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Wissenschaft und Forschung 15.10.2020

Studie zeigt, welche HPV-Typen Risiko für HIV erhöhen

Studie zeigt, welche HPV-Typen Risiko für HIV erhöhen

Ältere Studien deckten bereits eine Verbindung von Humanen Papillomviren (HPV) und der Entwicklung von Krebs auf. Nun liefert eine peruanische Untersuchung Hinweise, dass bestimmte HPV-Typen HIV-Infektionen begünstigen.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich nahezu jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit einem der bisher 200 bekannten Arten von HPV infiziert. Während einige Typen eher harmlos sind und beispielsweise „nur“ Warzen auslösen, sind andere mit der Entwicklung von Krebs assoziiert. Letztgenannte werden als Hochrisiko-Typen bezeichnet.

Forscher der University of California, Riverside (UCR) haben eine groß angelegte Studie mit 600 männlichen Peruanern durchgeführt, um einem möglichen Zusammenhang mit HIV nachzugehen – und diesen gefunden. Sie beobachteten die Männer, die zwei Gruppen zugeordnet wurden (mit und ohne Genitalwarzen) über einen Zeitraum von zwei Jahren. Die Teilnehmer hatten in dieser Zeit Geschlechtsverkehr mit Männern oder Transgender-Frauen. Innerhalb des Beobachtungszeitraum hatten sich sechs Prozent der Männer mit HIV infiziert.

Von 37 untersuchten HPV-Typen konnten die Forscher bei den folgenden Arten eine starke Beziehung zu HIV feststellen: HPV 16, 18, 31, 33, 35, 52 und 58. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der entsprechende HPV-Impfstoff zugleich als Prävention für HIV fungieren kann.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der Fachzeitschrift PLOS ONE erschienen.

Foto: Tatiana Shepeleva – stock.adobe.com

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