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Abrechnung 12.01.2015

Zahnkorrekturen im Erwachsenenalter

Zahnkorrekturen im Erwachsenenalter

Schöne und gesunde Zähne sind in der heutigen Zeit für viele Menschen wichtig. Immer häufiger wünschen deshalb auch Erwachsene eine Korrektur der Zahnstellung. Nicht immer ist eine kieferorthopädische Behandlung medizinisch notwendig, wird aber aus ästhetischen Gründen gewünscht. Eine herkömmliche Behandlung mit Brackets schreckt jedoch viele Patienten ab.

Es gibt eine nahezu unsichtbare Methode, bei der die Zähne durch elastische Klarsichtschienen bewegt werden. Zu Beginn der Planung werden Modelle des Ober- und Unterkiefers hergestellt. Durch ein computergesteuertes Programm werden die Modelle erfasst und der komplette Behandlungsverlauf dreidimensional simuliert. In kleinsten Einzelschritten soll die Zahnstellung korrigiert werden. Das heißt, es wird für jeden Behandlungsschritt ein neues Modell berechnet und darauf mit einem thermoplastischen Material eine dünne Schiene hergestellt. Je nach Umfang der Behandlung sind zwischen 20 und 60 Tiefziehschienen nötig. Eine Schiene wird ungefähr 14 Tage getragen und danach kommt die nächste Schiene zum Einsatz. Die Patienten erscheinen in einem Abstand von vier bis sechs Wochen in der Praxis zur Kontrolle oder Abholung einer neuen Schiene. Diese Schienen werden nur beim Essen und der Zahnpflege herausgenommen.

Bei der Behandlung von Erwachsenen kann man hiermit sehr schöne Erfolge erzielen. Bei Kindern ist diese Behandlung nicht möglich, da der Zahndurchbruch und das Schädelwachstum abgeschlossen sein müssen. Patienten, die sich für diese Methode entschieden haben, klagen weniger über Schmerzen und Einschränkungen der Sprache als bei anderen kieferorthopädischen Behandlungsmethoden. Auch der Parodontalzustand ist meist besser, da die Mundhygiene viel besser funktioniert und zu einem geringeren Plaqueindex führt. Durch die fast „unsichtbare“ Schiene erfahren die Patienten auch eine größere Akzeptanz im persönlichen Umfeld und fühlen sich selbst wohler. Die Leistungen werden nach den GOZ-Ziffern 6030 und folgenden abgerechnet. Die Attachments im Zusammenhang mit dieser Behandlung sind in der GOZ 2012 nicht erfasst und werden daher gemäß § 6 Abs. 1 analog berechnet. Im Vorfeld der Behandlung muss die Kostenübernahme geklärt sein. Handelt es sich um eine medizinisch notwendige Behandlung oder um eine Wunschleistung? Bei der Wunsch- oder Verlangensleistung ist es wichtig, dass diese auch bereits entsprechend auf dem Heil- und Kostenplan gekennzeichnet wird. Grundlage hierfür ist der § 2 Abs. 3 der GOZ 2012. Sie muss vom Zahnarzt und Zahlungspflichtigen vor Behandlungsbeginn schriftlich vereinbart werden. Weiterhin muss der Hinweis enthalten sein, dass eine Erstattung der Vergütung der genannten Leistungen durch die Versicherung möglicherweise nicht in vollem Umfang gewährleistet ist. Auch auf dem Rechnungsformular nach § 10 der GOZ steht die Leistung als Verlangensleistung.

Fazit

Auch im Erwachsenenalter muss niemand auf schöne Zähne verzichten. Für hochwertige und kostenintensive Behandlungen benötigen die Patienten eine umfangreiche Aufklärung und Vereinbarung in schriftlicher Form. Leistungen, die auf Verlangen erbracht werden, sind auch als solche zu bezeichnen.

Foto: © contrastwerkstatt - Fotolia
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