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Wissenschaft und Forschung 16.09.2020

Jetzt wird’s haarig: Bei Haarausfall zum Zahnarzt?

Jetzt wird’s haarig: Bei Haarausfall zum Zahnarzt?

Allein in Deutschland sind laut Alopecia Areata Deutschland e.V. über 1,5 Millionen Menschen von Alopecia areata betroffen. Trotz der weiten Verbreitung sind die Ursachen bis heute unklar. Eine spanische Studie liefert Hinweise, dass eine Verbindung zur Mundgesundheit besteht.

Diese Form des entzündlichen, kreisrunden Haarausfalls – sowohl bei Frauen als auch bei Männern anzutreffen – tritt nicht erst im Alter, sondern vornehmlich vor dem 40. Lebensjahr auf. Forscher gehen von einer Autoimmunerkrankung aus, bei der der Organismus Stoffe produziert, welche die Haarfollikel angreifen.

Forscher der Universität Granada, Spanien, konnten erstmals Zahnerkrankungen als mögliche Ursache für Alopecia areata identifizieren. In ihrer Studie erklären sie, dass die kahlen Stellen normalerweise auf einer Linie von der Zahninfektion projiziert werden. Sie können auf dieser imaginären Linie demnach Bart, Augenbrauen und Kopfhaut betreffen.

Aus Mangel an fundierten Belegen bezüglich der Ursachen wird der Haarausfall bisher primär symptomatisch behandelt. Die spanischen Forscher raten, bei Haarausfall auch den Zahnarzt aufzusuchen, um eventuelle orale Infektionen abzuklären.

Die Studie ist im British Dental Journal erschienen.

Foto Teaserbild: Siam – stock.adobe.com

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