen Ausgaben und Verordnungen kontinuierlich an. Das zeigt der vierte Bericht des GKV-Spitzenverbandes über die Inanspruchnahme und Entwicklung der Versorgung mit Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA). Vom 1. September 2020 bis 31. Dezember 2024 wurden insgesamt 861.000 DiGA in Anspruch genommen. Die GKV hat dafür 234 Millionen Euro gezahlt. Allein im Zeitraum 2023 bis 2024 sind die Ausgaben um 71 Prozent angestiegen. Dabei konnten nur deutlich weniger als ein Fünftel der ins DiGA-Verzeichnis aufgenommenen Anwendungen ihren Nutzen von Beginn an nachweisen. Vier von fünf DiGA kommen entsprechend zunächst nur testweise in die Versorgung.

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