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Branchenmeldungen 01.04.2019

Angedreht: Erhalten Schweizer Patienten unnötige PZR-Termine?

Angedreht: Erhalten Schweizer Patienten unnötige PZR-Termine?

Die professionelle Zahnreinigung (PZR) gehört in nahezu jeder Schweizer Zahnarztpraxis zum Standardportfolio. Nicht nur, weil Zahnmediziner darin einen wichtigen Nutzen sehen, sondern vor allen Dingen, weil es ein lukratives Geschäftsmodell ist.

So lautet zumindest der Vorwurf vieler Patienten. Diese sind zunehmend verunsichert, in welcher Regelmässigkeit eine Zahnprophylaxe eigentlich sinnvoll sei. Dentalhygienikerinnen sollen ihnen zusätzliche PZR-Termine regelrecht aufschwatzen, wie 20min.ch berichtete. Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS bestätigt, dass die Beschwerden von Patienten diesbezüglich zwar keine Neuheit seien, dass sie aber jüngst deutlich zugenommen hätten.

So unterschiedlich die Empfehlungen im direkten Patientengespräch, so unterschiedlich sind sie auch auf den Webseiten der Zahnärzte. Während manche Praxen eindringlich auf die Notwendigkeit halbjährlicher Zahnreinigung hinweisen, reicht bei anderen ein jährlicher Rhythmus. Vertreter der SSO sprechen sich für zwei Sitzungen pro Jahr aus.

Das Thema Übertherapien sei schon seit Längerem ein Problem – nicht nur im Bereich der Prophylaxe. Insbesondere Implantate werden Patienten übermässig „angedreht“. Grund für die unseriösen Methoden sei der steigende Konkurrenzdruck unter den Praxen (ZWP online berichtete). Dennoch: Letztendlich ist die PZR ein freiwilliges Angebot, das jeder Patient in Eigenverantwortung nutzen kann.

Foto: Robert Przybysz – stock.adobe.com

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