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Branchenmeldungen 30.09.2017

Innsbruck empfing Österreichs Zahnärzte

Innsbruck empfing Österreichs Zahnärzte

„Wissen. Strategien. Lösungen.“ – Der 42. Österreichische Zahnärztekongress fand vom 28. bis 30. September in Tirol statt.

Das erste Mal seit acht Jahren organisierte der Verein Tiroler Zahnärzte unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Adriano Crismani wieder die wichtigste nationale Dentalveranstaltung, den 42. Österreichischen Zahnärztekongress. Im Austragungsort Congress Innsbruck versammelten sich hunderte Teilnehmer sowie zahlreiche namhafte Referenten aus dem In- und Ausland. Unter dem Motto „Wissen. Strategien. Lösungen.“ widmeten sie sich aktuellen Fragestellungen in der Zahnmedizin. Dabei wurden nicht nur in Vorträgen, sondern auch in Workshops für das ganze Praxisteam neue Errungenschaften sowie eigene Erfahrungen aus allen dentalen Bereichen präsentiert. Ebenfalls wurde den Besuchern eine umfangreiche Dentalausstellung geboten, während ein Gesellschaftsabend in der Orangerie freundschaftlich-kollegialen Austausch in angenehmer Atmosphäre versprach.

Saal Tirol

Die feierliche Kongresseröffnung im Saal Tirol bildete am Donnerstag den Auftakt zur dreitägigen Veranstaltung. Im Anschluss daran wurde hier unter dem Vorsitz von MR DDr. Gerhard Kreyer die Psychosomatik thematisiert. Der späte Nachmittag gehörte dann CAD/CAM, unter anderem mit einem Beitrag von Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz über „CAD/CAM in der festsitzenden Prothetik“.

Am Freitag moderierte MR Dr. Elvis Gugg den Block der „Allgemeinmedizinischen Zusammenhänge“. Univ.-Prof. DDr. Michael Rasse hatte den Vorsitz des Themenbereiches Infektiologie, in welchem u.a. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Graninger zu „Infektionen der Mundhöhle/des Zahnapparates und Antibiotikaprophylaxe“ informierte. Nach dem Themenbereich Implantatprothetik folgte am Nachmittag die Implantologie. Hierbei fragte sich PD Dr. Gerlig Widmann, wie genau „Guided Surgery in der oralen Implantologie“ wirklich ist. Im Saal Tirol ging es am letzten Kongresstag dann um die Grundlagenforschung. Prof. Dr. Kamal Mustafa erläuterte „Stem cells in augmentative procedures“ und Univ.-Prof. Dr. Reinhard Gruber widmete sich der „Oralen Biologie“.

Mit Osteologie beschäftigte sich der nächste, unter der Leitung von DDr. Otto Steinmaßl stehende Themenblock. Unter anderem informierte Prof. DDr. Michael Ehrenfeld zu „Knochenveränderungen und Knochenläsionen der Kiefer“ und ging speziell auf die Frage „Was kann man beobachten, wann muss man aktiv werden?“ ein. Die Prothetik bildete den Abschluss des Kongresses im Saal Tirol – das Schlusswort hatte hier Univ.-Prof. DDr. Herbert Dumfahrt, der sich und die Zuhörer fragte: „30 Jahre Vollkeramik – eine Erfolgsgeschichte?“

Saal Innsbruck

Am Donnerstag waren nicht nur im Tiroler, sondern auch im Innsbrucker Saal spannende Vorträge zu hören. Zahnerhaltung und die Endodontologie standen im Mittelpunkt mit Beiträgen wie „Moderne Diagnostik und Therapie im Frühstadium der Karies“ von PD Dr. Alexander Welk und „Glide Path Management: A critical step before shaping“ von Prof. Dr. Pierre Machtou.

Weiter ging es am Freitag mit einem Themenschwerpunkt zu Traumatologie und einem Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Kurt Ebeleseder zu der Fragestellung: „Zahntrauma: Wann Chirurgie und wieviel?“.

Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon schloss mit seinem Beitrag über „Biophysik in der Kieferorthopädie: vor 100 Jahren und heute“ den KFO-Block ab. Am Nachmittag ging es im Saal Innsbruck dann um Zahnerhaltung, u.a. mit einem Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Karl Glockner, der „Die direkte Kompositfüllung im Wandel“ thematisierte und dabei die „Veränderung von Indikation und Grenzen im Laufe der Jahre“ analysierte.

Mit der Forensik und dem Referat zu „Zivilrechtlichen Haftungsaspekten der zahnärztlichen Tätigkeit“ von Dr. Werner Engers schloss der zweite Kongresstag im Saal Innsbruck. Am Samstagmorgen betrieb PD Dr. Susanne Scherrer im Rahmen des Themenschwerpunktes Werkstoffkunde eine „Fraktographische Schadenanalyse“. Unter der Leitung von Univ.-Prof. DDr. Ingrid Grunert wurde im Anschluss daran die Gnathologie in den Vordergrund gerückt. Mit der Kinderzahnheilkunde und „Restaurativen Therapiekonzepten in der Kinderzahnheilkunde“ beschloss Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes den Kongress im Saal Innsbruck.

Saal Strassburg

Freie Vorträge waren am Donnerstag im Saal Strassburg zu hören, wobei das Themenspektrum von Strahlentherapie im Kopf- und Halsbereich über Tumore im Kieferbereich, Sinuslift, Antibiotikahygiene und antibiotikafreie Parodontitistherapie bis hin zur Dental-Anthropologie reichte.

Der Auftakt für den Freitag bildete in diesem Saal die CAD/CAM-Prothetik unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Rudolf O. Bratschko. Freie Vorträge, u.a. von Assoz.-Prof. PD Dr. Bernhard Glodny und DDr. Dagmar Schnabl füllten den weiteren Vormittag.

DDr. Irmgard Simma leitete den Nachmittagsblock zur „Ganzheitlichen Zahnheilkunde“ und referierte selbst auch über „Aktuelle Strategien und Lösungen mit Mundakupunktur und Lymphbeltpunkten in der CMD-Frühbehandlung“.

Am Samstagmorgen behandelte Prof. Dr. Ina Nitschke im Kontext der Gerostomatologie „Senioren und deren Wünsche an die Zahnmediziner“. Der Parodontologie wurde im Anschluss daran unter anderem mit dem Beitrag „Resektive Chirurgie im parodontalen Behandlungskonzept“ von DDr. Markus Laky Aufmerksamkeit zuteil.

Saal Brüssel

Freie Vorträge standen am Donnerstag auch im Saal Brüssel auf dem Plan. Unter anderem zeigten DDr. Robert Stigler „Implantate bei alten Patienten – Biologische Besonderheiten des alten Kiefers“ und Dr Klara Janjić den „Einfluss von Hypoxie auf die zentrale circadiane Uhr der Zahnpulpa“ auf.

Sowohl am Freitag als auch am Samstag wurde das ZAssS/PAss Fortbildungsprogramm der Österreichischen Zahnärztekammer angeboten.

Workshops

Teilnehmer der Workshops erhielten am Donnerstag und Freitag praktische Fortbildung. Von „Wissen und Lösungen: Kiefergelenk – Ostheopathie – Akupunktur“ unter der Leitung von DDr. Irmgard Simma bis hin zur „Umsetzung des chirurgisch-prothetisch digitalen Workflows im Ordinationsablauf“ mit Univ.-Prof. DDr. Werner Zechner wurde ein breites thematisches Spektrum abgedeckt.

Drei Tage mit einem überaus anspruchsvollen und breit gefächerten Wissenschaftsprogramm garantierten den Teilnehmern, informierter, klüger, erfahrener und sachverständiger die Heimreise anzutreten und mit „Wissen. Strategien. Lösungen“ am Montag wieder in den Berufsalltag einzusteigen.

Foto: OEMUS MEDIA AG
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