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Wissenschaft und Forschung 03.07.2020

Forschung: Zahnschmerzen bald via Smartphone messbar?

Forschung: Zahnschmerzen bald via Smartphone messbar?

(Zahn-)Schmerz beruht nicht nur auf subjektivem Empfinden, er sollte bestenfalls auch deutlich kommuniziert werden – und genau das ist die Krux. Ein aktuelles Forschungsprojekt soll zukünftig verlässlichere Aussagen über das Schmerzniveau von Patienten ermöglichen.

Während die einen Patienten ihren Schmerz durch Schreie oder Tränen ausdrücken, zeigen andere kaum eine Reaktion. Problematischer wird die Schmerzbeurteilung, wenn sich der Patient gar nicht artikulieren kann – beispielsweise bei Kindern, Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen, aber auch bei Sprachbarrieren zwischen Zahnarzt und Patienten.

Dieses Problem haben auch Forscher der UConn School of Dental Medicine, Connecticut, USA, erkannt und arbeiten an einer Lösung zur quantitativen Schmerzerfassung. Als Inspiration diente ein Gerät, das derzeit an der Haut angewendet die Aktivität des Sympathischen Nervensystems und Reaktionen des Körpers erfasst.

Aufgabe des Teams ist es nun, dieses Laptop-große Gerät für die Erfassung von Zahnschmerzen zu modifizieren. Das validierte Diagnosewerkzeug soll in Form eines kleinen Sensors, der über das Smartphone bedient werden kann, daherkommen. Patienten könnten damit von zu Hause aus Schmerzen messen und direkt an ihren Zahnarzt übermitteln. Die Vergabe von Schmerzmitteln via Ferndiagnose wäre damit möglich.

Das Projekt ist über einen Zeitraum von zwei Jahren angesetzt und wurde mit rund 500.000 US-Dollar vom National Institute of Dental and Craniofacial Research (NIDCR) unterstützt, wie today.uconn.edu berichtete.

Foto Teaserbild: Krakenimages.com – stock.adobe.com

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