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Branchenmeldungen 16.04.2019

Dreist: Zahnarzt aus Waadt nutzt Irrtum der Steuerzahler aus

Dreist: Zahnarzt aus Waadt nutzt Irrtum der Steuerzahler aus

Folgendes Szenario: Auf dem Konto einer Zahnarztpraxis gehen Zahlungen ein, die nicht für diese bestimmt waren. Als die Überweiser ihren Fehler bemerken, fordern sie ihr Geld zurück. Der Zahnarzt will von all dem jedoch nichts wissen.

Zuerst hatte ihm im Mai 2018 ein 26-jähriger Informatiker irrtümlich knapp 500 Franken überwiesen, die eigentlich für die Genfer Steuerverwaltung bestimmt waren. Der Zahnarzt stritt gegenüber dem jungen Mann vehement ab, das Steuergeld erhalten zu haben. Erst nach wochenlangen Diskussionen lenkte er ein, behielt jedoch rund zwölf Prozent als «Aufwandsentschädigung» ein.

Im Sommer gingen dann sogar rund 1'000 Franken bei dem Zahnarzt aus dem Waadtland ein. Auch in diesem Fall versuchte der Zahnarzt, Profit aus der Verwechslung mit der Steuerverwaltung zu ziehen. 50 Franken Verwaltungskosten wollte er einbehalten.

Erst als die Öffentlichkeit Wind von seinem unverschämten Handeln bekam, erstattete er den Steuerzahlern die vollständige Summe zurück. Die Ursache für die Pannen seien die sehr ähnlichen Kontonummern und identischen Prüfziffern, wie 20min.ch berichtete. Die Steuerzahler hatten ihre Überweisung via Banking-App vorgenommen, die das Einscannen des Einzahlungsscheins erfordert. Dabei scheinen Ziffern falsch ausgelesen worden zu sein.

Foto: Mopic – stock.adobe.com

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