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Branchenmeldungen 06.06.2019

„Eine signifikante Verbesserung der parodontalen Situation“

„Eine signifikante Verbesserung der parodontalen Situation“

Parodontitis zählt weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Unbehandelt kann die Entzündung des Zahnhalteapparats zu Zahnverlust und Beeinträchtigungen der Allgemeingesundheit führen. Allein in Deutschland sind etwa 11,5 Millionen Menschen von einer schweren Form der Volkskrankheit betroffen.1 Aufgrund der aktuellen demografischen Entwicklung ist jedoch davon auszugehen, dass die Anzahl der Erkrankungen künftig noch steigen wird.2

Nur durch eine gründliche Anamnese und eine konsequent systematische Therapie kann die Parodontitis behandelt werden. Auf diese Weise lassen sich Veränderungen des Zahnhalteapparats weitgehend begrenzen und der Zustand der (Mund-)Gesundheit verbessern. Zur Ergänzung der konventionellen, nicht-chirurgischen Standardtherapie bei Parodontitis hält die Kulzer GmbH seit fast einem Jahr­zehnt mit Ligosan® Slow Release ein lokales Antibiotikum auf Doxycyclinbasis bereit, das die parodontalpathogenen Keime antibiotisch und antiinflammatorisch bekämpft.

Dr. Matthias Lotz aus Bad Hersfeld ist als Mitglied der DG PARO quasi Anwender der ersten Stunde und hat in diesem Zusammenhang bereits an einer großangelegten Anwendungs­beobachtung3 im niedergelassenen Bereich teilgenommen. Im Interview gibt er seine Erfahrungen mit diesem fließfähigen Präparat in Gelform weiter und erläutert mögliche An­wendungsgebiete, Kontraindikationen sowie sein therapeutisches Vorgehen.

Herr Dr. Lotz, Sie haben sich in Ihrer Praxis für die Tätigkeitsschwerpunkte Implan- tologie und Parodontologie entschieden. Warum?  

Dr. Matthias Lotz: Mich reizt die Herausforderung, Zähne zu erhalten. Ein wichtiger Baustein dazu ist es, Parodontitis frühzeitig zu erkennen und konsequent zu behandeln. Sind trotzdem Zähne verloren gegangen, möchte ich sie möglichst optimal ersetzen und damit dem Patienten wieder ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Deshalb habe ich mich für diese Tätigkeits­schwerpunkte entschieden.

Wie gehen Sie bei der Behandlung von Parodontitispatienten vor?

Ich erhebe zunächst routinemäßig den Paro­dontalen Screening Index (PSI). Ab Grad III oder bei klinischen Hinweisen auf eine Parodontitis wird eine Vorbehandlung mit einer oder mehreren PZR-Sitzungen durchgeführt. Sind Approximalraum-Plaque-Index (API) und Sulkus-Blutungs-Index (SBI) im akzeptablen Bereich, werden der PA-Status aufgenommen und die Diagnose gestellt. In vier Sitzungen inner­halb von zwei Wochen wird Scaling and Root Planing (SRP) im geschlossenen Verfahren mit Ultraschallinstrumenten gemacht. Gegebenen­falls wird das SRP durch eine systemische Antibiose und Diodenlaseranwendung unterstützt. Danach wird der Patient alle drei Monate zur unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) einbestellt. Hier wird dann auch entschieden, ob einzelne Zähne noch chirurgisch behandelt werden müssen. Sollten Rezidive an einzelnen Zähnen festgestellt werden, wird dem Patienten, abhängig von der Sondie­rungstiefe, auch die Anwendung von Ligosan® Slow Release empfohlen.

Für welche Indikationen konkret nutzen Sie Ligosan® Slow Release?

Ich verwende Ligosan Slow Release zur Rezidivbehandlung nach der Parodontitistherapie mit einer Taschentiefe über fünf Millimeter, ebenso bei isolierten aktiven Taschen, die tiefer als fünf Millimeter sind. Auch wenn noch nicht mit Studien belegt bzw. für andere Indikationen offiziell zugelassen (Off-Label), nutze ich das Lokalantibiotikum zur Vorberei­tung regenerativer chirurgischer Eingriffe, bei Mukositis an Implantaten und bei der Periimplantitistherapie.

Welche Erfahrungen haben Sie bislang damit gemacht?

Durchweg Positive! Schon im Rahmen der Anwendungsbeobachtung konnte ich inner­halb kürzester Zeit eine signifikante Verbesserung der parodontalen Situation feststellen. Die akute Entzündung war verschwunden, und bei vier von fünf Taschen konnte nach acht Wochen eine deutliche Reduktion der Sondierungstiefe beobachtet werden. Diese Ergebnisse wurden dann auch in der gesamten großangelegten Anwendungsbeobachtung bestätigt und zeigen sich regelmäßig bei der Therapie an meinen Patienten.

Beschreiben Sie bitte den Ablauf der Parodontitistherapie mit Ligosan® Slow Release.

Zuerst führe ich unter Lokalanästhesie eine geschlossene Kürettage mit Ultraschallinstru­menten am betroffenen Zahn durch. Parallel dazu wird Ligosan® Slow Release aus dem Kühlschrank entnommen und auf Zimmertemperatur erwärmt. Bevor ich das Gel anwende, wird die Tasche nochmals mit steriler NaCl-Lösung gespült. Anschließend wird die Applikationsspitze vorsichtig bis zum Taschenboden eingebracht und mit mäßigem Druck das Gel appliziert, bis die Tasche komplett gefüllt ist. Eventuell austretender Überschuss wird mit einem Heidemannspatel oder einem feuchten Wattepellet zurück in die Tasche gedrückt. Abschließend wird der Patient instruiert, für die nächsten zehn Tage die behandelte Region nur okklusal zu putzen.

Welche Kontraindikationen sind zu berücksichtigen?

Eine absolute Kontraindikation ist eine Allergie gegen Doxycyclin beziehungsweise Tetracyclin oder Inhaltsstoffe der Trägermatrix. Weitere Kontraindikationen sind die Anwendung wäh­rend der Odontogenese, bei Schwangeren, bei Patienten mit dem Risiko einer akuten Porphyrie und bei stark eingeschränkter Leberfunktion.

Ligosan® Slow Release bringt nicht nur Vorteile für den Patienten, sondern auch für den Anwender und den Praxisbetrieb. Inwiefern?

Der vorhersagbare Erfolg, die schnelle Linderung der akuten Beschwerden und die damit verbundene Zufriedenheit des Patienten stellen neben der einfachen Anwendung einen großen Vorteil für die Praxis da. Ich habe mehrere Patienten, die bei erneuten parodontalen Problemen an anderen Zähnen oder Implantaten schon nach dieser Behandlung fragen.

Kontakt:

Dr. med. dent. Matthias Lotz
Breitenstraße 14
36251 Bad Hersfeld
Tel.: 06621 2738
praxis@za-dr-lotz.de
www.zahnarzt-dr-lotz.de

Fordern Sie jetzt kostenlos Informationen und Beratungsunterlagen für das Patientengespräch an unter www.kulzer.de/ligosanunterlagen

Kursangebote zum Thema finden Sie unter www.kulzer.de/zahnarztfortbildungen

1 DG PARO (Deutsche Gesellschaft für Parodontologie): https://www.dgparo.de/presse/presse_detail/ article-58eb2b5a64609

2 Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V)

3 Leyer et al.: Adjunctive Topical Application of 14 % Doxycycline-Gel: An Observational Study. J Dent Res (Spec Iss 92A): 2186, 2013

Hinweis: Ligosan® Slow Release ist in der Schweiz nicht zugelassen.

Fotos: © Dr. Matthias Lotz/Kulzer  

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