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Branchenmeldungen 19.12.2018

Mit Originalen von NSK auf der sicheren Seite

Mit Originalen von NSK auf der sicheren Seite

Die Zahnheilkunde ist ein anspruchsvolles wie komplexes Gebiet mit ausdifferenzierten Fachbereichen. Das erfordert nicht nur umfangreiches Know-how und eine Spezialisierung des Zahnarztes, sondern auch entsprechende Instrumente und Geräte, die die hohen fachlichen wie rechtlichen Anforderungen erfüllen.

Stärker als je zuvor muss ein Zahnarzt überlegen, welche Investitionen er tätigt und auf welchem Weg. Denn im Zuge der Globalisierung des Internets und entsprechender Bezugsquellen sind Hersteller wie Anwender immer stärker mit Plagiaten konfrontiert. Längst hat der Negativtrend auch die wachstumsstarke Dentalbranche erfasst.

Ein erfahrener Anbieter kompletter Praxislösungen ist das japanische Unternehmen NSK. Seit seiner Gründung im Jahr 1930 hat es sich vor allem dank seiner Kernkompetenz in der Hochgeschwindigkeitsrotation mit leistungsfähigen und wegweisenden Dentalinstrumenten einen Namen gemacht und gilt als einer der Marktführer auf diesem Gebiet. Zudem punktet NSK mit bester Qualität, einer ausgeprägten Servicekultur und marktgerechten Preisen.

Seit einiger Zeit machen sich jedoch Plagiatoren die langfristig erworbene Reputation und das Markenimage von NSK zunutze mit dem Ziel, aus geringem Aufwand und billiger Produktion größtmöglichen Profit zu schlagen. In der Konsequenz bedeutet das minderwertige Materialien, eine höhere Abnutzungsgefahr und schlechtere Passgenauigkeit einzelner Bauteile, einen massiven Qualitäts- und damit auch Leistungsverlust bis hin zum schnelleren Defekt des Instruments sowie rechtliche Risiken in puncto Haftung. „Es ist schwierig, die genauen Vertriebswege der Plagiate auszumachen und sie zu den Fälschern zurückzuverfolgen“, erklärt Sven Isele, der als General Manager Sales & Marketing Europe bei NSK tätig ist. Deshalb ist es dem Unternehmen ein besonderes Anliegen, seine Kunden über die im Umlauf befindlichen Kopien aufzuklären und davor zu warnen.

Probleme und Gefahren durch Plagiate

Produktfälschungen sind den Originalen in Sachen Funktionalität und Werterhalt in vielem unterlegen. Das Hauptaugenmerk der Plagiatoren liegt oftmals lediglich auf der optischen Außenwirkung, um die Täuschung zumindest für den Kaufimpuls zu wahren. Da gerade aber Übertragungsinstrumente wie Hand- und Winkelstücke bzw. Turbinen als verlängerter Arm des Zahnarztes bezeichnet werden können und sie direktes Übertragungsmedium seiner Fertigkeiten sind, ist bei ihrem Kauf kompromisslos auf höchste Qualität im Hinblick auf Materialien, Fertigung und ergonomisch-funktionales Design zu achten.

So sorgt die Verwendung hochwertigen Edelstahls oder Titans für Beständigkeit, reduziertes Gewicht und damit für ein nahezu ermüdungsfreies Arbeiten, während minderwertige Metalllegierungen oftmals kratz- und stoßanfällig sind und gefährlichen Materialverschleiß oder -abrieb aufweisen können. Zudem kann schon etwas mehr Gewicht große Folgen für die Handhabbarkeit des Instruments haben. Und nicht zuletzt besteht in puncto Hygiene die Gefahr, dass mangelhafte Materialien zulasten einer gründlichen Aufbereitung gehen.

Auch lässt sich die Konstruktion einzelner Bauteile der Plagiate nicht am jeweiligen Original messen. Bedenkt man z. B. die Wichtigkeit zuverlässiger Spannsysteme und ruhiger Laufeigenschaften sowie die Auswirkungen im negativen Fall, lässt sich erahnen, welche Schwierigkeiten daraus entstehen. Auch können unpassende Adapteranschlüsse und Zubehörteile der Behandlung und dem Patientenvertrauen ein jähes Ende bereiten und nur wenige abweichende Millimeter in der Formgebung zum Verlust des ergonomischen Handlings, zur Reduktion der Sichtverhältnisse und zur Einschränkung des Zugangs zum Behandlungsfeld führen.

Neben therapeutisch-physikalischen Nachteilen bezüglich der Wirksamkeit der Medizinprodukte spielen bei der Nutzung von Plagiaten auch mögliche rechtliche Sanktionen eine große Rolle. Zunächst einmal ist die Verwendung eines Plagiats, noch dazu eines gefälschten Medizinproduktes, ein strafrechtlich relevantes Vergehen. Kommt es zusätzlich noch zu Verletzungen des Patienten, weil das gefälschte „Medizinprodukt“ die von einem Markenprodukt zu erwartende Funktion nicht erfüllt, haftet alleinig der Zahnarzt. Selbstverständlich kann dies existenzbedrohend sein.

Maßnahmen gegen Produktfälschungen

Seit der Entdeckung erster Plagiate von NSK-Produkten hat sich eine Menge getan. So werden im japanischen Mutterhaus (Nakanishi Inc.) gezielt im Internet angebotene Produktfälschungen ausfindig gemacht und die Löschung des jeweiligen Angebots veranlasst. Ausfindig gemachte Plagiatoren werden strafrechtlich verfolgt – sofern sie nicht von staatlicher Seite in ihrem Land protegiert werden. Bei eventuellen Zweifeln bezüglich der Originalität von NSK-Instrumenten bietet der Hersteller an, diese zu überprüfen. In diesem Falle sollen neben einem Foto auch Hinweise bzgl. Modellname, die auf dem Instrument verzeichnete Seriennummer sowie die Bezugsquelle mit einer Überprüfungsbitte an die in den Kontaktdaten aufgeführte E-Mail-Adresse gesandt werden.

Auffällig sind die Dumpingpreise für angebliche NSK-Produkte, mit denen im World Wide Web geworben wird. „Gefälschte rote Winkelstücke mit Licht, z. B. ein Z95L oder X95L, sind dort immer wieder für ca. 200 Euro ausgepreist und diverse Turbinen für nur wenige Dollars. Das kann natürlich realistischerweise gar nicht möglich sein“, appelliert Sven Isele an die Intuition der Verbraucher. Er gibt Anwendern den unbedingten Rat, beim Kauf oder der Bestellung von Dentalinstrumenten oder -geräten auf ein realistisches Preis-Leistungs-Verhältnis und entsprechende Serviceangebote zu achten. Deshalb empfiehlt er, nur beim autorisierten Fachhändler zu kaufen. Noch immer gilt: Wer billig kauft, kauft zweimal.

Foto: OEMUS MEDIA AG/Katja Kupfer
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